Predator 55

- Länge über alles: 17,14 m (56 ft 3 in)
- Breite: 4,93 m (16 ft 2 in)
- Tiefgang: 1,48 m (4 ft 10 in)
- Motoren: zwei Volvo Penta IPS 950, 2 x 725 PS (1.450 PS kombiniert)
- Höchstgeschwindigkeit: bis zu 36 Knoten
- Tankinhalt: 1.800 Liter
- Kabinen: 2 (3 optional), bis zu sechs Gäste
- Gebaut in Poole, aktuelle Generation vorgestellt 2024
Der Name Predator, neu gesetzt bei 55 Fuß
Der Name Predator ist einer der ältesten und am stärksten aufgeladenen bei Sunseeker, getragen von schnellen Sportcruisern seit den 1990er-Jahren. Dieses Modell von 2024 zieht den Namen herunter auf ein kompaktes Coupé von 17,14 Metern, das in der Performance-Gruppe der Werft neben der Superhawk 55 steht. Es ist der Einstieg in die sportliche Seite der Baureihe, unterhalb der 75 Sport Yacht und der größeren Predator-Modelle. Für einen Eigner, der den Fahrcharakter der Marke ohne Superyacht-Maßstab will, ist es ein naheliegendes erstes Boot.
Ihre engste Verwandte ist die Superhawk 55, mit der sie einen Rumpf und einen Großteil der Technik teilt. Wo die Superhawk ein offener Walkaround ist, antwortet die Predator mit geschlossenem Hardtop und Coupé-Profil. Das gibt Sunseeker zwei sehr verschiedene Tagesboote auf einer Plattform und lässt einen Käufer zwischen Schutz und Freiluft-Theater wählen. Die Predator 55 ist die wetterfestere der beiden und die, die sich über eine längere Saison leichter nutzen lässt.
Ein Karbondach, das das ganze Coupé öffnet
Das prägende Merkmal sitzt über dem Kopf. Ein Schiebedach aus Glas und Karbon von rund 2,5 mal 3 Metern gleitet auf Knopfdruck nach achtern und macht aus dem geschlossenen Steuerstand in Sekunden ein offenes Cockpit. Das flache Coupé-Hardtop hält das Profil klar und zielgerichtet, und tiefe Rumpffenster führen Licht in die Unterbringung darunter. Es ist eine Form, die schon im Stillstand schnell wirkt, was immer zum Reiz der Predator gehörte.
Das ebenerdige Cockpit ist auf geselliges Liegen vor Anker angelegt. Die achtere Sitzgruppe lässt sich so umstellen, dass sie auf einen festen Tisch mittschiffs trifft, was Platz für sechs unter einem elektrischen Sonnenverdeck schafft. Ein großes Sonnenpolster liegt achtern über der Tendergarage, mit verstellbaren Kopfstützen und Blick über das Kielwasser. Badeplattform und Garage nehmen einen Williams-Jettender auf, der Auftrag als Tagesboot ist also erfüllt, ohne die Kabinen anzutasten.
Ein Karbondach, das aus einem geschlossenen Coupé in Sekunden ein offenes Cockpit macht.
Drei Kabinen aus einem 55-Fuß-Rumpf
Unter Deck arbeitet die Predator 55 härter, als ihre Größe vermuten lässt. Das Standardboot hat zwei Kabinen, für Eigner, die die zusätzliche Koje brauchen, wird ein Drei-Kabinen-Grundriss angeboten. Die Eignerkabine läuft mittschiffs über die volle Breite, mit Raum für eine Sitzgruppe oder ein Sofa neben der Koje, und die VIP-Kabine vorn nutzt Kojen mit Scherenmechanik, die sich zu Einzelkojen trennen oder zum Doppelbett zusammenschieben lassen. Diese Flexibilität lässt einen Rumpf in einer Woche einem Paar und in der nächsten einer jungen Familie dienen.
Sunseeker begründet die Entscheidungen im Interieur mit der Tendergarage. Weil die Garage die Crewunterkunft ersetzt, kann die dritte Kabine entweder an ein eigenes Bad oder an einen Nutzraum mit Waschgelegenheit und Stauraum anschließen. Verarbeitung und Ausführung folgen dem aktuellen Haushaltsstil, mit hellen Hölzern und raumhoher Verglasung, die das Unterdeck hell halten. Für einen 17-Meter-Sportcruiser ist das Raumgefühl ungewöhnlich großzügig.
IPS-Pods und bis zu 36 Knoten
Die Kraft kommt von zwei Volvo Penta IPS 950, jeweils ein D11-Diesel mit 725 PS, zusammen 1.450 PS. Sunseeker nennt eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 36 Knoten, was das Boot klar in den Bereich des Sportcruisers stellt und nicht in den des reinen Rennboots. Die IPS-Pods bringen nach vorn gerichtete Propeller, Joystick-Steuerung und die Option auf Volvos dynamische Positionierung, was das Manövrieren auf engem Raum deutlich weniger fordernd macht. Der Tankinhalt beträgt 1.800 Liter.
Das IPS-Paket ist hier die technische Geschichte. Pod-Antriebe geben achtern Volumen frei, das eine Wellenanlage beanspruchen würde, und genau so kommen Garage und Kabine über die volle Breite zusammen. Sie senken zudem Verbrauch und Kabinengeräusch auf Marschfahrt, was der Predator auf einem längeren Schlag zu zivilisierten Manieren verhilft. Für ein Boot, das auf Eigner mit eigener Hand zielt, die ohne Crew anlegen, verdienen Joystick und Positionierungssysteme ihren Platz.
Für den Eigner am Steuer, der Schutz will
Die Predator 55 zielt auf den Eigner, der das Boot selbst fährt und den Akt des Fahrens schätzt. Sie passt zu Tagesfahrten und Küstensprüngen, mit genug Unterbringung für gelegentliche Übernachtungen statt für lange Expeditionen. Gegen italienische Konkurrenten in der Sportklasse von 55 bis 60 Fuß sind ihre Argumente der britische Bau und ein wirklich wandelbares Dach, gestützt von der Beruhigung des IPS-Antriebsstrangs. Die geteilte Plattform mit der Superhawk gibt dem Interessenten eine klare Entweder-oder-Entscheidung.
Im Markt verankert sie das zugängliche Ende einer Baureihe, die bis 40 Meter reicht. Sie trägt einen Namen mit echter Bekanntheit, was den Restwert in einem vollen Segment stützt. Käufer vergleichen sie mit den üblichen Sportcruiser-Namen, und den Ausschlag gibt oft die Frage, ob sie das geschlossene Coupé oder ein offenes Cockpit wollen. Für viele klärt das ausfahrbare Dach die Frage von allein.
Design
- Exterieurdesign: Sunseeker (in-house design team)
- Interieurdesign: Design Unlimited
- Konstruktion: Sunseeker
Für wen: Für den Eigner, der selbst fährt und einen britischen Sportcruiser mit wirklich zu öffnendem Dach und crewfreiem IPS-Handling sucht.