The Balearics (Ibiza & Mallorca)

- Region: Westliches Mittelmeer, vor der Ostküste Spaniens
- Beste Saison: Juni bis September
- Wichtigste Häfen: Palma de Mallorca, Puerto Portals, Port Adriano, Marina Ibiza
- Charakteristischer Ankerplatz: Formentera (Illetes und bei Espalmador)
- Refit- und Servicezentrum: Palma, einschließlich der Werft STP
- Wichtigste Regel: nur auf Sand ankern, Seegras (Posidonia) streng geschützt
- Rechtsraum: Spanien (EU und Schengen)
- Zu beachten: hohe Bußgelder für das Ankern auf Posidonia und Nachmittagsbrisen
- Enforcement 2025: 18 patrol boats, over 181,000 inspections, illegal anchoring found in 6.4 per cent of vessels checked
- Cabrera national park: free navigation permit renewed annually, buoys to a maximum 35 m, booked separately
- Fixed weeks in 2026: Superyacht Cup Palma 24 to 27 June, Copa del Rey MAPFRE 1 to 8 August
- Tax: Spain's 12 per cent matriculation tax, with exemption available for yachts used exclusively for commercial charter
Zwei Inseln, zwei Stimmungen
Die Balearen vereinen mehrere deutlich unterschiedliche Fahrtgebiete, die nur einen kurzen Schlag voneinander entfernt liegen. Mallorca ist das praktische Herz, mit Palma als einer der großen Yachtstädte des Mittelmeers und einem Zentrum für Refit und Service. Ibiza bringt das Nachtleben und die Beach Clubs, die seine Buchten den Sommer über füllen. Formentera, gleich südlich von Ibiza, bietet das klare flache Wasser und den weißen Sand, die in jedem Prospekt auftauchen. Menorca im Norden ist ruhiger und traditioneller.
Der Reiz liegt in der Vielfalt. Eine Yacht kann einen Vormittag vor Anker vor Formentera verbringen, einen Nachmittag in Palmas Geschäften und Marinas und einen Abend in einem Beach Club auf Ibiza, ohne einen langen Schlag dazwischen. Palma hat besondere Tiefe, mit Werften, Brokerhäusern, Ausrüstern und Crew-Agenturen in und um die Stadt. Diese Mischung aus Ferieninseln und arbeitendem Hafen ist ungewöhnlich und erklärt mit, warum so viele Yachten hier für die Saison stationiert sind.
Die Saison
Der Sommer ist die Saison der Balearen, von Juni bis September, mit Juli und August als den vollsten Monaten. Das Wetter ist verlässlich warm und trocken, und die Inseln liegen weit genug im Süden, um ihre Wärme bis in den Herbst zu halten. Der Frühling kann angenehm sein, doch das Wasser ist kühler und viele Adressen haben noch nicht vollständig geöffnet. Der September bietet warme See und etwas ruhigere Buchten, wenn der Höhepunkt vorbei ist.
Das vorherrschende Sommerwetter ist beständig, auch wenn an den meisten Nachmittagen thermische Brisen aufkommen und ungeschützte Ankerplätze ungemütlich machen können. Der Kanal zwischen Ibiza und Formentera bündelt Wind und Verkehr, sodass das Timing beim Queren zählt. Eigner, die um die großen Clubs auf Ibiza herum planen, sollten beachten, dass der gesellschaftliche Kalender im Juli und August seinen Höhepunkt erreicht. Palma ist ab dem Frühjahr betriebsam, wenn seine Bootsmesse die Mittelmeersaison eröffnet.

Eine erstklassige Refit-Basis und eine bekannte Partyinsel eine Stunde Fahrt entfernt.
Häfen und Ankerplätze
Palma trägt die Marina-Szene, mit Club de Mar, Marina Port de Mallorca und der Werft STP unter den bekanntesten Einrichtungen. Puerto Portals und Port Adriano bieten ein Stück weiter an der Küste gepflegte Liegeplätze, letzterer mit einer von Philippe Starck entworfenen Marina. Auf Ibiza bringen Marina Ibiza und Marina Botafoch Yachten in Tenderreichweite zur Altstadt und den Clubs. Der Platz ist in der Hochsaison überall knapp.
Zum Ankern sind die Gewässer um Formentera der Preis, mit Illetes und den Sandbänken bei Espalmador als den klassischen Plätzen. Cala Salada und die nördlichen Buchten Ibizas geben Schutz vor den Sommerbrisen. Vor Mallorca lohnen die nördlichen Buchten um Pollensa und Alcudia sowie die Südküste nahe dem Cabrera-Archipel die Erkundung. Überall gilt dieselbe Regel: Sand finden und sich vom Seegras fernhalten.

An Land und auf dem Wasser
Ibiza gibt den Ton für die Zeit an Land vor, mit Beach Clubs am Tag und bekannten Adressen bei Nacht, die im Sommer ein Publikum aus ganz Europa anziehen. Formentera ist ruhiger und bekannt für lange Mittagessen in einfachen Strandlokalen und für das Schwimmen vom Boot aus. Palma hält dem Nachtleben eine ernsthafte kulturelle Seite entgegen, von der Kathedrale bis zu einer lebendigen Altstadt aus Bars und Restaurants. Menorca bietet ein langsameres Tempo für Eigner, die eine ruhigere Woche wollen.
Auf dem Wasser geht es auf den Balearen um Schwimmen und kurze Schläge zwischen den Buchten. Die flachen Bänke vor Formentera geben das helle, leuchtende Wasser, das die Region prägt. Wasserspielzeug und Tender sind stark im Einsatz, und Tagesfahrten zwischen den Inseln sind bei beständigem Wetter leicht. Weil die besten Ankerplätze beliebt sind, zahlt es sich aus, früh anzukommen und sich einen Platz auf Sand zu sichern. Sorgfältiges Ankern ist hier ebenso Höflichkeit wie gesetzliche Pflicht.
Praktische Hinweise
Das beherrschende praktische Thema ist der Schutz der Posidonia, des Seegrases, das weite Teile des Meeresbodens bedeckt. Ankern ist nur auf Sand außerhalb der Wiesen erlaubt, in regulierten Bereichen stehen Bojenfelder zur Verfügung, und Bußgelder bei Verstößen können erheblich sein. Behörden patrouillieren die beliebten Buchten und überwachen die Schifffahrt, und die Balearen gelten als das Revier mit dem strengsten Ankerregime im Mittelmeer. Karten und Apps, die die Seegrasbedeckung zeigen, sind weit verbreitet und lohnen einen Blick, bevor der Anker fällt.
Palma ist einer der bestversorgten Häfen der Region für Refit, Ersatzteile und Proviantierung, was ein wesentlicher Grund dafür ist, dass Yachten hier stationiert sind. Spanien liegt in der Europäischen Union und im Schengen-Raum, sodass Charter-Mehrwertsteuer und Crew-Papiere dem üblichen EU-Muster folgen und am besten vor Ort abgewickelt werden. Liegeplätze in den besten Marinas sind für Juli und August früh ausgebucht. Der Tenderbetrieb ist Routine, doch Kapitäne sollten die örtlichen Regeln in jeder geschützten Bucht bestätigen lassen.

Regatta weeks and the Ibiza clock
Palma's season starts before anybody else's because the yards empty in spring, and the Palma International Boat Show at the end of April brings the first crowd. The Superyacht Cup Palma, the oldest superyacht regatta in Europe, runs its thirtieth edition from 24 to 27 June 2026 out of Club de Mar-Mallorca. The Copa del Rey MAPFRE takes over the Bay of Palma from 1 to 8 August 2026 in its forty-fourth edition, and that week the bay is a racecourse and the marinas are full.
Ibiza runs on a different clock. The clubs open in late May, the season builds through June, and July and August are the peak, with closing parties in the first half of October. Formentera's beach restaurants follow the same pattern and are unbookable in August without a name at the door. For an owner who does not want any of that, the last week of September and the first two of October are the best of the year, with warm water, open berths and half the traffic.

Airports, ferries and guest changes
Palma and Ibiza are both served by large international airports with dense scheduled traffic from every European capital, which makes guest changes cheaper and easier here than anywhere else in the Mediterranean. Both are slot-pressured in July and August, and general aviation handling at Palma gets congested at weekends. Son Bonet takes lighter aircraft near Palma.
On the ground the islands are small and the roads are good, so a transfer from Palma airport to Port Adriano or Portals is half an hour outside the worst traffic. The Ibiza to Formentera link is the one to think about. There is no airport on Formentera and the ferry runs constantly from Ibiza town, so guests joining a boat that is anchored off Illetes arrive by ferry and tender or by helicopter. Owners rotating guests weekly generally do it in Palma or Ibiza town and reposition afterwards.
Nightlife, beach clubs and the quieter side
Ibiza is the loudest offering in the Mediterranean and it is not subtle. The beach clubs run all afternoon, the large venues run all night, and the summer is organised around residencies that sell out months ahead. Formentera is the corrective, with Juan y Andrea and Beso Beach on the sand, long lunches and no clubs. Palma has become a genuinely good food city, with a working old town, a Gothic cathedral worth an hour and a restaurant scene that operates year round instead of for eleven weeks.
The quieter side takes some finding but it exists. Deia and Valldemossa in the Tramuntana are a proper day inland, the Soller valley has the old wooden tram and the citrus estates, and Menorca has almost nothing at all in the way of nightlife. The food across the islands leans on sobrassada, ensaimada and simple grilled fish, with the Mallorcan wine regions of Binissalem and Pla i Llevant improving quickly.
Matriculation tax, and the honest downside
Spain is in the EU and Schengen, so crew and guest movement is straightforward, and the structural tax question is the 12 per cent matriculation tax. Yachts used exclusively for commercial charter can be exempted, but the exemption has to be in place before charter operations begin and private use by Spanish residents can undo it, so this is specialist advice and not a decision to make on board. A charter licence is required for commercial operations in the Balearics.
The downside is congestion and the shrinking margin for error at anchor. Formentera in August has more boats than legal sandy spots, and the good positions are taken by nine in the morning. Enforcement means a captain will refuse an anchorage the owner can see other boats using, which is a conversation to have before the charter starts. Ibiza's noise, prices and crowds are not to everyone's taste and there is no way to see the island in August without them. Menorca and the Mallorcan north coast are the antidote and most visiting yachts never go there.
Für wen: Eigner, die Nachtleben, helle Ankerplätze und eine erstklassige Servicebasis in kurzer Fahrentfernung wollen.


