8. Oktober 2026 · Yotters, unabhängiger Yacht-Journalismus
Yotters
Amels · Limited Editions

Amels 188

Die Amels 188 sitzt in der unteren Hälfte der Baureihe Limited Editions, eine 57,7 Meter lange Semi-Custom-Yacht auf einer erprobten Plattform aus Vlissingen. Sie verband ein Exterieur von Tim Heywood mit einer der ersten Hybrid-Schaltanlagen der Werft, die dem Eigner eine nahezu lautlose Nacht vor Anker ermöglichte. Erstmals 2018 abgeliefert, bot sie einen schnellen und risikoarmen Weg zu einer vollwertigen hochseefähigen Superyacht.
MotorSemi-custom displacement motor yacht57.7 m LOA2018
Amels 188 - Amels
Foto: Amels / Damen Yachting
Amels Amels 188 - Technische Daten
Länge über alles57,7 m (188 ft)
Breite10,6 m
Tiefgang3,45 m
Vermessungrund 970 GT
Motoren2 x MTU 12V 4000 mit Amels Hybrid-Schaltanlage und Batteriebetrieb
Höchstgeschwindigkeitrund 15,5 Knoten, Marschfahrt rund 13 Knoten
Unterbringung12 Gäste in 6 Kabinen, dazu Crew
DesignExterieur Tim Heywood, Interieur Reymond Langton, erstmals abgeliefert 2018

Ein kompakter Aufstieg in der Baureihe

Der Gedanke der Limited Editions war um Sicherheit gebaut. Amels entwickelte jede Yacht im Voraus, legte die Konstruktion fest und verkaufte das Ergebnis als Semi-Custom-Bau mit bekanntem Preis und festem Ablieferungstermin. Die 188 kam als eine der kleineren Plattformen dieser Familie und war mit 57,7 Metern so bemessen, dass sie eine Stufe über der meistverkauften 180 stand. Einem Ersteigner bot sie echtes Superyachtvolumen ohne den offenen Zeitplan einer Full-Custom-Order. Mehrere frühe Einheiten waren vor dem Stapellauf verkauft, was der Werft zeigte, dass die Größe gut getroffen war.

Klug an dieser Größe war die Balance, die sie traf. Mit 57,7 Metern trug die 188 einen Beach Club, einen richtigen Wellnessbereich und sechs Gästekabinen und blieb doch in dem Vermessungsband, das Betriebskosten und Crewstärke vernünftig hält. Eigner, die von einer 40-Meter-Yacht aufrückten, empfanden den Sprung als beherrschbar. Wer das Boot vercharterte, stellte fest, dass es sauber in das beliebte Segment unter 60 Metern passte. Das Boot funktionierte als privates Zuhause und als Einnahmequelle.

Linien von Tim Heywood mit Hybridherz

Tim Heywood zeichnete das Exterieur, und das Profil liest sich als klassische Amels. Der Bug ist lang, die Deckslinie ruhig, und die Aufbauten treten sauber zu einem breiten Sonnendeck zurück. Große Fenster im Rumpf bringen Tageslicht tief ins Unterdeck, sodass Kabinen unter der Wasserlinie hell und offen wirken. Rumpf aus Stahl und Aufbauten aus Aluminium folgen der Standardbauweise der Werft, ausgelegt für lange Seepassagen. Der Auftritt hat sich über die gesamte Flotte der Limited Editions getragen.

Die eigentliche Geschichte saß hinter der Gestaltung. Die 188 führte die Amels Hybrid-Schaltanlage ein, ein System, das Dieselgeneratoren, eine Batteriebank und zurückgewonnene Energie verband, um Treibstoffverbrauch und Geräusch zu senken. Im Batteriebetrieb konnte die Yacht die Hotellasten nahezu lautlos decken, was das Gefühl einer Nacht vor Anker veränderte. Amels bezifferte die mögliche Ersparnis auf deutlich über 100.000 Euro Betriebskosten im Jahr. Für einen Eigner hieß das ruhigere Abende und niedrigere Rechnungen, ohne auf Reichweite zu verzichten.

Ein 57,7-Meter-Rumpf von Heywood mit Hybridtechnik, stillen Nächten vor Anker und echter Ozeanreichweite.

Raum, der größer wirkt als die Zahlen

Reymond Langton Design formte die Interieurs der ersten Einheiten, und das Lastenheft hieß Volumen und Licht. Die Eignersuite über die volle Breite kommt auf dem Hauptdeck auf knapp 80 Quadratmeter, mit einem Klappbalkon und Schiebetüren mittschiffs, die den Raum zum Meer öffnen. Fünf weitere Kabinen bringen die Gästezahl auf zwölf. Als Semi-Custom-Yacht blieb die Anordnung dem Eigner offen, sodass jede Einheit auf Familien- oder Charternutzung abgestimmt werden konnte. Eigner konnten Materialien, Kunst und Oberflächen durchgehend selbst festlegen.

Das Leben an Bord ist um Wasser und Wellness gebaut. Ein Beach Club von rund 30 Quadratmetern öffnet sich am Heck zum Schwimmen und für den leichten Zugang zu den Wassersportgeräten. Ein eigener Wellnessbereich trägt Fitnessraum, Sauna und türkisches Dampfbad. Das Sonnendeck bietet die übliche Amels-Mischung aus Whirlpool, Schatten und offenen Liegeflächen für lange Mittagessen vor Anker. Sie geben einer Familie reichlich Raum, sich über eine lange Charterwoche zu verteilen.

Für echte Ozeanmeilen ausgelegt

Unter Deck ist die 188 ein ernsthafter Ozeankreuzer. Zwei MTU 12V 4000 treiben sie voll ausgefahren auf rund 15,5 Knoten, mit einer entspannten Marschfahrt nahe 13 Knoten. Der Verdrängerrumpf ist auf Reichweite ausgelegt, sodass die Yacht Ozeane queren und entlegene Ankerplätze weit von jeder Marina erreichen kann. Zero-Speed-Stabilisatoren halten sie im Stillstand ruhig, was für den Komfort ebenso zählt wie Geschwindigkeit auf See. Sie ist darauf eingerichtet, hart gefahren und aus eigener Kraft zwischen den Saisons versetzt zu werden.

Die Hybridebene fügt dieser Reichweite Flexibilität hinzu. Ein Eigner kann für eine schnelle Passage im Diesel-Direktantrieb fahren, für stille Stunden in einer ruhigen Bucht Leistung aus den Batterien ziehen oder beides mischen, um an einem langen Tag Treibstoff zu sparen. Die Crewstärke bleibt für diese Größe bescheiden, was eine Saison bezahlbar hält. Service und Ersatzteile liegen im Netz von Damen, ein echter Vorteil für ein weltweites Fahrtenprogramm. Eigner bekommen die Reichweite einer größeren Yacht bei knapperem Budget.

Der Eigner, zu dem sie passt

Die 188 beantwortet ein konkretes Lastenheft. Sie passt zu einem Eigner, der von einer 40- bis 50-Meter-Yacht aufrückt und volle Hochseetauglichkeit will, ohne vier Jahre auf einen Custom-Bau zu warten. Das Hybridsystem spricht jene an, die stille Nächte und niedrigere Betriebskosten schätzen. Die erprobte Plattform und die Unterstützung von Damen dahinter senken das Risiko einer ersten großen Yacht. Die starke Charternachfrage in der Klasse unter 60 Metern macht sie zudem kommerziell zu einer soliden Wahl.

Sie belohnt aktive Nutzung. Familien, die wochenlang fahren, bekommen einen echten Beach Club, einen Wellnessbereich und großzügige Kabinen in einem Rumpf, der eine lange Passage weiterhin mühelos wegsteckt. Eigner, die verchartern, finden eine Yacht, die gut gebucht wird und in einem lebhaften Markt ihren Wert hält. Seit 2018 wurden mehrere Einheiten abgeliefert, sodass das Modell eine Bilanz hat, die ein Käufer prüfen kann. Abgelieferte Beispiele wie Volpini 2 geben einem Käufer ein echtes Schiff zum Begehen, bevor er sich bindet.

Motoren und Technik

Hull / structureSteel hull, aluminium superstructure, naval architecture by Damen Yachting/Amels in-house. Well corroborated across the broker listing, Amels' own site and BOAT International.
EnginesTwo MTU 12V 4000 diesels, reported at 1,380 kW each by broker Romeo United Yachts. BOAT International's own directory instead describes the propulsion generically as "two diesel electric engines", which conflicts with the shaft-drive description elsewhere - Yotters treats this as a BOAT International simplification rather than a real diesel-electric plant, since Amels' actual hybrid system pairs mechanical shaft drive with battery and heat-recovery assist, not full diesel-electric propulsion.
GeneratorsA paired "father-and-son" configuration of differently sized gensets for load-following efficiency - one Scania 250 ekW and one Scania 185 ekW, per Romeo United Yachts; the pairing concept itself is independently confirmed by SuperYachtTimes, though the exact kW figures are brokerage-sourced only.
Hybrid / emissions systemAmels Hybrid Power combines waste-heat recovery, a 56 kWh battery bank and the paired generators to cut running hours and NOx. Volpini 2 was the world's first IMO Tier III-compliant new-build yacht, using SCR with diesel exhaust fluid (urea) injection; the urea tank holds 2,000 litres, good for roughly 1,500 nautical miles of NOx-reduced cruising, expandable to 5,000 nm. Well corroborated by BOAT International, SuperYachtTimes and Yachting Magazine.
StabilisersAn anti-roll system active both underway and at anchor, per Romeo United Yachts; make and model are not disclosed by any source found.
Thrusters / watermakerNot published anywhere Yotters could find.
Tankage146,000 litres of fuel (two-plus independent mentions) and 24,000 litres of water (single-sourced, Romeo United Yachts).
Speed and rangeTop speed 15.5 knots, cruise 13 knots, range 4,500 nautical miles at cruise - well corroborated across four or more sources including Amels' own site, BOAT International and Yachting Magazine.
DimensionsLOA 57.7 m / 188 ft. Beam and draft disagree between sources: 10.6 m beam and 3.35 m draft per the broker and BOAT International, versus 10.2 m beam and 3.45 m draft on Amels' own current fleet page - Yotters reports both rather than picking one. Gross tonnage 970 GT, displacement 924 tonnes, well corroborated.
Engine roomBOAT International's feature on the yacht describes the Tier III retrofit as a tight fit: "refrigerator-sized" SCR catalytic converter boxes take up significant engine-room volume, per chief engineer Paul Vickery, on the record.

Was Eigner und Crew berichten

Was gut ist und worauf zu achten ist

Stärken

  • A genuine technical firstThe world's first IMO Tier III-compliant new-build yacht, and the first built with Amels' own Hybrid Power system combining heat recovery, battery and paired generators - independently reported by SuperYachtTimes, BOAT International, Yachting Magazine and Robb Report.
  • A deliberate, verified design brief delivered2.2 metre ceiling height on every deck was Tim Heywood's own stated brief for the exterior design, confirmed in his own words to BOAT International.
  • Delivered on time and on budgetThe owner's representative, Ben Young of SYM Superyacht Management, is quoted on the record praising the Amels team's delivery performance.
  • The hybrid system's fuel economy claim held up in real operationCaptain Nathan McFadyen reported fuel consumption came out about the same as the owner's previous, non-hybrid yacht - meaning the emissions benefit was not bought with a fuel-economy penalty, a genuine and checkable claim rather than marketing language.

Worauf zu achten ist

  • Engine-room space penaltyThe Tier III SCR aftertreatment system needs "refrigerator-sized" catalytic converter boxes that take up meaningful engine-room volume, on the record from chief engineer Paul Vickery - a real trade-off of being first to market with Tier III compliance.
  • Diesel exhaust fluid logistics were a real early headacheBOAT International reported that urea (DEF) was difficult to source in the Mediterranean at the time, requiring shipment from Germany - a genuine operational problem for early Tier III adopters, not a hypothetical one.
  • Complex multi-supplier integration to get Tier III workingThe same feature describes coordination across multiple suppliers to make the compliance system function, implying real integration risk for an early adopter.
  • Effectively no ongoing model lineA single hull was built before Amels stretched and renamed the platform to the Amels 200 - a genuine limitation for anyone treating the 188 as an orderable production model today rather than a one-off.
  • Opaque, contradictory resale pictureNo public new-build price was ever disclosed, and the one existing hull's resale status is contradicted on its own broker's site - a poorer transparency picture than many competitors offer.

Praktische Angaben

The "188" is effectively a one-offOnly one hull was ever built under the Amels 188 name - Volpini 2, delivered 2018. Amels' own current fleet page now lists her as "Class: Amels 200 (originally Amels 188)": the yard stretched the platform to 60 m and continued the series as the Amels 200, with further hulls including Moonstone, Stella M and Marsa. A buyer drawn to the "188" today is really being pointed at the Amels 200.
New-build priceNo public price was ever disclosed by the yard, at launch or since, and none appears in any press coverage found.
Resale statusContradictory even on the same broker's own site: Romeo United Yachts' general "Limited Editions 188" landing page shows an asking price of 59,000,000 euros, while the specific Volpini 2 listing page (last updated August 2026) states she is currently not for sale and that any asking price is undisclosed. Yotters does not publish the 59 million euro figure as current or reliable.
How to buy one todayThrough Amels/Damen Yachting's Limited Editions programme - which today means ordering an Amels 200, the 188's direct successor, since the original platform is no longer offered.
Comparable modelsThe direct successor is the Amels 200 (60 m, same design team, same semi-custom Limited Editions concept, multiple delivered hulls). In the wider 55-58 m custom and semi-custom segment, SuperYachtTimes groups Amels alongside Heesen, Feadship and Oceanco as competing builders.
Running costsNo published operating-cost or service figures found for this vessel - typical for a yacht this size, where running-cost figures if quoted at all tend to be rule-of-thumb industry estimates, not vessel-specific published data.
What is not publishedThruster specification, watermaker specification, gearbox model, exact engine-room layout and access dimensions, any running-cost figure, the original new-build contract price, and hull/yard number.

Für wen: Für den Eigner, der zur ersten hochseefähigen Superyacht aufrückt und hybrid-stille Nächte, einen echten Beach Club und starke Charternachfrage in einem beherrschbaren 57-Meter-Rumpf sucht.

Modellprofil, zusammengestellt von Yotters aus Angaben von Amels und öffentlichen Quellen. Bildnachweis wie angegeben.
Yotters-RedaktionChefredakteur: Leon SolimanRedaktionelle Standards
Recherchiert aus Primärquellen: BOAT International, SuperYachtTimes, Yachting Magazine, Robb Report, Romeo United Yachts, Amels Yachting, YachtBuyer.

Weitere Amels Modelle

Amels

Amels 80

Amels

Amels 242

Amels

Amels 220

Partner werden

Amels-Eigner gehören auf Yotters.

Tragen Sie Ihre Marke ein, übernehmen Sie Ihr Profil oder planen Sie eine Kampagne mit der Redaktion, die Eigner, Broker und Werften zuerst lesen.

Ich interessiere mich für Amels

Das Yotters Briefing

Die Yachtwelt, jeden Morgen gelesen.

Die Themen, die die Yachtwelt bewegen, bevor der Markt sich bewegt. Lesen Sie mit den Eignern, Brokern und Werften, die den Tag mit Yotters beginnen.