Amels 200

- Länge über alles: 60 m (197 ft)
- Breite: 10,6 m
- Tiefgang: rund 3,4 m
- Antrieb: hybrides Elektroenergiesystem für nahezu geräuschlose Fahrt
- Höchstgeschwindigkeit: rund 15,5 Knoten
- Reichweite: rund 4.500 Seemeilen bei 13 Knoten
- Unterbringung: 12 Gäste in 6 Kabinen, Personenaufzug über vier Decks, Touch-and-go-Helikopterdeck
- Design: Exterieur Tim Heywood, erste Einheit Stella M abgeliefert Anfang der 2020er Jahre
Die 60-Meter-Yacht neu gedacht
Sechzig Meter sind für Amels seit Langem ein Idealmaß, und die 200 ist die moderne Antwort der Werft auf dieser Länge. Sie löste das frühere 60-Meter-Denken durch höhere, stärker vertikale Aufbauten ab, die vier volle Decks stapeln. Die zusätzliche Höhe erkauft ein Innenvolumen näher an einer 65-Meter-Yacht, ohne die Kosten und den Liegeplatzbedarf eines größeren Rumpfes. Für einen Eigner ist das ein Weg, Raum und Stehhöhe zu gewinnen und das Boot dabei in einem angenehmen Größenband zu halten. Der Entwurf steht neben der neueren, metrisch benannten Amels 60 als klassische 60-Meter-Yacht der Familie.
Das Argument ist Effizienz im Raum. Jedes Deck verdient sich seinen Platz, vom Beach Club an der Wasserlinie bis zu Skylounge und Helikopterdeck ganz oben. Ein zentrales Treppenhaus und ein durchgehender Aufzug verbinden die Decks, sodass Gäste und weniger bewegliche Eigner mühelos zwischen den Ebenen wechseln. Die 200 wird als Semi-Custom-Bau angeboten, sodass das Interieur zugeschnitten werden kann, während die Konstruktion festgelegt und erprobt bleibt. Käufer bekommen eine bekannte Plattform mit Spielraum, sie persönlich zu machen.
Heywood-Volumen mit vertikaler Haltung
Tim Heywood gab der 200 lange, schlanke Vorschiffssektionen und hohe, selbstbewusste Aufbauten. Der Bug ist fein und schneidet sauber, während die erhöhten Decks darüber das Volumen schaffen, das der Entwurf liefern soll. Breite Verglasung zieht sich über die Gästedecks und öffnet das Interieur auf jeder Ebene zur Sicht aufs Meer. Vom Steg aus liest sich die Yacht als größeres Schiff. Der Auftritt markiert einen klaren Schritt weg von der früheren 60-Meter-Amels.
Der Vierdeckaufbau ist das prägende Merkmal. Die Unterbringung nach oben zu bauen macht das Hauptdeck für einen großen Eignerbereich frei und öffnet die oberen Decks für Bewirtung und Schatten. Das Sonnendeck trägt den erwarteten Whirlpool und offene Liegeflächen, mit einem Touch-and-go-Helikopterdeck vorn für die Ankunft aus der Luft. Darunter klappt der Beach Club am Heck zum Schwimmen und für die Wassersportgeräte auf. Die Anordnung gibt einer 60-Meter-Yacht eine Deckszahl, die sonst größeren Booten vorbehalten bleibt.
Ein 60-Meter-Vierdecker mit durchgehendem Personenaufzug und hybrid-stillen Nächten vor Anker.
Ein Interieur mit Aufzug
Der Komfortpunkt an erster Stelle ist der Aufzug über vier Decks. Nur sehr wenige Yachten dieser Größe tragen einen durchgehenden Personenaufzug, und er verändert auf einer langen Reise die Nutzung des ganzen Bootes. Eigner jeden Alters erreichen Sonnendeck oder Beach Club ohne Treppen, und die Crew bewegt Proviant und Gepäck deutlich leichter. Das Interieur bleibt dem Eigner offen, sodass Materialien, Kunst und Kabinenzahl nach Geschmack festgelegt werden können. In der Standardanordnung werden zwölf Gäste in sechs Kabinen getragen.
Volumen ist der Sinn des gesamten Entwurfs. Die Eignersuite über die volle Breite sitzt vorn auf dem Hauptdeck, mit direktem Licht und Sicht aufs Meer nach drei Seiten. Gästekabinen darunter und eine große Skylounge darüber geben dem Boot innen das Gefühl einer weit größeren Yacht. Die Laufruhe des Hybridsystems hält diese Räume vor Anker friedlich. Eine Familie kann sich wochenlang einrichten, ohne dass die Wände näher rücken.
Hybridantrieb, Ozeanreichweite
Beim Antrieb zeigt die 200 ihr modernes Denken. Ein hybrides Elektrosystem lässt die Yacht nahezu lautlos im Batteriebetrieb fahren, für die Marschfahrt auf dieselelektrischen Antrieb wechseln oder Quellen kombinieren, um auf der Passage Treibstoff zu sparen. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei rund 15,5 Knoten, die Reichweite bei knapp 4.500 Seemeilen bei 13 Knoten. Das genügt, um den Atlantik zu queren und entlegene Ankerplätze weit abseits jeder Unterstützung zu erreichen. Zero-Speed-Stabilisatoren halten das Boot im Stillstand ruhig.
Die Technik zielt ebenso auf niedrige Betriebskosten wie auf Reichweite. Stille Batteriestunden senken den Generatorbetrieb über Nacht, und die Hybridanordnung lässt die Crew die Leistung der Aufgabe anpassen. Bau und Systeme liegen im Netz von Damen, was Service und Ersatzteile bei einem weltweiten Programm in Reichweite hält. Die Crewstärke bleibt für einen Vierdecker dieses Volumens vernünftig. Eigner bekommen das Leben eines größeren Bootes ohne die Betriebsrechnung eines größeren Bootes.
Der Eigner, zu dem sie passt
Die 200 passt zu einem Eigner, dem Volumen und leichte Wege wichtiger sind als reine Länge. Der Aufzug, die vier Decks und die großzügigen Kabinen machen sie zur naheliegenden Wahl für Familien über mehrere Generationen und für Eigner, die das Boot über Jahre halten wollen. Wer stille Nächte und niedrigere Treibstoffrechnungen schätzt, wird merken, dass das Hybridsystem echte Arbeit leistet. Die feste, erprobte Plattform senkt das Risiko des Baus.
Sie belohnt Eigner, die weit fahren. Reichweite und Stabilisatoren öffnen lange Ozeanetappen, während die Deckszahl eine große Gruppe vor Anker bequem hält. Chartergäste reagieren gut auf Aufzug und Raumangebot, was das Boot kommerziell trägt. Erstmals Anfang der 2020er Jahre als Stella M abgeliefert, hat der Entwurf echte Einheiten auf dem Wasser, die sich studieren lassen. Käufer können abgelieferte Beispiele wie Stella M und Moonstone besichtigen, bevor sie sich binden.
Für wen: Für den Eigner, der Innenvolumen und stufenfreie Wege schätzt, stille Hybridnächte vor Anker will und einen 60-Meter-Vierdecker langfristig halten möchte.