Amels 212

| Länge über alles | 65,5 m (212 ft) |
|---|---|
| Breite | 12,28 m |
| Tiefgang | 3,85 m |
| Vermessung | rund 1.518 GT |
| Exterieurdesign | Tim Heywood |
| Interieurdesign | Andrew Winch |
| Gäste / Crew | 14 in 7 Kabinen, rund 15 Crew |
| Ablieferung | 3 Einheiten, ab den frühen 2010er Jahren |
Das breite Mittelgewicht
Die 212 schiebt sich zwischen die volumenorientierten kleineren Plattformen und die klassischen Flaggschiffe und bietet einen Schritt mehr Innenraum, ohne ins Flaggschiffterrain zu rücken. Mit 65,5 Metern lieferte sie ein Brückendeck über die volle Breite und eine Vermessung deutlich über 1.500 GT, großzügig für diese Länge. Das Versprechen der Limited Editions blieb bestehen. Käufer bekamen eine durchkonstruierte Plattform mit Spielraum, das Interieur zu personalisieren. Sie gab Eignern Volumen im Stil eines Flaggschiffs in einem Rumpf, der im Betrieb beherrschbar blieb.
Seltenheit gehört zu ihrem Charakter. Fertiggestellt wurden drei Einheiten, was die 212 im Vergleich zu den meistverkauften Modellen der Baureihe zu einer ungewöhnlichen Erscheinung macht. Zu den abgelieferten Booten zählen VENTUM MARIS und SEA RHAPSODY sowie die Yacht Z, mit Ablieferungen ab den frühen 2010er Jahren. Diese Knappheit gibt dem Modell auf dem Brokerage-Markt einen besonderen Reiz. Knappheit dieser Art hält das Interesse an einer Yacht über die Jahre meist wach.
Heywood im größeren Maßstab
Tim Heywood übertrug seine vertraute Formensprache auf die 212, mit langem Bug und niedrigen Aufbauten, hochskaliert auf die zusätzliche Länge. Das Ergebnis ist eine Yacht, die auf dem Wasser souverän und unaufgeregt wirkt. Die Wide-Body-Anordnung bringt Innenbreite, ohne die äußere Balance zu stören. Das ist ein durchdachtes Stück Design und kein auffälliges. Die 212 trägt ihre Mehrlänge mit derselben Ruhe, die die kleineren Boote zeigen.
Die Decksanordnung nutzt die gewonnene Größe voll aus. Ein großes Sonnendeck und großzügige Achterbereiche geben den Gästen viel Platz, sich zu verteilen, während das Vordeck einen ruhigeren Rückzug bietet. Die Proportionen tragen das Mehrvolumen, ohne schwer zu wirken. Heywoods Zurückhaltung hält die 212 noch lange nach ihren Baujahren aktuell. Diese Widerstandskraft gegen Moden hat den abgelieferten Einheiten auf dem Wasser gut getan.
Nur drei Einheiten der Amels 212 wurden gebaut, eine 65-Meter-Yacht in Wide-Body-Bauweise, die von Seltenheit und Winch-Interieurs lebt.
Winch-Interieurs, Wide-Body-Raum
Ein Innenvolumen von rund 1.518 GT gibt der 212 unter Deck echte Präsenz. Andrew Winch gestaltete die Interieurs der abgelieferten Yachten und brachte eine feine, überlegte Hand in die breiten Räume. Die Anordnungen nehmen bis zu 14 Gäste in sieben Kabinen auf, ein Schritt über die kleineren Plattformen hinaus. Der Eignerbereich profitiert am stärksten von der zusätzlichen Breite. Der Wide-Body-Ansatz verwandelt Breite dort in Wohnraum, wo es am meisten zählt.
Das Brückendeck über die volle Breite ist das prägende Merkmal im Innenraum und bringt nutzbare Weite dorthin, wo Gäste einen Großteil ihrer Zeit verbringen. Hohe Decken und große Verglasung waren in der Plattform von Beginn an angelegt, sodass das Interieur offen und hell wirkt. Der Crewbereich für rund 15 Personen trägt den Vollservicebetrieb. Das Volumen rückt die 212 näher an die Flaggschiffe, als es ihre Länge allein vermuten lässt. Gäste bemerken die Breite lange bevor sie an die Länge denken.
Schnell für ihre Klasse
Die 212 ist schneller als ein Großteil der Baureihe, mit einer berichteten Höchstgeschwindigkeit von rund 17 Knoten. Sie fährt auf dem üblichen Verdrängerrumpf der Werft aus Stahl mit Aufbauten aus Aluminium. Eine Treibstoffkapazität von rund 155.000 Litern speist lange Passagen, die Wassertanks liegen bei knapp 38.000 Litern. Die Technik zielt auf leistungsfähiges Ozeanfahren mit einem nützlichen Schuss Tempo. Das Mehr an Geschwindigkeit gibt einem Eigner mehr Freiheit bei der Planung langer Passagen.
Bei 13 Knoten Marschfahrt liegt die Reichweite bei rund 5.000 Seemeilen, genug für Ozeanüberquerungen mit Reserve. Der Tiefgang von rund 3,85 Metern hält ein weites Fahrtgebiet offen. Wie im Rest der Serie setzt die Maschinenanlage auf erprobte Komponenten und Laufruhe. Eine Yacht dieses Volumens verlangt eine vollständige Berufscrew, um gut gefahren zu werden. Die großzügige Tankkapazität deutet auf ein Boot, das für echte Distanz gedacht war und nicht für Küstensprünge.
Wer eine 212 kauft
Die 212 spricht Eigner an, die flaggschiffnahes Volumen in einem etwas kompakteren Paket wollen. Die Wide-Body-Anordnung passt zu jenen, die Innenraum und Bewirtung über alles stellen. Ihr Geschwindigkeitsvorsprung zieht Eigner an, die gern Strecke zwischen den Ankerplätzen machen. Die Seltenheit des Modells gibt ihr unter Amels-Käufern ein gewisses Renommee. Die Paarung aus Raum und Tempo ist in dieser Größe seltener, als es klingt.
Auf dem Brokerage-Markt schneidet die kleine Flottengröße nach beiden Seiten: Sie hält Angebote knapp und begrenzt zugleich die direkten Vergleichswerte. Winch-Interieurs und starkes Volumen helfen den abgelieferten Booten, ihren Reiz zu halten. Eigner, die von einer mittelgroßen Superyacht aufrücken, finden in der 212 ein naheliegendes Zwischenmaß. Sie bleibt eine der eigenständigeren Wahlmöglichkeiten der klassischen Baureihe. Für einen Käufer, der Individualität schätzt, ist die kleine Flotte Teil des Reizes.
Motoren und Technik
| Main engines | Twin Caterpillar 3516B diesels, reported at 2,000kW / 2,682hp each at 1,600-1,800rpm, confirmed across hull 1 (Ventum Maris) and hull 3 (Z) brokerage sheets and the Sea Rhapsody (hull 2) listing. One generic model-page source instead states Caterpillar 3516C units at 3,151hp each, conflicting with all three hull-specific listings and flagged as a likely outlier. |
|---|---|
| Gearboxes | Reintjes WAF 863 reduction gearboxes, shaft drive to fixed-pitch five-blade propellers. |
| Generators | 3 x Caterpillar C9 generator sets at 200 ekW each, plus a Caterpillar C4.4 emergency generator at 86 ekW; shore power capacity 250 kVA. |
| Stabilisers | Active fin stabilisers rated for 13-knot cruise, plus a zero-speed function for at-anchor use. |
| Thrusters | Voith extra-silent inline bow thruster, 180 ekW, engineered specifically for low noise. |
| Watermaker | Two reverse-osmosis watermakers plus pressure pumps. Fresh water tankage reported as 38,000 litres by most sources, though one model-page source instead gives 36,400 litres - a minor unresolved conflict. |
| Fuel tankage | 155,000 litres, consistent across every source checked. |
| Range | 5,000nm at 13-knot cruise, consistent across nearly every source - except Sea Rhapsody's own listing, which instead states 5,758nm at the same cruise speed on the same tankage. Flagged as an unresolved conflict. |
| Speed | Top speed 17 knots, cruise speed 13 knots, consistent across all sources checked. |
| Gross tonnage | 1,503 GT is the figure given by the most independent sources. Two other figures appear once each and conflict: 1,574 GT and 1,518 GT - the latter notably matching the reported GT of the larger, stretched Amels 220 derivative, raising the possibility of a data mix-up on that source. |
| Beam | 11.88m recurs across three separate hull-specific listings (Sea Rhapsody, Z, Ventum Maris), against 12.25-12.28m in two earlier or general sources - possibly an early brochure figure against the as-built number. Not resolved. |
| Crew capacity and cabins | Reported crew numbers conflict by hull: 15 crew in 8 cabins (Z) against 20 crew in 10 cabins (Ventum Maris) against a generic 16-19 range on one model page. May reflect real post-delivery cabin conversions or inconsistent broker data entry - not resolved. |
| Hull count | A widely reported fourth 212 sale in 2019 appears, per one build-story source, to actually have been built to the stretched 67.6m Amels 220 specification rather than the true 65.5m 212 platform - meaning the true 212-specific hull count may be three (Imagine/Infinite Shades/Ventum Maris, Sea Rhapsody, Z), not four. A separate sister-ship listing shows a 212 hull dated 2022, which conflicts with the stated 2011-2018 production window and was not corroborated elsewhere. |
Was Eigner und Crew berichten
Broker view: strong satisfaction across the wider Limited Editions line
Dominic Millman of Burgess, discussing the 2023 resale listing of Infinite Shades (ex-Imagine, hull 1 of the 212), said the series has been brilliant, calling the 212 a particularly popular size range and citing Dutch engineering, a high calibre design collaboration and seven spacious guest cabins over five decks. This framing covers the wider multi-size Limited Editions range, not the 212 alone, so the scarcity and satisfaction point is series-wide, not a 212-only statistic.
Dominic Millman, Burgess, via SuperyachtNewsMarket visibility of hull 1 declined under its second name
YachtForums' news desk noted that since becoming Ventum Maris, hull 1 seems to have dropped off the radar a bit, later reporting she was listed for sale asking EUR 65 million - a figure that conflicts with the EUR 57.5 million reported elsewhere for the same yacht under her prior name Infinite Shades.
YachtForums news desk
Was gut ist und worauf zu achten ist
Stärken
- Semi-custom speed and cost advantageAmels positions the 212 as roughly two years faster to deliver than a fully custom build of similar size, at about 30 percent lower cost than an equivalent bespoke yacht - the yard's own framing, reported by Boat International's feature on hull 1, Imagine.
- Quiet, efficient engineering for the classCabin noise under 50 dB, genset soot filtration and a low-noise Voith inline bow thruster were singled out by Boat International as unusual attention to engine-room and acoustic detail for a semi-custom hull.
- Long range and stability at anchor5,000nm range at 13-knot cruise on 155,000 litres of fuel, with active stabilisers tuned for 13-knot cruising plus a zero-speed function for at-anchor comfort, consistent across brokerage listings for hulls 1, 2 and 3.
- Thin but durable resale marketVery few 212 hulls have ever come up for resale, and the 2011-built hull 1 was still marketed in the mid EUR 50-60 million range roughly twelve years after delivery, evidence the type holds value rather than being dumped cheap.
Worauf zu achten ist
- At least one impractical crew cabinBoat International's own feature on hull 1 flagged that one forward crew cabin really is not practical for the two crew berthed there - a named design compromise from an independent publication, not marketing copy.
- Semi-custom platform constrains real customisationThe cost and speed advantage comes from reusing Amels' established steel hull, naval architecture and systems package across hulls, so owners get a curated menu of layout and finish options rather than a clean-sheet design.
- Early hulls carry dated machinery and pending refit costsHull 1 (2011) and hull 3 (2014) both specify Caterpillar 3516B main engines, now an older Cat generation, and both have already needed refits - Ventum Maris in 2019, Sea Rhapsody in 2020 - so a buyer of an early 212 should budget for system-refresh capital spending on top of purchase price.
- Published technical data for the class is inconsistentCore figures - gross tonnage, beam, engine output, crew and crew-cabin count - vary meaningfully between brokerage listings for the same or sister hulls, so a buyer cannot rely on aggregator specs alone and needs the builder's own spec sheet or a survey for any given hull.
Praktische Angaben
| New-build price | Not publicly disclosed by the yard or press for any hull. Amels' own positioning is about 30 percent less than a fully custom yacht of the same gross tonnage, with a roughly two-year build slot against up to five years for full custom - no absolute figure found. |
|---|---|
| Resale asking prices (as reported) | Hull 1 (Infinite Shades, 2011) was listed by Burgess at EUR 57.5 million; a separate report on the same hull under her later name Ventum Maris cited an asking price of EUR 65 million. Not reconciled - may reflect a price change over time or a reporting difference. |
| Refit history on delivered hulls | Ventum Maris (hull 1) refit reported 2019. Sea Rhapsody (hull 2) refit reported 2020. No refit date found for Z (hull 3). The class is now at the point where owners are budgeting for significant refits roughly seven to nine years after delivery. |
| Resale liquidity | Brokers describe listings in the wider Limited Editions range as scarce because owners tend to keep them - good for sellers, but it also means a buyer has very few comparable 212 hulls to benchmark price against at any given time. |
| What is not published | Build cost by hull, annual running-cost or OPEX figures, insurance guidance, drydock or refit cost figures, and a complete confirmed roster of every 212 hull with delivery dates and current names. |
Design
| Exterieurdesign | Tim Heywood |
|---|---|
| Interieurdesign | Winch Design (Andrew Winch) concept. Owner-customized |
| Konstruktion | Amels / Damen Yachting (in-house) |
Für wen: Für Eigner, die flaggschiffnahes Volumen und eine breite Anordnung zum Bewirten in einer selteneren, schnelleren klassischen Limited Edition suchen.