Feadships 101-Meter-Destiny geht an Schwarzman, Referenz des Jahres

Was Schwarzman tatsächlich bekommt
Destiny misst 101,2 Meter bei 15,25 Meter Breite, hat einen Stahlrumpf und einen Aufbau aus Aluminium und läuft mit zwei MTU-Maschinen auf knapp 17 Knoten. Gezeichnet hat sie das britische Studio RWD, die Naval Architecture stammt von Azure, das Interieur von RWD und dem Pariser Studio Chahan. Das Layout fasst 14 Gäste und 39 Crew.
Das Markenzeichen ist ein Pool mit Glasboden auf dem Hauptachterdeck, der Tageslicht in den Beach Club fallen lässt, welcher sich über klappbare Balkone zum Meer öffnet. Auf dem Vorschiff liegt ein Touch-and-go-Helipad, auf dem Oberdeck ein nach vorn gerichteter Jacuzzi, dazu Spa, Sauna und Gym. Nichts davon drängt sich auf, und genau das ist auf diesem Niveau der Punkt.
Warum der Preis andere Eigner angeht
Die kolportierte Zahl, rund 400 Millionen Dollar, ist eine Schätzung und kein offengelegter Vertragspreis; Feadship bestätigt keine Baukosten. Selbst als Schätzung setzt sie eine Marke: Eine voll individuelle 100-Meter-Yacht von einer nordeuropäischen Spitzenwerft liegt nun in dieser Größenordnung. Wer die eigene Bau- oder Wiederverkaufskalkulation macht, liest Destiny als die Obergrenze, die der Markt trägt.
Sie kommt zudem, während die Nachfrage ganz oben trägt. Broker berichten von einem regen ersten Halbjahr 2026, und eine Ablieferung dieser Größenordnung an einen so sichtbaren Namen zeigt, dass die größten Eigner weiter Kapital in neues Metall stecken. Dieses Vertrauen stützt tendenziell die Werte der Boote, die schon im Wasser liegen.
Der Bau in Kürze
Destiny lief am 1. April 2026 bei Feadship in Makkum vom Stapel, absolvierte im Mai ihre Probefahrten und ging Anfang Juli an ihren Eigner. Das ist ein knapper Weg vom Stapellauf zur Ablieferung für eine Yacht dieses Volumens, und er deutet auf ein Programm, das lange vor dem Zuwasserlassen weit gediehen war.
Vorerst reiht sie sich in eine kurze Liste privater Yachten jenseits der 100 Meter ein, die meisten davon in den letzten Jahren abgeliefert. Ob Schwarzman sie rein privat hält oder verchartert, ist nicht öffentlich; mit 14 Gästen und 39 Crew ist sie für beides gebaut.