Heesens 57-Meter-Yacht Setteesettanta gibt dem Eigner ein privates Vordeck von 200 Quadratmetern

Ein ganzes Deck für eine Familie
Setteesettanta ist eine 57 Meter lange Full-Custom-Yacht ganz aus Aluminium, Baunummer 20857, inzwischen bei Heesen im Wasser und zur Ablieferung Ende 2026 vorgesehen. Sie ist mit 920 GT vermessen und bietet sechs Gastkabinen, die Außenlinien stammen von Omega Architects, das Interieur von Cristiano Gatto. Den Namen hat der Eigner selbst gewählt, und die Werft hat die Yacht um eine schlichte Vorgabe herum gebaut: Platz für Familie und enge Freunde statt einer Gästezahl im Charterformat.
Die Zahl, auf die es für einen Eigner ankommt, ist das Vordeck. Rund 200 Quadratmeter davon sind als privater Eignerbereich reserviert, über einen eigenen Zugang erreichbar und mit 180-Grad-Blick über den Bug. Das ist eine volle Deckfläche, die nie mit Gästen geteilt werden muss, auf einer Yacht mit nur sechs Kabinen.
Was der Aluminiumrumpf leistet
Die Plattform ist Heesens Fast Displacement Hull Form in Aluminium, kombiniert mit geringem Tiefgang. Zwei MTU-Diesel bringen 18 Knoten Höchstgeschwindigkeit, und für die Yacht sind 3.900 Seemeilen bei 12 Knoten angegeben, genug für eine Atlantikquerung. CEO Niels Vaessen deutete den Wiederholungsauftrag als Zeichen von Vertrauen und nannte die Yacht einen Ausdruck von "Heesens Kernwerten, mit ihrem Aluminiumrumpf, dem geringen Tiefgang und der präzisen Ingenieurskunst".
Für einen Käufer ist der Kompromiss der bekannte. Aluminium hält das Gewicht niedrig, und genau so macht eine 57-Meter-Yacht ein privates Deck von 200 Quadratmetern frei und behält trotzdem Transatlantikreichweite; Stahl hätte Verdrängung gebracht und damit höhere Kraftstoff- und Hafenkosten. Der geringe Tiefgang ist die andere Hälfte des Angebots: Er öffnet Ankerplätze und Liegeplätze in Marinas, die ein tiefer gehender Verdränger nicht erreicht.


Warum hier eine zweite Heesen zählt
Setteesettanta ist ein Wiederholungsauftrag. Die Eigner haben bereits eine Heesen und kamen für eine größere, vollständig individuelle Yacht zurück, und Stammkunden sind die Kennzahl, auf die Werften am genauesten schauen: Ein zweiter Auftrag ist ein Votum, das mit Geld hinterlegt ist - für den ersten Bau und für die Fähigkeit der Werft, ein Einzelstück statt einer Serienyacht abzuliefern.
Der Innenausbau begann beim weißen Blatt Papier. "Jedes Element ihres Interieurs wurde von Grund auf entworfen und bis ins letzte Detail verfeinert", sagte der Designer Cristiano Gatto. Für einen Eigner, der einen Full-Custom-Bau mit dem schnelleren Serienweg vergleicht, ist die Yacht ein anschauliches Beispiel dafür, was der Individualweg an Zeit kostet, nämlich eine mehrjährige Bauzeit, und was er dafür zurückgibt: einen Decksplan, der ganz um die Nutzung einer einzigen Familie herum geformt ist.