Inace baut ein Arbeitsschiff zur Enejota um, einem 47-Meter-Explorer im Wert von 120 Mio. BRL

Ein Versorgungsschiff von 2013, neu aufgebaut als 47-Meter-Explorer
Enejota lief 2013 als kommerzielles Offshore-Versorgungsschiff bei der Werft Arpoador in Brasilien vom Stapel. Inace Superyachts mit Sitz in Fortaleza im Bundesstaat Ceara hat den Rumpf entkernt und als 46,7-Meter-Explorer neu aufgebaut; die Werft bezeichnet das Projekt als einen der größten Yachtumbauten, die in Südamerika je ausgeführt wurden. Konstruktion und Außenlinien stammen vom brasilianischen Designer Fernando De Almeida.
Die umgebaute Yacht bringt ihre Gäste in sechs Suiten unter, verteilt auf rund 800 Quadratmeter Innen- und Außenfläche, und trägt achtern ein zertifiziertes Helideck. Den Antrieb liefern vier Caterpillar-Motoren mit je 1.450 PS, die Wasserstrahlantriebe treiben; die geschätzte Höchstgeschwindigkeit liegt bei knapp 20 Knoten. Die brasilianische Presse beziffert den Wert des fertigen Schiffs auf rund 120 Mio. BRL.
Warum der Umbau wieder auf der Liste der Käufer steht
Ein Rumpf aus Stahl oder Aluminium, der bereits existiert, bereits schwimmt und bereits kommerzielle Baustandards erfüllt, kann der schnellere und günstigere Weg zu einem großen Explorer sein als eine Neubaubestellung in einer Werftwarteschlange, die inzwischen Jahre umfasst. Enejota führt das vor: eine Arbeitsschiff-Plattform, verwandelt in einen 47-Meter mit Helideck, Langstreckentanks und einem Volumen, das ein Neubau von Grund auf deutlich teurer machen würde.
Die Kompromisse sind real. Ein umgebauter Rumpf schleppt die Linien, die Maschinenanordnung und die Zwänge seines ersten Lebens mit, und sein Wiederverkaufswert lässt sich schwerer einschätzen als der einer bekannten Serienyacht. Doch für einen Eigner, dem Reichweite, Deckfläche und ein Hubschrauber wichtiger sind als ein Prestigelabel, bringt ein solcher Umbau einen glaubwürdigen Explorer für einen Bruchteil eines vergleichbaren Custom-Preises aufs Wasser.
Eine in Brasilien gebaute Yacht, und ein Eigner laut Presseberichten
Enejota ist schon wegen ihres Bauorts bemerkenswert. Südamerika liefert nur selten ein Projekt in Superyacht-Größe, und Inace hat nun in Fortaleza einen 47-Meter-Explorer zu Wasser gebracht und ihn die brasilianische Küste hinunter nach Süden geschickt, mit ersten gemeldeten Stopps in Recife und weiter Richtung Santa Catarina.
Der Name Enejota gibt die Initialen NJ wieder, und brasilianische Medien schreiben die Yacht durchweg dem Fußballer Neymar Jr zu, auch wenn die Werft den Eigner nicht genannt hat. Genannt oder nicht, der Eigner bekommt etwas Seltenes: einen großen Explorer, dessen Baugeschichte im eigenen Land spielt, abgeliefert außerhalb der üblichen europäischen Lieferkette.