Riva lässt den ersten 96' Argo Super vom Stapel: 29-m-Flybridge für Cannes

Eine Flybridge auf dem offenen 96' Argo
Der 96' Argo Super misst 28,79 Meter bei 6,50 Meter Breite, und sein Argument ist das zusätzliche Deck: Wo der 96' Argo in der Standardversion als schlankeres offenes Boot fährt, setzt der Super eine vollwertige Flybridge mit neuer Bar und Tischen mit Mahagoni-Platten darauf. Die erste Einheit hat Riva am Standort La Spezia gebaut, der Werft für die Modelle zwischen 70 und 130 Fuß, und damit steht der Super nahe am oberen Ende der bekanntesten Baureihe der Gruppe - und nicht im Revier der Einzelbauten.
Der Entwurf entstand bei Officina Italiana Design, gemeinsam mit dem Product Strategy Committee und der Konstruktionsabteilung der Ferretti Group; es ist der gleiche hausinterne Weg, den jede neuere Riva genommen hat. Für einen Käufer, der diese Größenklasse abwägt, beantwortet der Super eine einfache Frage, die die offene Version offenlassen musste: Will man das niedrigere, schnellere Profil - oder den Schatten und die zweite Lounge, die eine Flybridge einbringt?
Der Antrieb und das überarbeitete Heck
Die erste Einheit fährt zwei MTU 12V 2000 M96X mit je 2.000 PS. Das ist ein vertrautes Paket für eine Gleityacht dieser Länge, und die Zahl, die ein Eigner wirklich spürt, ist das Verhältnis von Breite zu Länge, das dieser Antrieb bedient: genug Schub, um ein fast 29 Meter langes Flybridge-Boot in Gleitfahrt zu halten, ohne das Achterdeck zum Maschinenraum zu machen.
Den Heck- und Badebereich hat Riva so überarbeitet, dass er näher am Wasser liegt und den Heckspiegel als nutzbare Fläche öffnet statt nur als Badeplattform. Es ist der Teil des Bootes, den ein Eigner vor Anker jeden Tag nutzt, und ihn zurückzugewinnen ist für das Leben an Bord mehr wert als jede Höchstgeschwindigkeit in der Schlagzeile. Der Rest des Layouts folgt der aktuellen Riva-Formensprache, sodass ein Käufer, der die Marke kennt, alles am gewohnten Platz findet.


Warum das Debüt in Cannes zählt
Sein öffentliches Debüt gibt der Super im September auf dem Cannes Yachting Festival, wo die Ferretti Group das Auftragsbuch für eine neue Riva gern vor genau den Käufern öffnet, die am ehesten unterschreiben. Ein Erstexemplar, das zu Wasser gelassen und schon für eine September-Messe terminiert ist, ist eine Yacht, die die Werft in Serie verkaufen will, kein Einzelstück.
Für einen künftigen Eigner ist die Lesart schlicht: Riva hat die Lücke in der eigenen Baureihe geschlossen, und innerhalb der 96'-Linie heißt die Wahl jetzt Coupé oder Flybridge - statt eines Rumpfes, den man nimmt, wie er kommt. Das schützt den Wiederverkaufswert beider Versionen, weil keine von beiden die Kompromisslösung ist. Wie lange eine Bestellung von 2026 bis zum Wasser braucht, wird die Warteliste zeigen, die sich in Cannes bildet.