Sirena steigt mit 36m in die Superyachten ein und bleibt unter 300 GT

Sirenas bisher größter Rumpf, unter 300 GT gehalten
Sirena Yachts ließ die erste 118 am 14. Juli auf ihrer Werft in Yalova in der Türkei zu Wasser, einen 36 Meter beziehungsweise 118 Fuß langen Tri-Deck-Neubau und die größte Composite-Yacht, die die Werft je gebaut hat. Die Schiffsarchitektur stammt von German Frers, die Exterieurlinie vom hauseigenen Team von Sirena, das Interieur vom niederländischen Studio Cor D. Rover. Sie bietet bis zu sechs Gästekabinen und fährt mit zwei MAN-V-12-Motoren mit je 3.100 hp für 16 Knoten Höchstgeschwindigkeit, ein optionales Paket mit 3.800 hp hebt das auf 21 Knoten. Ihr öffentliches Debüt gibt die Yacht im September auf dem Cannes Yachting Festival.
Die Zahl, die das Boot neu rahmt, ist die Tonnage. Bei 36 Metern kommen die meisten Yachten über 500 GT, was einen schwereren kommerziellen Code, mehr Crew und eine höhere Rechnung für Gutachten und Betrieb auslöst. Sirena hat die 118 so gezeichnet, dass sie unter 300 GT bleibt. So bekommt ein Eigner Superyachtlänge auf einer Grundfläche, die eine kleinere Crew fahren und ein privater Eigner versichern kann, ohne in das volle kommerzielle Terrain zu wechseln. Sie ist neun Meter länger als das bisherige Flaggschiff der Werft, die 88, und der Gewinn an Volumen ist es, wohin das Geld fließt.
Ein zweigeschossiges Eigner-Loft, und ein wiederkehrender Käufer hat schon unterschrieben
Die Unterbringung des Eigners ist das Layout-Highlight. Die Suite auf dem Hauptdeck ist über eine private Treppe mit einem Raum auf dem Unterdeck verbunden, den Ali Onger von Sirena ein "Loft" nennt, eine Fläche, die der Kunde als Büro oder Hobbybereich ausbauen kann und die sich über einen ausklappbaren Balkon zum Wasser öffnet. Der erste Rumpf wurde nicht auf Spekulation gebaut: BOAT International berichtet, sie sei bereits an einen wiederkehrenden Sirena-Kunden verkauft, und der Bau sei vom Innenausbau des Unterdecks in Systeme, Teak und Lack übergegangen.
Dass ein wiederkehrender Eigner zum größten Boot der Werft aufsteigt, ist das leise Signal. Es zeigt, dass die Leiter der Serie funktioniert, denn ein Kunde, der bereits eine Sirena besitzt, ist bei der Marke geblieben, statt bei 30 Metern zu einem reinen Superyachthaus zu wechseln. Für Käufer, die von unten zuschauen, bedeutet es außerdem, dass hinter der 118 eine echte Eignervorgabe steht und keine Messeausstattung, was die Entscheidungen zum Layout bei Rumpf zwei und drei zu schärfen pflegt.


Die 118 ist die eine Hälfte eines zweigleisigen Vorstoßes nach oben
Der Stapellauf fällt in Sirenas 20. Jubiläumsjahr und ist mit einem zweiten, davon getrennten Schritt gekoppelt. Neben der Composite-Reihe, die inzwischen 48, 60, 68, 78, 88 und bis zur 118 umfasst, hat die Werft eine Linie aus Stahl und Aluminium eröffnet, beginnend mit einem 42,2 Meter langen Projekt mit 433 GT. Dieses größere Boot nutzt einen Fast-Displacement-Rumpf von Van Oossanen, Exterieurlinien von Luca Vallebona und ein Interieur von Hot Lab und wird zum Verkauf angeboten, während es durch die Lackierung geht.
Die 118 und die 42 sind zwei Werkstoffe mit derselben Richtung. Sirena baut eine Leiter, die einen Eigner vom Serien-Cruiser bis zur 42 Meter langen Stahl-Superyacht trägt, ohne die Marke zu verlassen, und die 118 ist die Sprosse, auf der sie in ein Terrain wechselt, das sonst größere und teurere Werften halten. Für einen Käufer liegt der Reiz in einem Semi-Custom-Hersteller mit einer langen Serie im Rücken, der nun Länge und Volumen anbietet, für die man früher bei einer unbekannten Werft von vorn anfangen musste. In Cannes entscheidet der Markt im September, ob der Sprung überzeugt.