DOM155

- Länge über alles: etwa 46,4 m (erste Einheit)
- Volumen: unter 500 GT
- Rumpf: Aluminium
- Motoren: 2 x Caterpillar C32
- Höchstgeschwindigkeit: etwa 16 Knoten
- Gäste / Crew: 10 / bis zu 8
- Kabinen: 5, Eignersuite plus optionale Kabine auf dem Oberdeck
- Erste Ablieferung: Anfang 2029
Das Flaggschiff der Baureihe
Baglietto stellte die DOM155 im Januar 2026 als größtes Modell der DOM-Linie vor. Mit etwa 46,4 Metern führt sie die Baureihe an die Spitze der Klasse unter 500 GT, an den Punkt, an dem eine Yacht echtes Volumen gewinnt und zugleich den schwereren Regeln oberhalb von 500 GT ausweicht. Die erste Einheit war bei der Vorstellung bereits verkauft und ist für Anfang 2029 zur Ablieferung vorgesehen. Die Nachfrage nach dieser Größe reichte aus, um einen Käufer zu binden, bevor die erste Einheit Gestalt annahm. Sie steht als vollste Ausprägung des DOM-Konzepts.
Das Modell beantwortet die Nachfrage von Eignern, denen die DOM-Linie gefiel, die aber mehr Größe wollten. Baglietto hat sie als die Länge eingeordnet, nach der Käufer gefragt hatten. Ihr Erscheinen rundet die Baureihe von 34,5 bis 46 Metern ab. Das Flaggschiff gibt der Linie erstmals ein klares oberes Ende. Die DOM155 gibt der Familie eine Yacht, um die sich eine Baureihe bauen lässt.
Die Spitze der DOM-Leiter
Die DOM-Linie fasst Bagliettos zeitgenössische Verdrängeryachten unter der Feder von Studio Vafiadis zusammen. Die DOM155 steht über der DOM133 und der DOM115 als Flaggschiff der Baureihe. Sie hält den Fokus der Familie auf Volumen und Komfort für lange Aufenthalte und ergänzt den Raum, den nur Länge bringen kann. Der Entwurf liest sich als vergrößerte Fassung des Konzepts, nicht als neue Richtung. Die Linie von der kleinsten Einheit bis zum Flaggschiff ist leicht zu erkennen.
Unter 500 GT zu bleiben, ist für die ganze Linie zentral, und die DOM155 schiebt sich bis dicht an diese Decke. Das hält Crew und Betrieb für eine Yacht ihrer Größe beherrschbar. Eigner gewinnen Flaggschiffformat, ohne in die andere Regulierungswelt oberhalb von 500 GT einzutreten. Die Wahl spiegelt, wie die Werft den Markt bei dieser Länge liest. Sie deckelt die Baureihe an ihrer natürlichen Obergrenze.
Bagliettos DOM-Flaggschiff erreicht 46 Meter und bleibt dabei in der 500-GT-Klasse.
Skulptural und niedrig
Stefano Vafiadis beschrieb den Rumpf als klar und skulptural, und das Exterieur trägt lange horizontale Linien über der Aluminiumstruktur. Die Bauweise ganz in Aluminium unterstützt Individualisierung und einen geringen Tiefgang. Die Decksfläche wächst mit der Länge und schafft Raum für größere Aufenthaltsbereiche vorn und achtern. Die erste Einheit soll zwei Infinity-Pools tragen, bei dieser Größe eine seltene Ausstattung. Wasser und offenes Deck werden zu einem prägenden Teil des Exterieurs.
Die zusätzlichen Meter gegenüber der DOM133 zeigen sich am stärksten in der Offenheit der Außendecks. Die Verglasung läuft lang an den Bordwänden entlang und zieht Tageslicht tief ins Interieur. Der geringe Tiefgang lässt das Flaggschiff dieselben stillen Ankerplätze erreichen wie seine kleineren Schwestern. Die Außenbereiche sind auf lange Aufenthalte in warmen Gewässern verteilt. Der Auftritt bleibt fest in der DOM-Familie.
Flaggschiffvolumen
Die DOM155 nimmt zehn Gäste in fünf Kabinen auf, angeordnet um eine volle Eignersuite mit der Option einer zusätzlichen Kabine auf dem Oberdeck. Das Volumen nahe 500 GT ergibt das größte Interieur der Linie. Aufteilung und Ausstattung stehen dem Eigner innerhalb der Plattform offen. Raumhöhen und Aufenthaltsflächen erreichen hier ihr volles Maß. Die Kabinenoption auf dem Oberdeck lässt einen Eigner eine weitere Suite ergänzen, wenn das Briefing es verlangt.
Die Crewunterbringung fasst bis zu acht Personen, bemessen für privaten Service auf langen Reisen. Das Flaggschiff nutzt seine Länge, um Gäste- und Eignerbereiche über die Decks zu verteilen. Raum ist Wellnessbereichen ebenso gewidmet wie formalen Salons. Der größere Rumpf erlaubt Ausstattungen und Volumina, die die kleineren DOM schlicht nicht tragen können. Das Interieur ist an der Spitze der Baureihe für längere Zeit an Bord gebaut.
Ruhig und flach
Zwei Caterpillar C32 treiben die DOM155 in klassischer Verdrängermanier auf eine Höchstgeschwindigkeit von etwa 16 Knoten. Der Aluminiumrumpf hilft der Effizienz und hält den Tiefgang für diese Größe gering. Die Auslegung bevorzugt leises, sparsames Fahren vor Geschwindigkeit, im Einklang mit dem Rest der Linie. Vollständige Reichweitenangaben waren bei der Vorstellung noch nicht veröffentlicht. Der Fokus bleibt auf komfortablem Reisen statt auf Tempo.
Die DOM155 passt zu einem Eigner, der Flaggschiffvolumen will, ohne in das Gebiet oberhalb von 500 GT und dessen schwerere Anforderungen zu wechseln. Sie funktioniert für lange Mittelmeersaisons und weitere Ozeanfahrten mit einer Crew, die für diese Länge bescheiden bleibt. Das Format nahe 500 GT gibt Raum für größere Eignergruppen. Die Ablieferung der ersten Einheit 2029 wird zeigen, wie sich der Entwurf im Betrieb schlägt. Als jüngstes Modell trägt sie das neueste Denken der Linie.
Design
- Exterieurdesign: Stefano Vafiadis (Studio Vafiadis)
- Interieurdesign: Leonardo Santi (interiors of the first unit)
- Konstruktion: Baglietto (in-house engineering)
Für wen: Ein Eigner, der das DOM-Konzept im Flaggschiffformat will, mit dem größten Innenvolumen der Baureihe und der betrieblichen Leichtigkeit, unter 500 GT zu bleiben.