Ecstasea

| Länge über alles | 85,95 m |
|---|---|
| Vermessung | 2.107 GT |
| Breite | 11,5 m |
| Ablieferung | 2004 |
| Werft | Feadship (De Voogt Naval Architects) |
| Interieurdesign | Terence Disdale |
| Antrieb | kombiniert Diesel und Gasturbine von General Electric |
| Höchstgeschwindigkeit | rund 33 Knoten, Reichweite rund 5.000 Seemeilen bei 15 Knoten |
Die größte und schnellste ihrer Zeit
2004 mit 85,95 Metern abgeliefert, war Ecstasea die bis dahin größte Yacht, die Feadship gebaut hatte. Sie fiel durch Tempo ebenso auf wie durch Größe, mit einem schlanken Rumpf, der für eine Höchstgeschwindigkeit von rund 33 Knoten konstruiert war. Diese Kombination aus Länge und Geschwindigkeit war für eine Verdränger-Superyacht ihrer Zeit höchst ungewöhnlich. Sie markierte einen mutigen Schritt der Werft in sehr große schnelle Yachten. Ihr schmaler, messerartiger Rumpf hob sie von den breiten Verdrängeryachten ihrer Zeit ab.
Ihr Platz in der Werftgeschichte ist der einer technischen Aussage. Einen Rumpf zu bauen, der bei fast 86 Metern mehr als 30 Knoten läuft, verlangte schmale Breite und ernsthafte Antriebstechnik. Sie bewies, dass Feadship Geschwindigkeit in Flaggschiffgröße abliefern kann, ohne die Verarbeitung aufzugeben. Zwei Jahrzehnte später bleibt sie eine der eigenständigsten schnellen Yachten der Werft. Wenige Yachten ihrer Länge haben ihr Tempo seither erreicht.

Ein schlanker Rumpf für Geschwindigkeit
Exterieur und Konstruktion stammen von De Voogt, das Ecstasea einen langen und schmalen Rumpf mit einer Breite von nur 11,5 Metern gab, um ihr zu hoher Geschwindigkeit zu verhelfen. Das Profil ist schnittig und zweckmäßig, mit einem flachen, schnellen Auftritt auf dem Wasser. Der Stahlrumpf trägt Aluminiumaufbauten, um Gewicht zu sparen. Die Proportionen lesen sich für ihre Länge athletisch und schlank. Sorgfältige Gewichtskontrolle zog sich durch den ganzen Bau, um ihre Geschwindigkeit zu stützen.
Das Exterieur verbirgt vorn ein cleveres Stück Technik. Unter dem Vordeck liegt unter verschiebbaren Decksegmenten ein Hubschrauberhangar, mit einer Hebeplattform, die das Fluggerät zum Landen auf Deckhöhe bringt. Breite Decks geben Eigner und Gästen Platz, schnelle Passagen ebenso zu genießen wie ruhige Ankerplätze. Das Layout hält sie beim Fahren wie beim Zurücklegen langer Strecken in Tempo gleichermaßen zu Hause. Ihre Außenbereiche nutzen die zügigen, offenen Passagen, für die sie gebaut wurde.

Eine 85,95 Meter lange Feadship mit Gasturbine und schlankem Rumpf, gebaut für rund 33 Knoten.

Terence Disdale unter Deck
Das Interieur stammt von Terence Disdale, dem Designer, der für einen entspannten und natürlichen Stil auf Basis von Textur und Licht bekannt ist. Ecstasea nimmt 15 Gäste in acht Kabinen auf, getragen von einer Crew von rund 24 Personen. Die Eignerräume erhalten einen großzügigen privaten Bereich abseits der Gästewege. Disdales Ansatz gibt dem Interieur eine warme, resortartige Ruhe, die das Tempo der Yacht ausgleicht. Natürliche Texturen und weiche Töne ziehen sich durch die Gästebereiche.
Das Volumen eines 86 Meter langen Rumpfs erlaubt trotz der schmalen Breite großzügige Gesellschafts- und Privaträume. Es ist Platz für Essen, Lounges und Wellnessbereiche über die Decks verteilt. Feine Materialien und die Feadship-Tischlerarbeit geben den Räumen echte Tiefe. Das Interieur bleibt heiter, während die Maschinen darunter die harte Arbeit erledigen. Durch ihre Verglasung dringt Licht tief in die Yacht.


Antrieb mit Gasturbine
Das technische Herz von Ecstasea ist ein kombiniertes Antriebspaket, das ihrer Dieselleistung für schnelles Fahren eine Gasturbine von General Electric hinzufügt. Diese Anordnung bringt sie auf eine Höchstgeschwindigkeit von rund 33 Knoten und eine schnelle Marschfahrt von knapp 25 Knoten. Ihre Reichweite erreicht bei sparsameren 15 Knoten rund 5.000 Seemeilen. Der Aufbau gibt ihr eine seltene Mischung aus Sprintgeschwindigkeit und echter Hochseereichweite. Ihr Stahlrumpf und ihre Aluminiumaufbauten ergeben zusammen eine Vermessung von 2.107 GT.
Eine Gasturbine auf einer privaten Yacht zu betreiben, ist ein ernsthaftes technisches Vorhaben, das wenige Bauer versuchen. Der schlanke Rumpf und die sorgfältige Gewichtskontrolle waren unerlässlich, um die Geschwindigkeit möglich zu machen. Die Systeme wurden auf Zuverlässigkeit über lange, schnelle Passagen gebaut. Die Maschinenanlage macht sie zu einer der ehrgeizigsten schnellen Feadships ihrer Zeit. Ihr Turbinenschub steht bereit, wenn ein Eigner Druck machen will.
Eine schnelle Yacht für einen mutigen Eigner
Ecstasea erfüllt das Lastenheft eines Eigners, der die Länge eines Flaggschiffs mit dem Tempo einer viel kleineren Yacht wollte. Ihre Gasturbine und ihr schmaler Rumpf gaben ihr beim Stapellauf einen Charakter, wie ihn kaum ein anderes Schiff hatte. Yachten mit so viel technischer Geschichte halten eine dauerhafte Faszination weit über ihr Datenblatt hinaus. Sie bleibt eine schnelle Yacht mit Markenzeichencharakter in den Büchern der Werft. Ihre Seltenheit hält das Interesse an ihr über die Jahre hoch.
Einem Eigner bietet sie die Fähigkeit, Strecke schnell zu machen und ferne Ankerplätze aus eigener Kraft zu erreichen. Das Tempo passt zu einem Käufer, der zügig zwischen Revieren wechseln will. Die Größe gibt trotz des schnellen Rumpfs großzügigen Platz für Familie und Gäste. Ecstasea steht als eine der mutigsten technischen Aussagen, die Feadship abgeliefert hat. Ihre Mischung aus Geschwindigkeit und Raum ist in ihrer Länge noch immer selten.
Motoren und Technik
| Main engines | Four MTU 16V4000 M70 diesels (about 3,000hp each) plus one General Electric LM2500 gas turbine (about 30,843hp) driving twin screws plus a waterjet for turbine boost. Combined output is reported between roughly 42,800 and 46,800hp depending on outlet. Top speed is reported at 33 knots, up to 35 knots on sea trials; cruising speed on diesels alone is reported at 22 to 25 knots |
|---|---|
| Stabilizers | Rolls-Royce retractable fin stabilizers, plus a separate at-anchor stabilization system |
| Bow thruster | Jastram bow thruster, 250kW |
| Fuel tankage | 256,500 litres per most brokerage listings, though a competing figure of roughly 138,000 litres also circulates and is treated here as an unresolved discrepancy |
| Fresh water tankage | 96,140 litres, supplemented by a desalination plant producing 50,000 litres a day |
| Range | 5,000 nautical miles at 15 knots cruising, the one figure with no reported discrepancy across sources |
Was Eigner und Crew berichten
Owner identity (original)
Commissioned by Russian billionaire Roman Abramovich and delivered in 2004 as the largest Feadship built to date.
Boat InternationalDesign brief
Reportedly commissioned after Abramovich owned the 49.5 metre Sussurro and wanted far more interior volume without giving up speed; the brief grew from an initial target near 20 knots to a design exceeding 30 knots via combined diesel and gas-turbine power.
YachtBuyerSea trial performance
Reportedly exceeded her own design speed target on sea trials, reaching as high as 35 knots against a design target in the low 30s.
YachtBuyerFirst change of ownership
Sold by Abramovich to Pakistani billionaire Alshair Fiyaz in June 2009 through brokers Merle Wood.
WikipediaCurrent owner confirmation
Coverage of a 2022 Bermuda port call describes the yacht as currently thought to be owned by Alshair Fiyaz, press language short of a confirmed registry fact.
The Royal GazetteDesign award
Terence Disdale's interior won Best Power Interior at the International Superyacht Society Awards in 2005.
YachtBuyerNotable incident
On 15 December 2019 the yacht's observation platform struck the Simpson Bay Bridge control booth in St Martin after veering off course in high wind and current while docking; the booth was destroyed, the operator was unhurt and the yacht suffered only minor damage.
Newsweek
Was gut ist und worauf zu achten ist
Stärken
- A genuine speed-for-size breakthroughFour MTU 16V4000 M70 diesels plus a General Electric LM2500 gas turbine give a reported 33-plus knots, up to 35 on trials - an unusual hybrid propulsion approach for an 86 metre yacht in 2004, and still cited as one of the fastest large yachts ever built.
- Record-holder at deliveryThe largest yacht Feadship had built at her 2004 delivery, a title she held until later Feadship flagships surpassed her.
- Award-winning interiorTerence Disdale's interior won Best Power Interior at the 2005 International Superyacht Society Awards.
- One consistent hard numberRange is reported at 5,000 nautical miles at 15 knots across every independent listing checked, giving real confidence in that one figure even where others conflict.
Worauf zu achten ist
- Materially inconsistent published specificationsGuest capacity is reported as both 15 and 14 across different outlets, cabin count varies between 8, 7 and 6, and crew is given as 24, 25 or 27 depending on the source. No single figure can be called authoritative.
- Unreconciled fuel tankage figuresMost brokerage listings state 256,500 litres of fuel, but a competing figure of roughly 138,000 litres also circulates and could not be reconciled against a shipyard-level source.
- Ownership prices are unconfirmedEvery sale price ever quoted in press coverage for Ecstasea is a press estimate, not a confirmed transaction figure, and no primary source settles what she actually changed hands for in 2009.
- A documented handling incidentThe December 2019 collision with the Simpson Bay Bridge control booth in St Martin, attributed to high wind and current overcoming control while docking in a narrow lagoon entrance, is a public, video-documented incident.
Praktische Angaben
| Reported build cost | No shipyard-sourced build cost found in any outlet searched. One low-detail aggregator lists an estimated value of USD 200 million, which reads as a current valuation rather than a sourced original build cost and is not corroborated elsewhere |
|---|---|
| Reported annual running cost | Not publicly reported by any source found for this specific yacht |
| Charter status | Private yacht. YachtCharterFleet lists her explicitly as not available for charter, and CharterWorld's own listing carries a disclaimer that she is not necessarily available for charter or sale |
| Refit history | Most listings cite a refit in 2011; Superyachts.com instead cites 2009, a discrepancy that could not be resolved against a primary refit-yard record |
| Not publicly known | The confirmed current beneficial owner (press only says Fiyaz is believed to own her); the verified 2009 transaction price; original build cost; independently audited running costs; generator load and fuel-burn figures beyond the basic generator model |
Für wen: Der Eigner, der Flaggschifflänge mit dem Tempo einer viel kleineren Yacht will und zwischen weit entfernten Revieren sprinten möchte.