8. Oktober 2026 · Yotters, unabhängiger Yacht-Journalismus
Yotters
Feadship · Full custom flagship

Project 821 (Breakthrough)

Project 821, abgeliefert als Breakthrough, ist die weltweit erste Superyacht mit Wasserstoff-Brennstoffzelle: eine 118,8 Meter lange Feadship, die rund eine Woche vor Anker liegen kann, ohne vor Ort Emissionen zu erzeugen. Sie ist die größte je in den Niederlanden gebaute Yacht und der bislang deutlichste Beleg dafür, dass eine emissionsfreie Superyacht baubar ist.
MotorDisplacement motor yacht118.8 m LOA2025
Project 821 (Breakthrough) - Feadship
Foto: Feadship
Feadship Project 821 (Breakthrough) - Technische Daten
118,8 m Länge über alles (390 ft), 7.247 GT
Weltweit erste Superyacht mit Wasserstoff-Brennstoffzelle
Brennstoffzellensystem ca. 3,2 MW, flüssiger Wasserstoff bei -253 C
Rund 4 Tonnen Wasserstoff, deckt die gesamte Hotellast
Reichweite ca. 6.500 nm bei 14 Knoten, hybrid dieselelektrisch
Exterieur und Interieur von RWD, 14 Balkone
Größte je in den Niederlanden gebaute Yacht
Stapellauf Amsterdam 2024, Probefahrten vor IJmuiden, Wasserstoffbunkerung 2025

Die erste ihrer Art

Project 821, unter dem Namen Breakthrough abgeliefert, ist die weltweit erste Superyacht, die mit einer Wasserstoff-Brennstoffzelle fährt. Feadship hat fast ein Jahrzehnt gebraucht, um aus diesem Satz statt einer Forschungsabsicht eine 118,8 Meter lange Yacht zu machen, die 2024 die überdachte Halle in Amsterdam verließ. Nichts davon ist eine Nachrüstung oder eine Geste. Das Wasserstoffsystem wurde zuerst entworfen, und die Yacht wurde darum herum gebaut.

Bedeutsam ist nicht die Neuheit, sondern der Beleg. Vor Breakthrough war die emissionsfreie Superyacht eine Folie in einem Konferenzvortrag. Jetzt liegt ein Rumpf im Wasser, der rund eine Woche vor Anker liegen kann, ohne vor Ort irgendwelche Emissionen zu erzeugen, und dabei Licht, Klimaanlage, Kombüse und Systeme vollständig aus Wasserstoff speist. Das ist der Teil der tatsächlichen Nutzung einer großen Yacht mit dem höchsten CO2-Anteil, und genau diesen Teil hat Feadship zuerst gelöst.

Wie der Wasserstoff arbeitet

Im Zentrum der Yacht steht ein Brennstoffzellensystem von rund 3,2 Megawatt, gespeist aus flüssigem Wasserstoff in einem kryogenen Tank bei minus 253 Grad Celsius. Diese Temperatur ist der schwierige Teil. Wasserstoff wird erst dicht genug, um ihn in nutzbarer Menge mitzuführen, wenn er nahe an den absoluten Nullpunkt heruntergekühlt wird, und ihn dort an Bord einer fahrenden Yacht sicher zu halten, war ein Problem, das die maritime Industrie in dieser Größenordnung zuvor nicht gelöst hatte.

Der Tank fasst rund vier Tonnen flüssigen Wasserstoff, genug für die Hotellast, also den alltäglichen Strombedarf, der anfällt, ob die Yacht fährt oder nicht. Wenn die Brennstoffzellen diesen Wasserstoff in Elektrizität umwandeln, entsteht als einziges Nebenprodukt Wasser. Es gibt keine Verbrennung, keinen Abgasstrom und kein Maschinengeräusch, weshalb das Erlebnis vor Anker näher an der Stille liegt als alles, was eine konventionelle Yacht dieser Größe bieten kann.

Eine emissionsfreie Superyacht war einmal eine Folie auf einer Konferenz. Breakthrough ist die Einheit, die daraus Wirklichkeit gemacht hat.

Eine Yacht, um einen Tank herum gebaut

Breakthrough ist die größte Yacht, die Feadship je gebaut hat, und die größte, die je in den Niederlanden zu Wasser gelassen wurde, mit 118,8 Metern und 7.247 GT. Ein Teil dieser Größe folgt unmittelbar aus der Technik. Die kryogene Wasserstoffanlage und ihre Sicherheitszonen brauchen echtes Volumen, und die Konstruktion musste wachsen, um sie unterzubringen, ohne den Innenraum aufzugeben, den Eigner auf diesem Niveau erwarten.

Exterieur und Interieur stammen von RWD, Edmiston vertrat den Eigner über den Bau hinweg. Die Yacht trägt vierzehn Balkone, so viele Rumpföffnungen wie keine Feadship zuvor, ein Detail, das zeigt, wie weit der Entwurf Glas und Tageslicht in einen Rumpf hineingedrückt hat, der zugleich eine Antriebsanlage der ersten Generation aufnehmen musste. Das Ergebnis liest sich als moderne Feadship und nicht als Forschungsprojekt in Yachtkleidern.

Leistung, Reichweite und wie sie fährt

Die Wasserstoff-Brennstoffzellen tragen die Hotellast. Für die Fahrt sorgt eine hybride dieselelektrische Anlage, denn die Energiedichte, die man braucht, um Ozeane allein mit Wasserstoff zu queren, gibt es noch nicht. Die Installation kombiniert zwei MTU-Generatoren mit 900 Kilowatt und drei mit 2.500 Kilowatt mit sechzehn PowerCell-Wasserstoffeinheiten zu je 185 Kilowatt, eine Auslegung, die der Yacht erlaubt, jeweils die passende Quelle zu nutzen.

Diese Kombination ergibt eine Reichweite von rund 6.500 Seemeilen bei 14 Knoten, also echte Hochseefähigkeit. Breakthrough lief im Mai 2024 am Amsterdamer Dock vom Stapel und absolvierte im November desselben Jahres ihre ersten Probefahrten vor IJmuiden, die Wasserstoffbunkerung folgte 2025. Die gestaffelte Inbetriebnahme zeigt, wie viel daran neu war, nicht nur für Feadship, sondern auch für die Häfen und Zulieferer um sie herum.

Was das für die Flotte bedeutet

Die berichteten Kosten liegen bei rund 600 Millionen Euro, verkauft wurde die Yacht hausintern bei Edmiston. Feadship hat nie bestätigt, wem sie gehört, und wir handeln nicht mit Eignernamen. Bei einem Bau der ersten Generation zählt der Eigner weit weniger als die schlichte Tatsache, dass jemand bereit war, das Risiko zu finanzieren.

Das ist die eigentliche Geschichte von Project 821. Eine Werft, ein Eigner und eine lange Kette von Zulieferern haben die Kosten und die Unsicherheit auf sich genommen, um zu belegen, dass Wasserstoff in dieser Größenordnung funktioniert, und der Rest der Branche hat nun einen Bezugspunkt, den es zuvor nicht gab. Ob die nächste Wasserstoff-Feadship in drei oder in zehn Jahren kommt, jede von ihnen wird sich auf diesen Rumpf zurückführen lassen.

What happened after delivery

Breakthrough did not stay with the family who commissioned her. Bill Gates never boarded the finished yacht, and Feadship's landmark hydrogen project was quietly remarketed within about a year of delivery. Canadian waste-management entrepreneur Patrick Dovigi bought her in a deal reported at more than USD 650 million, becoming the owner who has actually put the technology to work at sea.

Running her has proven expensive in ways a conventional yacht would not be. Her first annual class survey and maintenance program, carried out at the MB92 yard in La Ciotat over about a month in mid-2026, was reported at around USD 5 million, largely spent inspecting the cryogenic hydrogen installation alongside the five MTU generator sets and the twin ABB azimuth propulsion pods. And because the fuel cells cannot yet cover a transoceanic passage on their own, moving the yacht from Europe to Miami under her new owner meant loading roughly 605,000 litres of conventional fuel at a single stop, a bill reported at about USD 435,000. The zero-emission story holds up at anchor. Getting the yacht across an ocean still means a diesel bill like any other superyacht her size, which is the honest limit of where the technology stands today. That gap between the anchor-side promise and the open-ocean reality is exactly what the rest of the industry is watching Breakthrough to answer over the coming years.

Motoren und Technik

Hydrogen fuel-cell system16 PowerCell H2 fuel-cell modules producing about 3.2 MW combined, fed by liquid hydrogen stored at minus 253 C in a 92 cubic metre vacuum-insulated Type C tank supplied by MAN Cryo, holding about 4 tonnes (BOAT International, Luxurylaunches agree)
Backup and hybrid powerThree MTU 2,500 kW and two MTU 900 kW diesel generator sets, switching to conventional diesel-electric power when hydrogen is unavailable or for ocean crossings (BOAT International, Wikipedia)
PropulsionTwin ABB 3,200 kW azimuth pods, top speed 17 knots, range about 6,500 nm at 14 knots (Wikipedia, Luxurylaunches)
Hull and naval architectureDe Voogt Naval Architects, steel hull with aluminium superstructure, 118.8 m LOA, 19.0 m beam, 7,247 GT (Wikipedia)
AccommodationReported inconsistently across the trade press: cabin counts of 12, 13 and 15 all appear for the same 30-guest capacity, and crew is reported as 43 or 44. Both ranges are given here rather than picked, per the two-source rule

Was Eigner und Crew berichten

Was gut ist und worauf zu achten ist

Stärken

  • A working zero-emission system, not a conceptThe hydrogen fuel cells genuinely cover the hotel load, roughly 70 to 78 per cent of a yacht's annual energy use, letting Breakthrough sit at anchor for about a week producing only water as exhaust, the first time this has been proven at superyacht scale.
  • Engineering that reshaped the hullFeadship grew the design specifically to house a 92 cubic metre cryogenic tank and its safety zones, and still delivered the largest yacht ever built in the Netherlands, at 118.8 m and 7,247 GT, with 14 balconies and seven fold-out platforms.

Worauf zu achten ist

  • Cannot yet cross an ocean on hydrogenThe fuel cells cannot power a transoceanic passage. Long-range cruising still means loading hundreds of thousands of litres of conventional or biofuel diesel, as the delivery run to Miami showed.
  • Very expensive to keep runningA single early maintenance cycle was reported at about USD 5 million, and the first Atlantic refuelling stop alone cost roughly USD 435,000, costs a buyer of a pioneering system should expect to sit well above a conventional yacht of the same size.

Praktische Angaben

Reported priceAsking price reported at approximately EUR 600 million / USD 645 to 650 million; sold to Patrick Dovigi in a deal reported at over USD 650 million. Figures are press-reported, not an official Feadship price (BOAT International, Wikipedia, Supercar Blondie).
Reported running costFirst annual maintenance program reported at about USD 5 million in 2026, on top of normal crew, insurance and berthing for a roughly 44-crew, 118.8 m yacht (Luxurylaunches).
Fuel for long rangeHydrogen covers hotel load only. An Atlantic crossing under diesel or biofuel power was reported to need about 605,000 litres, costing roughly USD 435,000 at a single stop (Supercar Blondie).
Bunkering infrastructureReceived the first liquid-hydrogen bunkering ever supplied to a superyacht in the Netherlands, in June 2025, which required new regulatory sign-off (BOAT International).
Not publicly knownAn official Feadship-confirmed sale price, the exact cabin count (reported variously as 12, 13 or 15), and independent third-party verification of the claimed one-week zero-emission endurance at anchor.

Design

ExterieurdesignRWD (Redman Whiteley Dixon)
KonstruktionFeadship - De Voogt Naval Architects

Für wen: Ein Eigner, der bereit ist, Technik der ersten Generation zu finanzieren und seinen Namen hinter den Weg der Branche zur Emissionsfreiheit zu stellen.

Richtpreis: Berichteter Angebotspreis rund EUR 600 Millionen / USD 645 Millionen, hausintern bei Edmiston verkauft. Die Zahlen stammen aus der Presse und sind kein offizieller Feadship-Preis.

Modellprofil, zusammengestellt von Yotters aus Angaben von Feadship und öffentlichen Quellen. Bildnachweis wie angegeben.
Yotters-RedaktionChefredakteur: Leon SolimanRedaktionelle Standards
Recherchiert aus Primärquellen: BOAT International, Wikipedia, Luxurylaunches, Supercar Blondie, SuperYachtFan, Megayacht News.

Weitere Feadship Modelle

Feadship

Symphony

Feadship

Moonrise

Feadship

Madame Gu

Partner werden

Feadship-Eigner gehören auf Yotters.

Tragen Sie Ihre Marke ein, übernehmen Sie Ihr Profil oder planen Sie eine Kampagne mit der Redaktion, die Eigner, Broker und Werften zuerst lesen.

Ich interessiere mich für Feadship

Das Yotters Briefing

Die Yachtwelt, jeden Morgen gelesen.

Die Themen, die die Yachtwelt bewegen, bevor der Markt sich bewegt. Lesen Sie mit den Eignern, Brokern und Werften, die den Tag mit Yotters beginnen.