25. Juli 2026 · Yotters, unabhängiger Yacht-Journalismus
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Feadship · Full custom

Madame Gu

Madame Gu ist eine 99 Meter lange Feadship, 2013 abgeliefert und 2014 zur World Superyacht of the Year gekürt. Andrew Winch zeichnete Exterieur und Interieur und legte klassische Detaillierung in ein zeitgenössisches Profil, angetrieben von vier MTU-Motoren.
MotorFull-custom displacement motor yacht99 m LOA2013

Eine Rekordbrecherin aus Makkum

Gebaut auf der Feadship-Werft in Makkum und 2013 abgeliefert, kam Madame Gu als eine der größten Yachten, die die Niederlande hervorgebracht hatten. Mit 99 Metern und 2.920 GT bleibt sie knapp unter der symbolischen 100-Meter-Linie, eine Wahl, die sie innerhalb nützlicher regulatorischer Schwellen und Liegeplatzgrenzen hält. Ihr Stahlrumpf trägt Aluminiumaufbauten und Teakdecks in der klassischen Feadship-Art. Ihr Erscheinen stellte sie unter die allergrößten niederländisch gebauten Yachten ihrer Generation. Sie bestätigte die Fähigkeit der Werft, ein echtes Flaggschiff mit Full-Custom-Verarbeitung abzuliefern.

Die Anerkennung folgte rasch. Bei den World Superyacht Awards 2014 holte sie den Gesamttitel Superyacht of the Year, die höchste Auszeichnung der Branche. Dieser Preis stellte sie unter die feinsten großen Yachten auf dem Wasser und markierte das Projekt als Höhepunkt für die Werft. Mehr als ein Jahrzehnt später hat sie vor Anker noch immer eine gebietende Präsenz. Madame Gu bleibt eine der prägenden Feadships der frühen 2010er Jahre.

Andrew Winch zeichnet die ganze Yacht

Exterieur und Interieur stammen beide von Andrew Winch Designs, was Madame Gu eine seltene Geschlossenheit von der Wasserlinie bis zum Oberlicht gibt. Das Profil ist zeitgenössisch und selbstsicher, geprägt von einem kräftigen Deckssprung und klarer Verglasung, die ihre erhebliche Höhe mit Anmut trägt. Eine Breite von gut 15 Metern gibt ihr echtes Innenvolumen und eine stabile Plattform auf See. De Voogt Naval Architects verantwortete die Konstruktion unter der Gestaltung. Das Ergebnis ist ein Flaggschiff, das modern aussieht und zugleich Tradition mit sich trägt.

Die Außendecks sind für das Leben in warmen Revieren angelegt. Großzügige Sonnendecks, beschattete Terrassen und ein Whirlpool bieten Eigner und Gästen im Tagesverlauf unterschiedliche Orte. Ein Hubschrauberdeck erweitert ihren Aktionsradius in abgelegene Ankerplätze, wo eine Marina weit entfernt ist. Teakbeläge und großzügige Außenlounges geben ihr das Gefühl eines großen Anwesens auf dem Wasser. Die Außenbereiche sind so angeordnet, dass sie die weiten Blicke von jeder Ebene bestmöglich nutzen.

Eine 99 Meter lange Feadship, gekrönt zur World Superyacht of the Year, innen wie außen von Andrew Winch gezeichnet.

Klassisches Detail in einem modernen Rumpf

Innen verband Winch zeitgenössische Linien mit klassischer Detaillierung, eine Balance, die dem Interieur Feierlichkeit gibt, ohne schwer zu wirken. Sie nimmt 12 Gäste in sechs Suiten auf, eine für ihre Größe bescheidene Zahl, die sich in ungewöhnlich weiten Kabinen und Gesellschaftsräumen niederschlägt. Die Eignerräume beanspruchen einen privaten Abschnitt der Yacht, abgeschirmt gegen Gäste- und Servicewege. Materialien und Tischlerarbeit sind auf dem Niveau ausgeführt, das eine Feadship ausmacht. Feine Hölzer, Stein und Metall setzen durchweg einen reichen, überlegten Ton.

Das Volumen eines 99 Meter langen Rumpfs erlaubt es dem Interieur, ganze Räume einer einzigen Nutzung zu geben. Es ist Platz für großes Dinieren, ruhige Lounges und Wellnessbereiche abseits der lebhafteren Decks. Eine große Crew von bis zu 36 Personen versorgt die Gäste, ohne ihnen je den Raum eng zu machen. Durch große Fenster auf jedem Deck flutet Licht in die Gästebereiche. Das Ergebnis liest sich als private Residenz auf See, abgestimmt auf lange Törns in Komfort.

Vier MTU-Motoren und echte Reichweite

Madame Gu fährt mit vier MTU-Motoren der Baureihe 20V 4000, ein kräftiges Paket für einen Verdrängerrumpf von knapp 3.000 GT. Die Anordnung soll eine große Yacht mit echtem Tempo bewegen und dabei den Komfort halten, den man von einem Flaggschiff erwartet. Ihre Tanks stützen lange Ozeanpassagen zwischen den Tankstopps. Die Konstruktion hält die Bewegungen gesetzt, wenn die See aufkommt. Ihr tiefer Tiefgang von 4,6 Metern und der breite Rumpf geben ihr eine schiffsähnliche Ruhe auf See.

Die Systeme auf einer Yacht dieses Werts sind mit Redundanz ausgelegt, damit ein Fehler in einem Bereich das Leben an Bord nicht unterbricht. Die Größe des Rumpfs erlaubt große Technik- und Stauräume, die lange Zeiten fern vom Hafen stützen. Die Stabilisierung hält sie vor Anker ebenso ruhig wie in Fahrt. Alles an ihrer Maschinenanlage ist auf zuverlässiges Fahren über weite Strecken ausgelegt. Das Volumen des Rumpfs erlaubt zudem große Tanks für erweiterte Autonomie.

Ein preisgekrönter Vermögenswert

Madame Gu erfüllt ein klares Lastenheft für einen Eigner, der Größe, Präsenz und die Rückversicherung der höchsten Auszeichnung der Werft will. Ihr Titel Superyacht of the Year ist ein Qualitätszeichen, das ihrem Wert über die Jahre folgt. Yachten dieser Größe und Herkunft wechseln selten den Eigner, weshalb das Interesse hoch bleibt, sobald eine von ihnen auftaucht. Sie ist ein echtes Flaggschiff für einen gebundenen Eigner. Ihre große Breite und ihr weites Volumen geben ihr eine Präsenz, die wenige Yachten ihrer Länge erreichen.

Dem Eigner bietet sie großes Gastgeben, großzügige Privaträume und die Reichweite eines echten Hochseefahrers. Die Größe passt zu großen Familiengruppen und langen Reisen in echtem Komfort. Eine 99 Meter lange Yacht zu betreiben, ist ein langfristiges Vorhaben, weshalb sie natürlich zu einem Eigner passt, der ein Flaggschiff über Jahre halten will. Madame Gu bleibt eine der meistgefeierten niederländischen Yachten ihrer Zeit. Ihre Auszeichnung zieht überall dort Aufmerksamkeit an, wo sie fährt.

Für wen: Der Eigner, der ein preisgekröntes 99-Meter-Flaggschiff mit großen Gesellschaftsräumen und der Herkunft aus der höchsten Auszeichnung der Werft will.

Modellprofil, zusammengestellt von Yotters aus Angaben von Feadship und öffentlichen Quellen. Bildnachweis wie angegeben.
Yotters-RedaktionChefredakteur: Leon SolimanRedaktionelle Standards

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