Savannah

| Länge über alles | 83,5 m |
|---|---|
| Vermessung | 2.250 GT |
| Breite | 12,5 m |
| Ablieferung | 2015 |
| Werft | Feadship (Aalsmeer) |
| Design | CG Design (Exterieur und Interieur) |
| Antrieb | Hybrid, ein Dieselmotor plus Azipull-Ruderpropeller, fünf Modi |
| Gäste / Crew | rund 12 / rund 22 bis 26 |
Die Yacht, die die Hybridära eröffnete
Savannah verdiente sich ihren Platz in der Yachtgeschichte als weltweit erste Hybrid-Superyacht, als sie 2015 abgeliefert wurde. Mit 83,5 Metern führte sie eine Art ein, Diesel- und Elektroleistung zu kombinieren, wie man sie auf einer Yacht ihrer Größe zuvor nicht gesehen hatte. Auf der Feadship-Werft in Aalsmeer gebaut, brach sie in fast jedem System, auf das es ankam, mit der Konvention. Ihr Erscheinen veränderte das Gespräch darüber, was eine große Yacht sein kann. Ein großer Teil der emissionsarmen Technik, die sich heute in der weiteren Flotte verbreitet, lässt sich auf diesen einen Rumpf zurückführen.
Ihr Einfluss lässt sich leicht an dem messen, was folgte. Feadship selbst nutzt Savannah als Basiswert für die späteren Hybride und weist darauf hin, wie weit Batteriekapazität und Effizienz seither vorangekommen sind. Bei den World Superyacht Awards 2016 gewann sie den Titel Motor Yacht of the Year, eine Anerkennung dafür, wie vollständig sie den Typ neu gedacht hat. Mehr als ein Jahrzehnt später sieht sie noch immer zeitgenössisch aus und fühlt sich so an. Savannah bewies, dass mutige Technik und echte Schönheit im selben Rumpf ankommen können.

CG Design und eine Spiegeloberfläche
Exterieur und Interieur wurden beide von CG Design aus Paris unter Leitung von Cristina Gherardi geformt, in Zusammenarbeit mit De Voogt bei der Konstruktion. Die auffälligste Außenentscheidung war die Lackierung, denn Savannah wurde die erste Superyacht, die vollständig in Metallicfarbe ausgeführt wurde, einem weichen Meerschaumgrün, das sich mit dem Licht verändert. Die Metallicbehandlung zieht sich über Rumpf, Aufbauten und sogar feste Decksmöbel. Ein Effekt schwebender Aufbauten und offene Achterdecks ergänzen ihren unverwechselbaren Auftritt.
Diese Gestaltung war mehr als Oberflächendramatik. Die offene Anordnung im Heck verwischt die Grenze zwischen der Yacht und dem Wasser um sie herum und gibt den Gästen eine ungewöhnlich enge Verbindung zum Meer. Die Deckflächen gehen ineinander über, statt in starren Etagen zu sitzen. Die Metallicfarbe, in diesem Maßstab schwer aufzutragen, war eine Aussage über Geschmack und technisches Selbstvertrauen zugleich. Savannah fällt in jedem Ankerplatz noch immer auf, was dafür spricht, wie gut die ursprüngliche Vorstellung gealtert ist.

Die weltweit erste Hybrid-Superyacht, mit spiegelnder Metallicfarbe und einer Unterwasserlounge.

Die Nemo-Lounge und der Pool
Der Erkennungsraum im Inneren ist die Nemo-Lounge, ein Unterwasserraum, der backbords in den Rumpf eingelassen ist. Durch große Glasflächen können Gäste das Meer draußen beobachten, und drehen sie sich um, blicken sie in den angrenzenden Swimmingpool, der rund neun Meter lang ist. Die Lounge kann auch als Kino dienen, mit fortschrittlicher Glastechnik, die beim Stapellauf wegweisend war. Sie bleibt eine der meistkopierten Ideen im modernen Yachtdesign.
Das übrige Interieur, ebenfalls von CG Design, nimmt rund 12 Gäste in einem ruhigen und zeitgenössischen Stil auf. Die für ihre Größe niedrigere Gästezahl gibt den Kabinen und Gesellschaftsräumen echte Großzügigkeit. Materialien und Detaillierung folgen dem Feadship-Standard, wobei das Interieur auf den verspielten und eigenständigen Charakter der Yacht abgestimmt ist. Eine Crew von rund zwei Dutzend Personen versorgt die Gäste an Bord. Das Ergebnis ist ein Zuhause, das persönlich und erfinderisch wirkt statt förmlich.
Eine Welle, fünf Modi
Das Herz von Savannah ist ihr Hybridantrieb, aufgebaut um einen einzigen Hauptdieselmotor, drei Generatoren und eine Corvus-Batteriebank von rund einer Megawattstunde. Der Antrieb erreicht das Wasser über einen einzigen mittigen Propeller, der zusammen mit einem azimutierenden Azipull-Ruderpropeller arbeitet, welcher im Propellerstrahl sitzt und Energie zurückgewinnt. Sie war die erste Yacht, die einen Azipull auf diese Weise mit einem Verstellpropeller kombinierte. Das System bietet fünf Betriebsmodi, vom Manövrieren über den rein dieselelektrischen Betrieb bis zu einem Schub für hohe Geschwindigkeit.
Klug daran war die Effizienz, die aus einem einzigen Antriebsstrang herausgeholt wurde. Der stromlinienförmige Rumpf und der Ruderpropeller im Propellerstrahl brachten gemeinsam einige Prozent mehr Effizienz gegenüber einer üblichen Anordnung mit zwei Wellen, und die Werft nannte Kraftstoffeinsparungen von bis zu 30 Prozent. Einen Modus passend zur Situation wählen zu können, ließ die Yacht vor Anker sparsam laufen, leise fahren oder bei Bedarf auf Geschwindigkeit drücken. Die Technik war für ihre Zeit wirklich experimentell und hat sich im Betrieb dennoch als haltbar erwiesen.
Das Erbe einer Wegbereiterin
Savannah wurde als Yacht des verstorbenen schwedisch-kanadischen Finanziers Lukas Lundin berichtet, doch Feadship hat ihre Eignerschaft nie bestätigt. Sie war für jeden Eigner ein mutiger Auftrag, denn die erste Hybrid-Superyacht zu bauen, trug echtes technisches Risiko. Diese Bereitschaft zum Experiment gab der ganzen Branche einen funktionierenden Machbarkeitsbeleg. Die Auszeichnungen und die Presseaufmerksamkeit danach bestätigten, dass sich die Wette ausgezahlt hatte. Savannah zeigte, was möglich ist, wenn ein Eigner echte Innovation trägt.
Ihr Marktvermächtnis ist größer als jeder einzelne Verkauf. Indem sie belegte, dass Hybridleistung auf einer Superyacht funktionieren kann, öffnete sie einen Weg, dem Feadship und seine Wettbewerber seither gefolgt sind. Yachten wie Obsidian bauen unmittelbar auf dem Boden auf, den sie umgebrochen hat. Für Sammler hält ein Schiff mit so viel historischem Gewicht einen Wert, der über sein Datenblatt hinausgeht. Savannah bleibt als die Yacht in Erinnerung, die die Branche in Richtung einer saubereren Zukunft gewiesen hat.
Motoren und Technik
| Main engine | 1x Wartsila 9L20C diesel, 1,800 kW / 2,414 hp at 1,000 rpm, geared to shaft with variable-pitch propeller (Wikipedia and Charterworld launch coverage) |
|---|---|
| Generators | Three diesel gensets: 1x Caterpillar C32 (970 kW/1,300 hp) plus 2x Caterpillar C18 (550 kW/740 hp each), per Wikipedia's technical listing (single-sourced) |
| Battery bank | Corvus Energy lithium-ion, approx. 1 MWh (1,000 kWh), managed by an onboard computer that governs charge and discharge (Wikipedia, Charterworld, BOAT International) |
| Propulsion / thruster | Single central variable-pitch propeller plus an azimuthing Azipull thruster running in its slipstream, Feadship's own stated first-of-type configuration (BOAT International, Wikipedia, Charterworld) |
| Control system | Rolls-Royce and Imtech Marine hybrid and propulsion controllers (BOAT International, single source) |
| Operating modes | Five modes: manoeuvring, diesel-electric, range, high speed and boost (Charterworld and other launch-era coverage) |
| Claimed efficiency | Up to about 30 per cent fuel savings versus a comparable twin-shaft Feadship of the era. BOAT International separately cites 7 to 8 per cent greater efficiency than comparable displacement hulls. Both are yard claims relayed by press, not independently tested |
| Range / speed | 6,500 nm at 14 knots cruise, 17 knots maximum (Charterworld). Widely republished but traced to one detailed origin, so treat as single-sourced |
| Hull / construction | Steel hull, aluminium superstructure, teak decks, plumb bow, 12.5 m beam, 3.95 m draught, 2,250 GT (Wikipedia, corroborated by Northrop and Johnson's brokerage listing) |
| Design | De Voogt Naval Architects with De Vries on naval architecture; exterior and interior by Cristina Gherardi Benardeau and Marcello Bozzarelli of CG Design (Paris); lighting by Metis Lighting, Milan (BOAT International) |
| Guests / crew | 12 guests, 22 to 26 crew (Wikipedia and brokerage listings) |
Was Eigner und Crew berichten
Seakeeping in head seas
The boat is very stable in all conditions and rides like a dream in head seas with the plumb bow.
Ted McCumber, Savannah's build captain, quoted in BOAT International
Was gut ist und worauf zu achten ist
Stärken
- Genuine propulsion innovationFirst superyacht hybrid of its kind, pairing a single shaft, an Azipull thruster and a Corvus battery bank. It swept Motor Yacht of the Year and the displacement-yacht category at the 2016 World Superyacht Awards plus three ShowBoats Design Awards in 2015 to 2016, with judges calling the propulsion revolutionary (Yacht Charter Fleet).
- Distinctive designThe full metallic sea-foam exterior finish (reportedly a superyacht first) and the underwater Nemo Lounge remain differentiators a decade on (BOAT International).
Worauf zu achten ist
- Long time on marketListed since around September 2023 and not sold until May 2025, roughly 18 to 20 months, with a EUR 29 million (about 17 per cent) price cut in June 2024 from around EUR 169 million to EUR 140 million before the undisclosed final sale (BOAT International, SuperYacht Times).
- Aging hybrid technology against 2026 standardsA single main engine and single shaft plus three gensets and a 1 MWh bank was class-leading in 2015. Newer builds now carry larger battery banks and diesel-electric or full-hybrid multi-shaft redundancy, so Savannah's single central shaft reads as dated for a flagship in 2026.
- Notable refit spendA major refit around 2020 reportedly cost upwards of EUR 9 million (BOAT International), a meaningful upkeep bill for a decade-old, technically complex vessel.
Praktische Angaben
| Asking price history | About EUR 169 million in 2023, cut by roughly EUR 29 million to about EUR 140 million in June 2024. Some outlets cited an original USD 170 million ask (BOAT International, SuperYacht Times, Luxurylaunches) |
|---|---|
| Sale outcome | Sold in-house at Edmiston, announced 13 May 2025, seller represented by Andrew Bond and the buyer introduced by Jonathan Barbe. Final price undisclosed (SuperYacht Times) |
| Charter rate | Reported around EUR 1 million a week, single-sourced (Luxurylaunches) and not confirmed by a charter broker directly |
| Refit history | A major refit around 2020 reportedly cost upwards of EUR 9 million (BOAT International). No other refit dates found |
| Not publicly known | The final 2025 sale price, the identity of the 2025 buyer, current charter or private status since the sale and independent confirmation of who originally commissioned her |
Design
| Exterieurdesign | De Voogt Naval Architects (Feadship) with CG Design |
|---|---|
| Interieurdesign | CG Design (Cristina Gherardi Bernardeau / Marcello Bozzarelli) |
| Konstruktion | Feadship - De Voogt Naval Architects |
Für wen: Sammler und Eigner, die eine Yacht mit Markenzeichencharakter reizt, eine, die den Hybridantrieb vorbereitet hat und mehr als ein Jahrzehnt später noch immer eigenständig wirkt.
Richtpreis: Bei Edmiston zum Verkauf angeboten mit rund USD 170 Millionen (Sept. 2023), gesenkt auf rund EUR 140 Millionen (2024); 2025 hausintern bei Edmiston verkauft. Quellen: BOAT International, YachtBuyer, SuperYacht Times.