Venus

| Länge über alles | 78,2 m |
|---|---|
| Vermessung | 1.876 GT |
| Ablieferung | 2012 |
| Werft | Feadship (De Voogt Naval Architects) |
| Exterieur- und Interieurdesign | Philippe Starck |
| Bauweise | Rumpf und Aufbauten aus Aluminium |
| Antrieb | zwei MTU-Dieselmotoren 16V 4000 M73 |
| Höchstgeschwindigkeit | rund 22 Knoten, Marschfahrt rund 16 Knoten |
Eine minimalistische Aussage auf dem Wasser
2012 mit 78,2 Metern abgeliefert, steht Venus wegen ihres reduzierten, minimalistischen Charakters abseits fast jeder anderen Feadship. Sie wurde als Projekt Aqua nach einem kompromisslosen Entwurfslastenheft gebaut, das reine Linien und Zurückhaltung bevorzugte. Mit 1.876 GT trägt sie eine leichte Aluminiumstruktur, wie sie wenige Yachten ihrer Länge haben. Sie bleibt eine der erkennbarsten und eigenständigsten Yachten, die die Werft hervorgebracht hat. Ihre leichte Struktur und ihre klare Form heben sie von jeder konventionellen Yacht ihrer Größe ab.
Ihre Bedeutung liegt darin, wie vollständig sie mit der Konvention brach. Venus legte die übliche Sprache der Superyacht beiseite, zugunsten einer klaren, fast architektonischen Form. Sie zeigte, dass Feadship eine radikale Einzelvorstellung auf höchstem Niveau bauen würde. Mehr als ein Jahrzehnt später sieht sie noch immer zeitgenössisch aus und anders als alles um sie herum. Ihre Gestaltung hat sich in einem schnellen Markt als bemerkenswert haltbar erwiesen.
Philippe Starck und reine Linien
Exterieur und Interieur stammen beide vom Designer Philippe Starck und geben Venus eine seltene Geschlossenheit von Bug bis Heck. Das Profil ist knapp und präzise, mit langen ununterbrochenen Glaswänden und reduzierten Aufbauten. Sie ist mit Rumpf und Aufbauten aus Aluminium gebaut, in dieser Länge ungewöhnlich, was das Gewicht niedrig hält und ihrer Geschwindigkeit hilft. De Voogt Naval Architects entwickelte den Rumpf. Die ganze Form war darauf gezeichnet, ruhig, klar und still radikal zu wirken.
Der Entwurf trägt seine Zurückhaltung durch jedes Außendetail. Maßgefertigte Glasflächen bilden einen großen Teil der Aufbauten und öffnen das Interieur zu Licht und Umgebung. Teakdecks und klares Metall geben ihr aus der Nähe einen ruhigen, haptischen Charakter. Die Außenbereiche folgen auf jeder Ebene derselben minimalistischen Handschrift. Das Ergebnis liest sich fast als ein Stück Architektur auf dem Wasser.
Eine 78 Meter lange Feadship von Philippe Starck, eine minimalistische Yacht ganz aus Aluminium, die 22 Knoten läuft.
Licht und Zurückhaltung unter Deck
Innen führte Starck das minimalistische Thema durch die Gästebereiche und bevorzugte Licht, Raum und eine kleine Zahl feiner Materialien. Das Interieur verzichtet auf Ornament zugunsten klarer Volumen und sorgfältig gesteuerten Tageslichts. Eignerräume und Gästekabinen teilen denselben ruhigen und präzisen Charakter. Die Feadship-Tischlerarbeit gibt den reduzierten Räumen aus der Nähe echte Qualität. Raum und Tageslicht leisten hier, was auf anderen Yachten das Ornament leistet.
Die Struktur ganz aus Glas lässt das Interieur ungewöhnlich offen zum Meer wirken. Lange Sichtachsen laufen durch die Yacht und nach allen Seiten hinaus zum Horizont. Die Gesellschaftsräume sind mit derselben Disziplin angeordnet wie das Exterieur. Maßgefertigtes Glas und feines Holz geben den reduzierten Räumen eine warme, haptische Qualität. Das Ergebnis ist ein Zuhause auf See, das heiter und hell wirkt und einer konventionellen Yacht ganz unähnlich ist.
Ein leichter Rumpf, gebaut für Geschwindigkeit
Venus wird von zwei MTU-Dieselmotoren des Typs 16V 4000 M73 angetrieben, die einen für ihre Länge leichten Aluminiumrumpf bewegen. Diese Kombination gibt ihr eine Höchstgeschwindigkeit von rund 22 Knoten und eine leichte Marschfahrt von knapp 16 Knoten. Die leichte Struktur hilft sowohl ihrem Tempo als auch ihrer Effizienz im Wasser. Ihr Rumpf ist auf bequeme Passagen über offenes Wasser ausgelegt. Ihr Innenvolumen kommt in dieser leichten Aluminiumhülle auf 1.876 GT.
Eine Aluminiumyacht von fast 80 Metern zu bauen, ist ein anspruchsvolles Stück Technik, das sorgfältige Gewichtskontrolle belohnt. Die leichte Struktur hebt die Fahrleistung und hält zugleich den ruhigen Gang, den man von einer Feadship erwartet. Die Systeme wurden für zuverlässiges Fahren über weite Strecken gebaut. Die Stabilisierung hält sie vor Anker und in Fahrt ruhig. Der Bau steht als anspruchsvolle Leistung des Aluminiumbaus in ihrer Länge.
Eine Ikone für einen gestaltungsgetriebenen Eigner
Venus erfüllt das Lastenheft eines Eigners, der eine Yacht als reines Werk der Gestaltung wollte, kompromisslos nach einer einzigen Vorstellung gebaut. Ihre minimalistische Form gab ihr eine Identität, die keine andere Yacht teilt. Schiffe mit so viel Gestaltungsgeschichte halten eine Faszination, die weit über ihr Datenblatt hinausgeht. Sie ist eine der sammelwürdigsten Feadships auf dem Wasser. Yachten, die von einem einzigen Gestalter dieses Rangs gezeichnet sind, erreichen selten den offenen Markt.
Einem Eigner bietet sie ein lichtdurchflutetes, architektonisches Zuhause auf See mit echter Geschwindigkeit und Reichweite. Der Charakter passt zu einem Käufer, den Zurückhaltung und Eigenständigkeit mehr reizen als Konvention. Die Größe gibt Familie und Gästen reichlich Platz in einem knappen, ruhigen Interieur. Venus steht als eine der eigenständigsten Yachten, die die Werft je abgeliefert hat. Ihre Gestaltung macht sie an jedem Ankerplatz sofort erkennbar.
Motoren und Technik
| Beam / draft | 11.8 m beam; draft reported as 3.0 to 3.1 m depending on source (Wikipedia gives 3.00 m, YachtCharterFleet gives 3.1 m) |
|---|---|
| Hull / superstructure | Steel hull, aluminium superstructure (BOAT International, YachtCharterFleet) |
| Naval architecture | De Voogt Naval Architects, built at the Feadship (Royal Van Lent) Aalsmeer yard |
| Main engines | Two MTU 16V 4000 M73 engines, rated 2,560 kW / 3,430 bhp each at 1,970 rpm (MTU/Rolls-Royce official spec sheet), consistent with YachtCharterFleet's cited 3,433 hp per engine |
| Engine configuration | 16-cylinder, 170/190 mm bore and stroke, 69.0-litre displacement, common-rail injection, sequential turbocharging with two water-cooled turbochargers (MTU spec sheet) |
| Speed | Top speed about 22 knots, cruise about 16 knots (BOAT International, YachtCharterFleet, Superyachts.com) |
| Range | Reported as either about 5,000 nm or about 5,500 nm at cruise depending on source. Treat as approximate |
| Glass structure | 15 tonnes of structural glass walls supported by a concealed 10-tonne aluminium frame. Lloyd's Register had reservations about load-bearing glass, resolved through this hidden structure. Glass engineering by Eckersley O'Callaghan, also known for Apple's Fifth Avenue store and the Steve Jobs Theater (BOAT International) |
| Accommodation | 12 guests in six staterooms, crew of up to 22 (BOAT International, YachtCharterFleet) |
Was Eigner und Crew berichten
Jobs never boarded the finished yacht
Steve Jobs died in October 2011, a year before Venus was delivered in October 2012. He is reported to have said: "I know it's possible I will die and leave Laurene with a half-built boat. But I have to keep going."
BOAT InternationalDesign intent: concealed technology
A photographer who documented the yacht noted the absence of visible satellite and radar equipment as central to the clean aesthetic: "The glass, the polished metal, the minimalist look, and the fact that you couldn't see any satellites distracting from her design."
Giovanni Romero, via BOAT InternationalFamily usage pattern
Reported sightings cruising the Australian Gold Coast, Fethiye, Istanbul and the Greek Cyclades, and docked in Cairns in August 2023.
BOAT International
Was gut ist und worauf zu achten ist
Stärken
- Design pedigree and engineering featThe collaboration between Philippe Starck, De Voogt Naval Architects and Feadship produced a load-bearing glass superstructure (15 tonnes of glass on a hidden 10-tonne aluminium frame) that required resolving Lloyd's Register's concerns, a genuine structural achievement engineered with Eckersley O'Callaghan (BOAT International).
- Concealed systems for visual purityThe radar arch and satellite equipment are hidden in a box so the exterior reads as unbroken straight lines and 90-degree angles, an unusual discipline for a yacht this size (BOAT International).
Worauf zu achten ist
- Glass-yacht engineering tradeoffsTrade press notes that balancing solar gain, privacy and transparency is an inherent conflict on glass-walled yachts generally. No published critique names Venus's own heat or privacy performance specifically, so this is a general tradeoff rather than a documented complaint about this hull.
- Age relative to the current fleetDelivered in 2012, Venus's minimalist boxy styling and 22-knot top speed now sit beside faster, more amenity-dense 2020s builds. No named source directly criticizes this; it follows from her build date against current market norms.
Praktische Angaben
| Build cost | Never officially confirmed. Press estimates range from about EUR 105 to 120 million, roughly USD 120 to 130 million (Wikipedia, BOAT International, SuperYachtFan), convergent but not identical figures |
|---|---|
| Charter status | Private, not chartered, confirmed by BOAT International and YachtCharterFleet listings |
| Running costs | Estimated at USD 10 to 15 million a year using the standard industry rule of thumb. This is an estimate, not a disclosed figure (SuperYachtFan) |
| December 2012 impoundment | Briefly detained at the Port of Amsterdam over a payment dispute with a designer worth about EUR 3 million, resolved within days (Wikipedia) |
| July 2024 collision | Collided with Ricardo Salinas Pliego's 105 m Lady Moura while both were anchored off Naples during a sudden 50 to 55 knot squall. Venus's bridge was reportedly unmanned at the time. Damage on both vessels was described as minimal and cosmetic and the matter was resolved amicably (BOAT International, SuperyachtNews, Dockwalk, Marine Insight) |
| Not publicly known | Exact build cost, generator, stabilizer, thruster and watermaker specifications, tankage, precise range and interior details beyond press-toured highlights |
Für wen: Der gestaltungsgetriebene Eigner, der eine Yacht als reine architektonische Aussage will, leicht und schnell, anders als alles andere auf dem Wasser.