Viva

- Länge über alles: 94 m
- Vermessung: 2.988 GT
- Breite: 13,6 m
- Ablieferung: 2021
- Werft: Feadship (Projekt 817, De Voogt Naval Architects)
- Exterieurdesign: Azure Yacht Design und Studio De Voogt
- Interieurdesign: Peter Marino
- Antrieb: hybrid, dieselelektrische Marschfahrt und Diesel-Höchstgeschwindigkeit rund 20 Knoten
Ein modernes 94-Meter-Flaggschiff
2021 als Projekt 817 abgeliefert, kam Viva als eine der meistbewunderten großen Yachten der Werft im neuen Jahrzehnt. Mit 94 Metern und 2.988 GT verbindet sie Flaggschiffvolumen mit einem frischen, zeitgenössischen Charakter. Ihre Breite von 13,6 Metern gibt ihr die weiten Decks, die zu ihrem entspannten Layout passen. Beim Stapellauf erhielt sie breites Lob dafür, wie Interieur und Exterieur zusammenspielen. Nach ihrem Verkauf fährt sie heute unter dem Namen Defy.
Ihre Bedeutung liegt darin, wie sie in ernsthafter Größe ein entspanntes, wohnliches Gefühl trägt. Viva zeigte, dass sich eine sehr große Feadship durchgehend leicht, offen und ungezwungen anfühlen kann. Bei den Branchenpreisen nach ihrer Ablieferung sammelte sie Anerkennung für Design und Innovation. Käufern wies sie eine lockerere und modernere Richtung an der Spitze der Flotte. Wenige Yachten ihrer Länge tragen ihren Maßstab so mühelos.
Azure und De Voogt am Exterieur
Das Exterieur ist eine Zusammenarbeit von Azure Yacht Design und Studio De Voogt und gibt Viva ein klares, selbstsicheres Profil mit nahezu senkrechtem Bug. Die Linien sind für ihre Höhe lang und flach, mit breiten Glasbändern, die das Interieur zum Meer öffnen. Die Gestaltung bevorzugt ruhige Flächen und großzügiges Leben im Freien. De Voogt Naval Architects entwickelte die Rumpfform. Der nahezu senkrechte Bug verlängert ihre Wasserlinie und hilft dem Rumpf, sich effizient zu bewegen.
Der Außenraum steht im Zentrum ihrer Anordnung. Breite Decks staffeln sich zum Wasser hinunter und öffnen die Yacht auf mehreren Ebenen zur Umgebung. Ein großer Beach Club bringt die Gäste an die Wasserlinie, während obere Terrassen weite Blicke aufnehmen. Breite Stufen und niedrige Schanzkleider halten die Sichtachsen zum Meer von fast jedem Sitzplatz aus offen. Die Außenbereiche sind auf leichte, ungezwungene Nutzung in warmen Revieren eingerichtet.
Eine 94 Meter lange Feadship mit offenem Strandhaus-Interieur von Peter Marino und hybrid-leisem Fahren.
Peter Marino und das Strandhausgefühl
Das Interieur stammt von Peter Marino, dem Architekten, der für seine Arbeit mit den führenden Luxushäusern bekannt ist, in einem von ihm selbst als offener Strandhausstil beschriebenen Ansatz. Die Räume sind hell und luftig, mit breiten Öffnungen, die die Grenze zwischen Innenraum und Meer verwischen. Sie nimmt 14 Gäste in sieben Kabinen auf, wobei dem Eigner ein großzügiger privater Bereich gehört. Marinos Materialwahl gibt der Yacht einen warmen und gesammelten Charakter. Raumhohe Öffnungen und helle Oberflächen geben dem Hauptdeck eine luftige, sonnendurchflutete Wirkung.
Das Layout ist auf entspanntes Leben in großem Maßstab gebaut. Gesellschaftsräume gehen ineinander und auf die Decks über, sodass Gäste leicht zwischen Schatten und Sonne wechseln. Wellness- und Freizeitbereiche runden die Anordnung im Sinne eines Flaggschiffs ab. Die Feadship-Tischlerarbeit unterlegt das ganze Interieur mit der Verarbeitung, die man auf diesem Niveau erwartet. Durch die großzügige Verglasung dringt Tageslicht tief in die Yacht.
Hybridantrieb auf 94 Metern
Viva fährt ein Hybridantriebspaket, das ihr rund 12 Knoten Marschfahrt mit dieselelektrischer Leistung und eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 20 Knoten im konventionellen Dieselantrieb erlaubt. Der dieselelektrische Modus ermöglicht leiseres, saubereres Fahren über lange Strecken auf See und vor Anker. Das System spiegelt den stetigen Vorstoß der Werft zu geringeren Emissionen in der ganzen Flotte. Ihr Rumpf ist auf bequeme Ozeanpassagen ausgelegt. Ihr Stahlrumpf und ihre Aluminiumaufbauten ergeben zusammen eine Vermessung von knapp 3.000 GT.
Hybridleistung bringt neben dem Effizienzgewinn auch ein ruhigeres Erlebnis an Bord. Der Betrieb im Elektroantrieb hält Geräusch und Schwingung niedrig, was eine erholsame Atmosphäre in den Gästebereichen stützt. Das Volumen des Rumpfs erlaubt große Technikräume und Tanks für lange Autonomie. Redundanz über die Systeme passt zu einer Yacht, die weit fahren soll. Die Stabilisierung hält sie vor Anker ruhig und in Fahrt gesetzt.
Ein entspanntes Flaggschiff für moderne Eigner
Viva erfüllt das Lastenheft eines Eigners, der Flaggschiffgröße ohne förmliche Wirkung wollte, in einer Yacht, die sich als lichtdurchflutetes Zuhause auf See liest. Ihre Auszeichnungen bestätigten, dass der Ansatz in der ganzen Branche einen Nerv traf. Yachten dieser Qualität halten bei den seltenen Eignerwechseln starkes Interesse. Ihr Verkauf und die Umbenennung in Defy hielten sie fest im Blick. Ihr frischer, ungezwungener Charakter hat einen Ton gesetzt, dem spätere Yachten gefolgt sind.
Einem Eigner bietet sie offenes, lockeres Leben über großzügige Decks mit der Reichweite eines echten Hochseefahrers. Das Hybridsystem passt zu einem Käufer, dem leiser, sauberer Betrieb ebenso viel wert ist wie Komfort. Die Größe passt mühelos zu großen Familiengruppen und langen Törnplänen. Viva zählt zu den meistbewunderten großen Feadships des neuen Jahrzehnts. Ihr Strandhaus-Interieur bleibt eines der eigenständigsten in dieser Länge.
Für wen: Der Eigner, der ein helles, ungezwungenes Flaggschiff mit Strandhausgefühl und saubererem Hybridbetrieb auf 94 Metern will.