Black Pearl

| Werft | Oceanco, Alblasserdam, Niederlande |
|---|---|
| Länge | 106,7 Meter |
| Typ | DynaRig-Segelyacht mit drei Masten, die größte der Welt |
| Stapellauf 2016, Ablieferung 2018 | |
| Vermessung | rund 2.864 GT |
| Rigg | drei drehbare Carbonmasten von rund 70 Metern, rund 2.900 Quadratmeter Segelfläche |
| Konstruktion und Rigg | Dykstra Naval Architects |
| Hilfsantrieb | zwei MTU-Diesel, Höchstgeschwindigkeit rund 17,5 Knoten |
Die Yacht, die DynaRig ernst gemacht hat
DynaRig existierte jahrzehntelang als Idee, bevor Black Pearl ihr eine endgültige Form im großen Maßstab gab. Das Konzept setzt freistehende, drehbare Masten mit gebogenen Rahen, sodass die Segel als durchgehende Flächen stehen, ohne klassisches stehendes Gut. Maltese Falcon hatte das Prinzip bei 88 Metern bewiesen, und Black Pearl trug es weiter auf 106,7 Meter. Dieser Schritt machte sie zur größten schwimmenden DynaRig-Yacht und beendete jede Frage danach, ob sich das System skalieren lässt.
Ihre Bedeutung ist ebenso ökologisch wie technisch. Von Beginn an zielte der Entwurf auf sehr geringen Treibstoffverbrauch, mit der breit wiederholten Angabe, sie könne den Atlantik unter den richtigen Bedingungen mit rund zwanzig Litern Treibstoff queren. Ob diese Zahl bei jeder Überquerung hält oder nicht, der Ehrgeiz dahinter hat das ganze Boot geprägt. Black Pearl wurde zum Bezugspunkt für Eigner, die Leistung unter Segeln bei geringem Energieverbrauch wollten.

Schwarzer Rumpf, drei Türme aus Carbon
Das Exterieur entstand in einer Zusammenarbeit, an der Nuvolari Lenard und Ken Freivokh Design beteiligt waren, und das Ergebnis ist auf dem Wasser unverwechselbar. Ein dunkler Rumpf liegt unter drei Carbonmasten von rund siebzig Metern Höhe, von denen sich jeder drehen lässt, um seine Segel zu trimmen. Das gesamte Rigg setzt rund 2.900 Quadratmeter Segelfläche, und die Werft hat erklärt, der volle Satz lasse sich in etwa sieben Minuten ausfahren. Sehr wenig unterbricht die Linie des Decks, wenn die Segel geborgen sind.
Unter dem Rigg trägt die Yacht ein volles Interieur über drei Decks bei einer Breite von 15 Metern. Die Gestaltung geht dem Namen entsprechend ins Dunkle und Dramatische, und die Unterbringung trägt rund ein Dutzend Gäste. Weil die Masten ungestagt sind, gibt es keinen Wald aus stehendem Gut, der die Decksflächen unterbricht. Diese Offenheit ist einer der stillen Vorteile des DynaRig-Layouts.

Die größte schwimmende DynaRig-Segelyacht, gebaut, um aus Wind Strom zu machen.

Ein Boot, das seinen eigenen Strom macht
Die interessanteste Technik an Black Pearl ist das, was passiert, wenn sie segelt. Ihre Propeller dürfen mitdrehen, während sie durch das Wasser läuft, und treiben dabei Generatoren an, die große Batterien an Bord laden. Wärmerückgewinnungssysteme holen Energie zurück, die sonst verloren ginge, und der gespeicherte Strom betreibt die Systeme der Yacht, ohne ständig auf die Diesel zurückgreifen zu müssen. Zwei MTU-Maschinen bleiben für Manöver und Flauten an Bord und geben eine Höchstgeschwindigkeit von rund 17,5 Knoten.
Dykstra Naval Architects führte das Rigg und die Segelsysteme, die all das zusammenbinden. Drei drehbare Masten und eine sehr große Segelfläche sicher zu beherrschen bedeutet weitgehende Automatisierung, denn keine Crew könnte diese Lasten von Hand bewältigen. Der regenerative Ansatz macht aus dem Segeln eine Stromquelle statt eines Verbrauchers. Dieser Kreislauf ist der Kern ihres Effizienzanspruchs.


Segeln in beinahe völliger Stille
Für Gäste liegt der Reiz von Black Pearl darin, mit abgestellten Maschinen zügig voranzukommen. Unter Segeln ist sie auf eine Weise leise, die eine Motoryacht nicht erreichen kann, und die regenerativen Systeme sorgen dafür, dass diese Stille sie keinen Strom kostet. Das Innenvolumen von rund 2.864 GT gibt für eine Segelyacht großzügigen Wohnraum. Lange Ozeanpassagen liegen in ihrem komfortablen Bereich und nicht an dessen Rand.
Die dunkle Ästhetik setzt sich innen fort, und das Layout begünstigt einen Eigner, der die Segel wirklich nutzen und nicht als Dekoration behandeln will. Die Unterbringung für rund zwölf Gäste hält die Einheit trotz ihrer Länge im persönlichen Maßstab. Die Decksflächen öffnen sich, sobald das Rigg geborgen ist, und geben Raum, sich im Freien zu versammeln. Sie liest sich als ernsthafte Segelyacht, die zufällig den Komfort einer großen Motoryacht trägt.


Ein grünes Flaggschiff in einem juristischen Sturm
Nach seinem Tod geriet die Yacht in einen langwierigen Streit um seinen Nachlass, der sie aus Gründen in den Nachrichten hielt, die nichts mit ihrer Gestaltung zu tun hatten. Eigentumsfragen dieser Art sind am oberen Ende des Marktes verbreitet, wo Halterstrukturen komplex sind und Diskretion einen hohen Wert hat. Die Berichterstattung über sie ist vor diesem Hintergrund zu lesen.
Gegen ihre juristische Geschichte gehalten, ruht ihr Ruf weiterhin auf dem, was sie technisch bewiesen hat. Sie bleibt die größte DynaRig-Segelyacht der Welt und eine Messlatte für energiearmes Segeln in dieser Größe. Spätere Projekte, darunter Oceancos eigene Koru, bauten auf dem Vertrauen auf, das Boote wie Black Pearl geschaffen haben. Ihr Platz in der Geschichte der Werft ist der Beweis, dass Ehrgeiz dieser Größenordnung tatsächlich funktionieren konnte.
Motoren und Technik
| Rig | Three unstayed, rotating carbon DynaRig masts, about 70 metres each, roughly 2,900 square metres of sail deployable in about 7 minutes (Dykstra Naval Architects) |
|---|---|
| Auxiliary engines | Twin MTU diesels, top speed about 17.5 knots, used for manoeuvring and calms |
| Power generation | Free-wheeling propellers drive generators under sail, recharging onboard batteries; heat-capture systems reclaim further energy |
| Hull and superstructure | Steel hull, aluminium superstructure, carbon-fibre masts |
| Tonnage | Approximately 2,864 GT |
Was Eigner und Crew berichten
She sails in almost anything
'She'll sail in pretty much any wind. In zero breeze, she'll drift along quietly and she's comfortable up to around 50 knots,' says her rotational first officer - a working crew account of how forgiving the rig is across the full range of conditions she meets on charter.
Oliver Scrimshaw, rotational First OfficerPhotographs undersell her
'When we walk through, she's so much better in person than in the photograph,' the yacht's captain has said of guests' reaction on stepping aboard for the first time.
Captain Christian TruterA verified, and much smaller, fuel figure
An early, widely repeated claim put an Atlantic crossing at around twenty litres of fuel; a documented 2023 crossing of 5,600 nautical miles instead burned about 32,000 litres, against roughly 200,000 litres a comparable motor yacht would need for the same passage. The real number is far less dramatic than the early claim, and still a fraction of a motor yacht's.
Oceanco / press reporting on the 2023 crossing
Was gut ist und worauf zu achten ist
Stärken
- The regenerative loop is real, not just marketingA documented 2023 Atlantic crossing burned roughly 32,000 litres against an estimated 200,000 for a comparable motor yacht covering the same distance - a genuine, verified efficiency gain even if it falls well short of the boat's own early twenty-litre claim.
- A rig built to be used, not admiredCrew describe a boat that is comfortable across a very wide wind range, from drifting in zero breeze to sailing in strong conditions, which is unusual for a yacht this size.
- Scale without a forest of riggingThe unstayed DynaRig masts leave the deck open in a way a conventionally rigged sailing yacht of the same length could not manage, freeing real living space above and below.
Worauf zu achten ist
- The original efficiency claim overstated the realityThe often-repeated 'twenty litres across the Atlantic' figure is roughly 1,600 times smaller than what a documented 2023 crossing actually burned; the boat is still far more efficient than a motor yacht her size, but the popular number was never an honest one.
- An estate dispute has shadowed her since 2021Her owner's death tied the yacht up in a lengthy ownership dispute that had nothing to do with her engineering, but kept her name in the press for reasons a prospective charterer or buyer would want to understand before asking further.
- Diesel power is modest once the wind dropsThe two MTU engines fitted for manoeuvring and calms give a top speed of only around 17.5 knots, well below what her sail plan can achieve in a strong breeze.
Praktische Angaben
| Charter rate | From about EUR 800,000 to EUR 850,000 per week plus expenses (2026 season rate, Boat International) |
|---|---|
| Guests and cabins | 12 guests across 7 cabins - 1 full-beam master, 2 VIP suites, plus double and twin cabins |
| Crew | 27, consistently reported across Boat International, IYC and other charter brokers |
| Verified fuel use | About 32,000 litres for a documented 5,600 nautical mile Atlantic crossing in 2023, against an estimated 200,000 litres for a comparable motor yacht on the same passage |
| What is not published | Any sale price or resolution of the post-2021 estate dispute over ownership; Oceanco and the family have not detailed either |
Design
| Exterieurdesign | Ken Freivokh Design |
|---|---|
| Interieurdesign | Nuvolari Lenard |
| Konstruktion | Dykstra Naval Architects (hull and three 70 m DynaRig carbon masts) |
Für wen: Ein Eigner, der echte Segelleistung und einen geringen Energieverbrauch bei einer Länge will, die sonst Motoryachten vorbehalten ist.
Richtpreis: Kein offizieller Angebotspreis.