8. Oktober 2026 · Yotters, unabhängiger Yacht-Journalismus
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Oceanco · Full Custom sailing yacht

Koru (Y721)

Koru ist die größte Segelyacht der Welt und die größte je in den Niederlanden gebaute Yacht, ein Dreimastschoner, den Oceanco 2023 abgeliefert hat. Sie kam mit ebenso viel Aufmerksamkeit für einen Rotterdamer Brückenstreit wie für ihre Rekordmaße.
SailThree-masted sailing schooner127 m LOA2023
Koru (Y721) - Oceanco
Foto: BOAT International
Oceanco Koru (Y721) - Technische Daten
WerftOceanco, Alblasserdam, Niederlande
Längerund 127 Meter (berichtet)
TypDreimast-Segelyacht, Schonertakelung
Ablieferung2023
Vermessungberichtet mit rund 3.000 bis 3.500 GT
Konstruktion und RiggDykstra Naval Architects mit Lateral Naval Architects
InterieurdesignMlinaric, Henry and Zervudachi
Besonderheitgrößte Segelyacht der Welt und größte in den Niederlanden gebaute Yacht

Der Rekord, der die Segelklasse neu geordnet hat

Koru nimmt eine Position ein, die nur wenige Yachten je erreichen, ganz oben in der Segelflotte nach Länge. Mit berichteten 127 Metern schob sie sich über jeden bestehenden Segelrekord hinaus und wurde zur größten je auf niederländischem Boden fertiggestellten Yacht überhaupt. Die Größe ist deshalb von Bedeutung, weil Segeln Probleme mit sich bringt, die Motoryachten erspart bleiben, von den Riggkräften bis zur Höhe der Masten gegenüber jeder Brücke zwischen Halle und offener See. Oceanco hat das auf sich genommen, statt den Entwurf in Richtung eines einfacheren Motorprofils zu lenken.

Das Projekt lief jahrelang unter dem Werftnamen Y721, bevor der Name Koru auftauchte, ein Maori-Wort für den sich entrollenden Farnwedel, der für Neuanfänge steht. Diese Zurückhaltung war Absicht, denn der Eigner ist von der Werft nie öffentlich genannt worden. Die Sorgfalt um ihre Identität wurde selbst Teil der Geschichte.

Ein Rumpf, gezeichnet für den offenen Ozean

Das Exterieur trägt die Handschrift von Dykstra Naval Architects, einem Studio mit langer Erfahrung bei großen Segelyachten. Der marineblaue Rumpf verläuft lang und niedrig, mit drei Masten entlang einer klaren Sprunglinie und kaum etwas, das das Deck verstellt. Das Gästevolumen liegt im Rumpf, statt in einen hohen Aufbau gestapelt zu sein, was die Silhouette näher an einen klassischen Schoner rückt als an eine moderne Motoryacht. Diese Zurückhaltung ist es, die dem Rigg erlaubt, das Profil zu beherrschen.

Die Innenarbeit ging an das Londoner Studio Mlinaric, Henry and Zervudachi, ein Haus, das eher für Häuser und große Räume bekannt ist als für Yachten. Die Wahl passt zu einer Einheit, die sich als private Residenz unter Segeln liest und nicht als Charterplattform. Verlässliche Details zum Interieur sind rar, passend zur Verschwiegenheit um das gesamte Projekt. Klar erkennbar ist von außen eine Vorliebe für Linie und Proportion statt für Spektakel.

Die Masten, die eine historische Rotterdamer Brücke fast auseinandergenommen hätten.

Masten, Brücken und die Grenzen der Größe

Eine Segelyacht dieser Höhe zu bauen schuf ein Problem, das kein Interieur lösen konnte. Die fertigen Masten waren zu hoch, um unter der Koningshaven-Brücke hindurchzukommen, örtlich De Hef genannt, auf dem Weg von Alblasserdam ins offene Wasser. Der Vorschlag, die historische Brücke teilweise zu demontieren, löste in Rotterdam öffentlichen Zorn aus und wurde für sich genommen zu einer internationalen Nachricht. Am Ende stellte die Werft die Masten erst, nachdem der Rumpf flussabwärts verlegt worden war, und die Brücke blieb unangetastet.

Die Technik hinter dieser Episode ist erheblich. Ein Rigg dieser Größe verlangt sorgfältig geführte Lastpfade durch einen Stahlrumpf und einen Aluminiumaufbau, dazu ein Segelhandlingsystem, das eine überschaubare Crew sicher bedienen kann. Oceanco arbeitete auf der schiffbaulichen Seite neben Dykstra mit Lateral Naval Architects. Das Ergebnis ist eine Yacht, die tatsächlich gesegelt und nicht bloß vorgezeigt werden kann, was in diesen Dimensionen keine Selbstverständlichkeit ist.

Leben an Bord eines privaten Rekords

Koru ist für private Nutzung statt für Charter konfiguriert, und die Werft hat wenig über ihre Unterbringung veröffentlicht. Berichte deuten auf Platz für rund achtzehn Gäste und eine große professionelle Crew hin, mit den Zahlen, die ein volles Segelrigg erfordert. Der lange Rumpf gibt großzügige Decksflächen und jene Ruhe, die Segeln möglich macht, wenn die Maschinen aus sind. Das ist eine Yacht für lange Passagen, nicht für den Auftritt im Hafen.

Sie reist nicht allein. Ein eigenes Begleitschiff namens Abeona, gebaut von Damen, trägt einen Hubschrauber, Tender und Wasserspielzeug, die die Segelyacht von ihren eigenen aufgeräumten Decks fernhält. Diese Arbeitsteilung lässt Koru unverstellt, während der Eigner die Ausrüstung einer großen Motoryacht dennoch in der Nähe hat. Das Gespann ist am oberen Ende des Marktes ein verbreitetes Muster geworden, und Koru gehört zu seinen sichtbarsten Beispielen.

Der Preis, die Größte zu sein

Eine Yacht dieser Größe ist ein Statement, ob der Eigner eines will oder nicht. Schätzungen ihrer Kosten kursieren breit in der Presse, oft nahe einer halben Milliarde Dollar, doch keine Zahl ist bestätigt, und solche Angaben sind mit Vorsicht zu behandeln. Sicher ist, dass sie den Segelrekord neu gesetzt und eine Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat, der eine Motoryacht vergleichbaren Wertes womöglich entgangen wäre. Der Brückenstreit sorgte dafür, dass selbst Menschen außerhalb der Yachtwelt ihren Namen kannten.

Für Oceanco ist das Projekt ein Beleg der Reichweite. Die größte Segelyacht der Welt und die größte je im Land gebaute Yacht fertigzustellen setzt die Werft auf eine sehr kurze Liste von Häusern, die so etwas überhaupt versuchen können. Für den berichteten Eigner ist es ein privates Schiff, das ungewöhnlich öffentlich geworden ist. Beide Tatsachen reisen nun mit dem Namen Koru.

A record with an asterisk, and a sale price nobody confirmed

Koru's own naval architects at Dykstra can point to real ocean-going pedigree behind her rig, and her kinetic energy recovery system is a genuine engineering first for a sailing yacht of any size, not a marketing claim. But even her headline record is contested: Sailing Yacht A is four metres longer overall, and Koru only leads the 'largest sailing yacht' table because trackers classify Sailing Yacht A as sail-assisted rather than a pure sailing yacht.

Her build cost is treated the same way across the industry - the widely repeated $500 million figure, plus a further $75 million said to have gone into the support vessel Abeona, has never been confirmed by Oceanco itself. That pattern, a specific number everyone repeats and nobody can source to the yard, runs through almost every large yacht built for a owner who values privacy over publicity, and Koru is one of the clearest examples of it afloat today. Abeona herself carries up to 45 people between crew, guests and specialist staff, which is more than double Koru's own guest capacity and underlines how much of the support operation for a yacht this size now happens on a second hull entirely.

Motoren und Technik

Rig and hullThree-masted schooner rig on a steel hull with aluminium superstructure and teak decks; her masts are reported as the tallest fitted to any sailing yacht afloat
Auxiliary powerA prototype kinetic energy recovery system converts wave-induced motion - heave, pitch and roll - into electric power for onboard systems
Naval architectureDykstra Naval Architects drew the exterior and rig, with Lateral Naval Architects on structure; interiors by Mlinaric, Henry and Zervudachi
Support vesselA dedicated 75-metre, 1,900 GT support ship, Abeona, built by Damen Yachting, carries tenders, water toys and a helicopter so Koru's own decks stay clear

Was Eigner und Crew berichten

Was gut ist und worauf zu achten ist

Stärken

  • Genuinely novel auxiliary powerA kinetic energy recovery system turns the hull's own motion at sea into usable electricity, unusual engineering for a sailing yacht of any size
  • A support vessel built to matchThe dedicated Abeona keeps Koru's own decks free of tenders and toys, a solution few sailing yachts her size can justify
  • Real sailing pedigreeDykstra Naval Architects' rig and hull work makes her a genuine ocean-going sailing yacht, not a motor yacht with masts added for looks

Worauf zu achten ist

  • The 'largest' title is contestedBy raw length she is second to the 143-metre Sailing Yacht A; the 'largest sailing yacht' claim rests on how that vessel is classified
  • No confirmed costsThe widely quoted $500 million figure, like the rest of her costs, has never been confirmed by the yard and should be treated as an estimate
  • A reputational cost before she sailedThe Rotterdam bridge controversy became her most widely told story before delivery, an outcome the owner did not choose

Praktische Angaben

Guests / crew18 guests in 9 cabins, crew of 40
Gross tonnage3,493 GT
TimelineLaunched August 2022, delivered April 2023
Reported costWidely reported at around $500 million for Koru, plus a further $75 million reported for Abeona; neither figure has been confirmed by the yard
Running costsIndustry estimates put annual running costs at $30 million or more
The bridge episodeRotterdam's historic De Hef bridge was not dismantled in the end - Koru's masts were stepped downstream of the bridge after the bare hull passed underneath, avoiding the demolition that had caused public outcry
The 'largest' claimBy length she is second among sailing yachts, after the 143m Sailing Yacht A - but Sailing Yacht A is classed as a sail-assisted motor yacht (sails supplement diesel propulsion), which is why several trackers still list Koru as the largest pure sailing yacht in the world

Design

ExterieurdesignDykstra Naval Architects (exterior styling / rig)
InterieurdesignMlinaric, Henry & Zervudachi
KonstruktionLateral Naval Architects (with Dykstra Naval Architects)

Für wen: Ein Eigner, der den absoluten Segelrekord und die Privatheit einer Residenz auf See will und die Aufmerksamkeit verkraften kann, die beides anzieht.

Richtpreis: Nicht offiziell zum Verkauf; Baukosten weithin mit rund 500 Millionen US-Dollar angegeben (Schätzung, Bloomberg / BOAT International). Kein verifizierter öffentlicher Angebotspreis.

Modellprofil, zusammengestellt von Yotters aus Angaben von Oceanco und öffentlichen Quellen. Bildnachweis wie angegeben.
Yotters-RedaktionChefredakteur: Leon SolimanRedaktionelle Standards
Recherchiert aus Primärquellen: Wikipedia, YachtCharterFleet, Boat International, YachtBuyer, Yacht.de.

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