Officina Italiana Design

- Gründer: Mauro Micheli und Sergio Beretta
- Gegründet: 1994
- Sitz: Bergamo, Italien
- Rollen: Micheli Leiter der Gestaltung, Beretta geschäftsführender Partner
- Disziplin: Yacht- und Bootsdesign
- Besonderheit: exklusiver Designer für Riva seit 1994
- Bekannt für: die moderne Riva-Baureihe, darunter die Aquariva
Das Studio hinter Riva
Mauro Micheli und Sergio Beretta gründeten Officina Italiana Design 1994 in Bergamo in Norditalien. Micheli war 1984 nach einem Wettbewerbsgewinn als junger Designer zu Riva gekommen und führt die gestalterische Arbeit des Studios. Beretta, der Abschlüsse in Betriebswirtschaft und Europarecht hält, leitet das Studio als geschäftsführender Partner. Gemeinsam haben sie das Büro zu einem der am stärksten fokussierten im Yachtbau gemacht. Micheli führt die Gestaltung, Beretta die kaufmännische Seite, eine Aufteilung, die drei Jahrzehnte gehalten hat.
Das bestimmende Merkmal des Studios ist seine exklusive Bindung an Riva, einen der geschichtsträchtigsten Namen im Bootsbau. Diese Beziehung, 1994 erstmals geschlossen, ist wiederholt verlängert worden und läuft nun bis 2030. Nur wenige Studios sind so eng an eine einzelne Marke gebunden. Die Vereinbarung hat Officina Italiana Design eine klare und einzigartige Bestimmung gegeben. Die eigene Zukunft an eine einzige Marke zu binden ist eine kühne Entscheidung, und über drei Jahrzehnte ist sie für beide Seiten sichtlich aufgegangen.
Eine klassische Linie hüten
Die Aufgabe des Studios ist es, das Riva-Erbe der 1950er und 1960er Jahre in moderne Boote zu tragen, ohne daraus eine Nachahmung zu machen. Michelis Entwürfe bewahren die niedrigen, eleganten Profile der Marke und ihre Liebe zum feinen Detail. Die Arbeit wägt Nostalgie gegen die Anforderungen zeitgenössischer Bauweise und Nutzung ab. Diese sorgsame Verwaltung ist die Handschrift des Studios. Einen Klassiker zu überarbeiten, ohne seinen Charakter zu verlieren, ist ein schmaler Grat, und Micheli ist ihn Modell für Modell gegangen.
Das Büro behandelt jede Riva als skulpturalen Gegenstand, bei dem Linie und Stand über allem stehen. Micheli hat davon gesprochen, eine Riva zu entwerfen heiße, eine Empfindung zu schnitzen statt eine Form zu zeichnen. Das Ergebnis ist eine Familie von Booten mit unverwechselbarem und durchgehendem Charakter. Kontinuität steht über Neuerfindung. Eine Riva soll auf den ersten Blick erkennbar sein, und das Studio hütet diese Erkennbarkeit in jedem Modell.

Dreißig Jahre als die eine Hand, die Riva zugleich klassisch und aktuell hält.
Die moderne Riva-Flotte
Das Studio hat die gesamte moderne Riva-Baureihe geformt, vom kleinen Runabout bis zu den größten Yachten der Werft. Modelle wie die Aquariva tragen den klassischen Geist aus Mahagoni und Chrom in die Gegenwart. Als Riva zu größeren Einheiten überging, skalierte das Studio seine Formensprache auf Superyachtgrößen. Die Linie reicht heute vom offenen Sportboot bis zu Yachten deutlich über 50 Meter. Die Formensprache der Marke auf Superyachtgrößen zu skalieren war eine echte Prüfung, und das Studio hat sie bestanden.
Jedes neue Modell ist so entworfen, dass es klar in die Riva-Familie passt und die Baureihe zugleich weiterbringt. Das Studio hat die Marke über Jahrzehnte neuer Stapelläufe hinweg stimmig gehalten. Diese Beständigkeit über eine breite Linie hinweg ist eine seltene Leistung. Sie ist der klarste Beleg für die Disziplin des Studios. Eine ganze Baureihe über so viele Jahre zusammenzuhalten ist schwieriger, als ein einzelnes Boot zu entwerfen.
Eine Marke, dafür in der Tiefe
Ausschließlich für Riva zu arbeiten gibt dem Studio ein ungewöhnlich tiefes Verständnis einer einzelnen Marke und Werft. Das Büro kennt die Geschichte der Marke, ihre Kunden und ihre Fertigung von innen. Dieser Fokus erlaubt ihm, die Riva-Identität über jedes Modell hinweg zu schützen. Es ist ein ganz anderes Modell als das von Studios, die sich über viele Werften verteilen. Tiefe Kenntnis einer Marke und einer Werft ist der Hauptvorteil des Studios gegenüber breiter aufgestellten Wettbewerbern.
Die enge Bindung bedeutet auch, dass das Schicksal des Studios an Riva und dessen Mutter, die Ferretti Group, geknüpft ist. Diese Konzentration ist eine Stärke in der Stimmigkeit und eine Verengung im Umfang. Micheli und Beretta haben Tiefe vor Breite gewählt. Diese Entscheidung hat das Studio drei Jahrzehnte lang bestimmt. Alles auf eine Marke zu setzen ist ungewöhnlich und hat den gesamten Charakter des Studios geprägt.
Hüter einer Ikone
Officina Italiana Design ist von einem der berühmtesten Namen auf dem Wasser nicht mehr zu trennen. Seine Verwaltung des Riva-Erbes wird in der Branche breit bewundert. Der Rang des Studios ruht darauf, eine Legende zugleich relevant und sich selbst treu zu halten. Das ist ein feiner und anspruchsvoller Auftrag. Eine Traditionsmarke zugleich treu und aktuell zu halten ist eine seltenere Fähigkeit, als vom weißen Blatt zu beginnen.
Der bis 2030 verlängerte Vertrag signalisiert auf beiden Seiten Vertrauen in die Partnerschaft. Das Studio führt die Riva-Linie weiter in größere und ehrgeizigere Einheiten. Sein einspuriger Fokus bleibt sein bestimmender Zug. Officina Italiana Design ist der Hüter einer gestalterischen Ikone. Seine Arbeit hält einen der großen Namen des Bootsbaus für eine neue Generation von Eignern lebendig und relevant.
Für wen: Käufer, die die Marke Riva und ihre Verbindung aus klassischer italienischer Eleganz und moderner Fertigung suchen.


