RWD (Redman Whiteley Dixon)

- Vollständiger Name: Redman Whiteley Dixon (RWD)
- Gründer: Justin Redman und Mark Whiteley, Tony Dixon kam 2001 hinzu
- Gegründet: 1993
- Sitz: Beaulieu, Hampshire, England
- Disziplinen: Exterieur- und Interieurdesign
- Prägende Yachten: Ilona (73 m), Al Said (155 m), Vava II, Como
- Portfolio: rund 75 Yachten von etwa 35 m bis 155 m
Gegründet an der Südküste
RWD steht für Redman Whiteley Dixon, die Nachnamen hinter dem Büro und nicht für eine andere Lesart der Initialen. Justin Redman und Mark Whiteley lernten sich im Industriedesign-Studium in London kennen und gründeten das Studio 1993. Tony Dixon kam 2001 hinzu, und das Unternehmen nahm bald darauf seinen heutigen dreiteiligen Namen an. Das Büro sitzt in einem umgebauten Elektrizitätswerk am Ufer des Beaulieu River in Hampshire. Jeder der drei Nachnamen gehört einem seiner Designer und nicht einer erfundenen Wortfolge.
Von einem frühen Sitz in Chelsea zog das Studio an die Küste des New Forest, näher an das Wasser und die Werften, die es bedient. Über drei Jahrzehnte stetiger Arbeit hat es ein großes Team aufgebaut. Der Umzug gab dem Büro Raum zum Wachsen und zugleich eine ruhige Lage am Fluss. Dieser Sitz ist Teil der Identität des Studios geworden. Die Lage am Wasser passt zu einem Büro, dessen Arbeit ganz vom Leben auf See handelt.
Zurückhaltung und Proportion
Die Handschrift von RWD bevorzugt klare, ausgewogene Linien und eine ruhige Selbstsicherheit statt visuellem Lärm. Das Studio ist für Proportion bekannt und für Exterieurs, die gut altern, statt einer vorübergehenden Mode nachzujagen. Es entwirft Exterieur und Interieur, was hilft, eine Yacht vom Profil bis zum Salon stimmig zu halten. Die Arbeit liest sich zurückhaltend, passend zu ihren britischen Wurzeln. Das Studio zieht eine Linie, die in zwanzig Jahren noch stimmt, einer vor, die schnell altert.
Das Büro zielt auf Zeitlosigkeit, auf eine Yacht, die viele Jahre nach dem Stapellauf noch richtig aussieht. Diese Disziplin passt zu Eignern, die Langlebigkeit über Neuheit stellen. Das Studio bewältigt eine große Spanne an Größen, ohne seinen abgewogenen Charakter zu verlieren. Seine Zurückhaltung ist ein bewusster Gegensatz zu extrovertierteren Häusern. Dieser abgewogene Charakter ist eine Entscheidung und keine Grenze dessen, was das Studio zeichnen kann.

Britische Zurückhaltung in jeder Größe, vom 35-Meter-Cruiser bis zum 155-Meter-Flaggschiff.
Von Ilona bis Al Said
Die 73 Meter lange Ilona, gebaut von Amels, etablierte das Studio in der Superyachtwelt und öffnete die Tür zu größeren Arbeiten. Am anderen Ende ist die 155 Meter lange Al Said die größte Yacht im Portfolio von RWD. Zwischen diesen Polen liegen Yachten wie Vava II, Twizzle und Como, die die Bandbreite des Studios zeigen. Das Büro hat über diese Spanne hinweg eine große Zahl von Yachten fertiggestellt. Der Aufstieg zu Superyachtgrößen kam stetig und nicht durch einen einzelnen Sprung.
Zu den jüngeren Arbeiten zählen Faith und weitere bedeutende Motoryachten, die von führenden Werften abgeliefert wurden. Das Studio hat rund 75 Yachten von etwa 35 Metern bis 155 Metern gestaltet. Diese Menge macht es zu einem der erfahrensten Büros in Großbritannien. Die Breite der Flotte steht im Zentrum seines Rufs. In diesem Tempo über drei Jahrzehnte abzuliefern verlangt ein tiefes und eingespieltes Team hinter den Gründern.

Ein kooperatives Büro
RWD arbeitet eng mit Eignern und Werften in ganz Europa und passt seinen Prozess jedem Projekt an. Das Studio ist es gewohnt, einen vollständigen Entwurf zu führen oder sich allein auf Exterieur oder Interieur zu konzentrieren. Seine lange Erfahrung erlaubt ihm, Erstkäufer ebenso zu führen wie erfahrene Eigner. Diese Flexibilität erklärt einen Teil des stetigen Auftragsflusses. Das Studio passt seine Rolle dem Eigner an, statt jedem Auftrag einen festen Prozess aufzuzwingen.
Das Büro hat über wiederkehrende Aufträge Beziehungen zu mehreren großen Werften aufgebaut. Yachten bis 155 Meter abzuliefern verlangt enge Abstimmung mit den Ingenieuren einer Werft, und das Studio ist diese Disziplin gewohnt. Es behält während des Baus eine praktische Rolle, um die Entwurfsabsicht zu schützen. Diese Sorgfalt bis zur Ablieferung ist ein Grund, warum Eigner zurückkehren. Wiederkehrende Kunden sind ein starkes Zeichen dafür, dass die fertige Yacht den frühen Zeichnungen entsprach.

Unter den produktivsten Büros Großbritanniens
Mit rund 75 Yachten unter eigenem Namen zählt RWD zu den produktivsten Designhäusern Großbritanniens. Seine Arbeit schreit nicht, was es in der Presse mitunter leiser gehalten hat als auffälligere Wettbewerber. Innerhalb der Branche jedoch gebietet seine Bilanz Respekt. Der Ruf des Studios ruht auf einem tiefen und gleichmäßigen Bestand gebauter Arbeit. Stille Beständigkeit, nicht eine einzelne Schlagzeilenyacht, macht das Büro aus.
RWD hat bewiesen, dass es in jeder Größe arbeiten kann, vom Mittelklasse-Cruiser bis zu einem Flaggschiff von nationalem Maßstab. Diese Vielseitigkeit ist ungewöhnlich und wertvoll. Das Büro gewinnt weiterhin Aufträge an der Spitze des Marktes. Seine Mischung aus Zurückhaltung und Bandbreite hält es fest etabliert. Nur wenige britische Studios erreichen diese Verbindung aus stetigem Ausstoß und Größenbreite.
Für wen: Eigner, die zurückhaltendes, gut proportioniertes Design schätzen, das auch Jahrzehnte nach dem Stapellauf noch richtig aussieht.