Zuccon International Project

- Gründer: Gianni Zuccon und Paola Galeazzi
- Gegründet: 1984 (gemeinsame Arbeit seit den frühen 1970er Jahren)
- Sitz: Rom, Italien
- Heute geführt von: Martina und Bernardo Zuccon
- Disziplinen: Architektur, Schiffsentwurf, Interieurs und Exterieurs
- Prägende Yachten: Chopi Chopi (80 m, CRN), Cloud 9 (CRN)
- Bekannt für: eine lange Partnerschaft mit der Ferretti Group
Ein römisches Designhaus
Gianni Zuccon und seine verstorbene Frau Paola Galeazzi kamen aus der Architektur zum Yachtdesign und gründeten das Studio 1984 offiziell. Das Paar hatte bereits in den frühen 1970er Jahren gemeinsam Yachten entworfen, lange bevor die Firma ihren Namen erhielt. Das Büro sitzt in Rom und arbeitet an Architektur und Gestaltung von Yachten vom Konzept bis zur Fertigstellung. Sein Portfolio umfasst Hunderte von Semi-Custom- und Custom-Yachten. Dieses Arbeitsvolumen über vier Jahrzehnte gehört zu den größten aller italienischen Studios.
Das Studio bleibt ein Familienunternehmen, und Martina und Bernardo, die Kinder von Gianni und Paola, führen das Büro heute. Diese Kontinuität hat über vier Jahrzehnte eine durchgehende Philosophie bewahrt. Das Team ist zu einem ansehnlichen multidisziplinären Büro gewachsen. Seine architektonischen Wurzeln prägen bis heute, wie es sich einer Yacht nähert. Die Gründer waren zuerst Architekten und trugen dieses Denken auf das Wasser.
Architektur, die schwimmt
Zuccon behandelt eine Yacht als ein Stück Architektur, mit einem starken Interesse daran, wie Menschen sich durch die Räume bewegen und sie nutzen. Das Studio bevorzugt großzügiges Glas, eine enge Verbindung zur See und Interieurs, die offen und bewohnbar wirken. Seine Exterieurs sind elegant und zurückhaltend statt aggressiv. Diese abgewogene, architektonische Sensibilität durchzieht sowohl die Serien- als auch die Custom-Arbeit. Das Studio entwirft dafür, wie eine Familie an Bord wirklich lebt, und nicht für den Auftritt.
Das Büro denkt über Licht, Volumen und das Verhältnis der Decks zueinander so nach, wie ein Gebäudeplaner über Räume und Geschosse nachdenkt. Das hat seine Yachten innen weit und ruhig wirken lassen. Der Ansatz passt zu Eignern, die ein Zuhause auf See wollen statt einer Aussage über Geschwindigkeit. Es ist eine leise italienische Lesart von Luxus. Komfort und Tageslicht stehen in den Interieurs, die es zeichnet, vor dem Spektakel.

Eine Yacht, gezeichnet wie ein Gebäude, mit Licht und Raum an erster Stelle.
Von Posillipo bis Chopi Chopi
Das nautische Debüt des Studios kam in den 1970er Jahren mit dem Gewinn eines Wettbewerbs von Cantieri di Posillipo, aus dem eine frühe Yachtserie hervorging, die seinen Namen in Italien begründete. Es folgte eine lange Partnerschaft mit der Ferretti Group, aus der viele Serienmodelle über die Marken der Gruppe hinweg entstanden. Die 80 Meter lange Chopi Chopi, gebaut von CRN, ist das größte Projekt des Studios und eine bedeutende Custom-Yacht. Cloud 9, ebenfalls von CRN, ist eine weitere bemerkenswerte große Ablieferung. Der Schritt zu größeren Custom-Yachten wuchs aus einer tiefen Basis an Serienarbeit.
Über die Jahrzehnte hat das Büro eine sehr große Zahl von Rümpfen geformt, von mittelgroßen Serienbooten bis zu bedeutenden Custom-Yachten. Seine Arbeit für Custom Line und andere Ferretti-Marken hat den Zuccon-Look in Stückzahl auf das Wasser gebracht. Diese Verbindung aus Volumen und dem gelegentlichen Flaggschiff ist ungewöhnlich. Sie spiegelt ein Studio, das in Serien- wie in Einzelentwurf gleichermaßen zu Hause ist. Nur wenige Büros wechseln so mühelos zwischen einem kleinen Serienboot und einer 80 Meter langen Custom-Yacht.

Werften, Serien und Eigner
Die tiefe Beziehung von Zuccon zur Ferretti Group ist zentral für das Geschäft und sichert einen stetigen Zulauf an Serienarbeit. Serienyachten zu entwerfen verlangt Disziplin bei Kosten und Wiederholbarkeit, die das Studio über viele Modelle hinweg beherrscht. Bei Custom-Projekten wie Chopi Chopi arbeitet es eins zu eins mit Eigner und Werft. Das Büro bewegt sich mühelos zwischen diesen beiden sehr unterschiedlichen Arbeitsweisen. Es wechselt zwischen Serien- und Custom-Arbeit müheloser als die meisten Häuser.
Sein architektonischer Hintergrund hilft dabei, die Lebensweise eines Eigners in einen Generalplan zu übersetzen. Das Studio ist es gewohnt, Käufer durch die Entscheidungen zu führen, die die Innenvolumina einer Yacht formen. Lange Erfahrung mit italienischen Werften bedeutet, dass es deren Bauweisen gut versteht. Diese Vertrautheit hält seine Entwürfe baubar und im Budget. Die Methoden einer Werft von innen zu kennen hilft ihm, teure Überraschungen während eines Baus zu vermeiden.
Eine feste Größe im italienischen Yachtbau
Mit Hunderten von Yachten unter eigenem Namen ist Zuccon eines der etabliertesten Designhäuser Italiens. Sein Einfluss zeigt sich ebenso in verbreiteten Serienbaureihen wie in aufsehenerregenden Custom-Yachten. Der ruhige, architektonische Stil des Studios ist über vier Jahrzehnte gut gealtert. Diese Beständigkeit ist die Grundlage seines Rangs. Der Zuccon-Look ist erkennbar geblieben, auch als sich der Geschmack ringsum verändert hat.
Die Übergabe des Büros an die Kinder der Gründer hat seine Zukunft gesichert. Das Büro entwirft weiterhin über die gesamte Größenspanne für große italienische Werften. Seine Verbindung aus Architektur und Yachtdesign bleibt unverwechselbar. Zuccon ist in die Geschichte des modernen italienischen Yachtbaus eingewoben. Sein Einfluss erreicht Eigner, die den Namen des Studios womöglich nie erfahren.
Für wen: Eigner, die eine architektonische, lichtdurchflutete Yacht von einem Studio wollen, das Serien- und Custom-Arbeit gleichermaßen beherrscht.