Nausicaa

| Länge über alles | 114,2 m |
|---|---|
| Vermessung | 6.593 GT |
| Breite | 18,7 m |
| Ablieferung | Mai 2026 (Bauname Project Cosmos) |
| Werft | Lurssen (Deutschland) |
| Exterieur- und Interieurdesign | Marc Newson |
| Rumpf | Eisklasse 1D |
| Antrieb | dieselelektrisch mit elektrischen Azimut-Podantrieben, Vorrüstung für ein Methanol-Brennstoffzellensystem |
Ein Konzept wird wirklich
Nausicaa ist ungewöhnlich, weil sie als vollständig durchgearbeitetes Entwurfskonzept begann und mit bemerkenswerter Treue dazu gebaut wurde. Mit 114,2 Metern und 6.593 GT über sechs Decks trägt sie die einzigartige Vorstellung von Marc Newson, einem Gestalter, der eher für Produkte und Möbel bekannt ist als für Yachten. Die Werft lieferte sie im Mai 2026 ab, nach einem Bau, der 2022 unter dem Decknamen Project Cosmos begann. Sie ist ein seltener Fall, in dem die ursprüngliche Zeichnung eines Gestalters die Kompromisse eines realen Bauprogramms überlebt hat.
Ihre Bedeutung liegt ebenso im Ehrgeiz wie in der Größe. Sie wurde um fortschrittliche Antriebsideen herum geplant, die an die Grenzen des Verfügbaren stießen. Ob nun jedes Element termingerecht ankam oder nicht, die Absicht stellte sie an die Spitze eines breiteren Gesprächs der Branche über sauberere Leistung. Nausicaa ist eine Aussage darüber, wohin große Yachten steuern könnten.
Eine einzigartige Vorstellung
Marc Newson entwarf Exterieur und Interieur zugleich, eine für eine Yacht dieses Maßstabs ungewöhnlich vollständige Urheberschaft. Seine Handschrift zeigt sich in den glatten, skulpturalen Formen, die sich durch das Schiff ziehen, näher an einem durchdachten Produkt als an einem konventionellen Schiff. Ein durchgehendes Glasband umschließt die obere Ebene, und dahinter liegt eine neunzehn Meter lange Aussichtslounge. Der Gesamtauftritt ist klar, geschwungen und still futuristisch.
Das Herzstück des Entwurfs ist der Skydome, ein 56 Quadratmeter großes privates Arbeitszimmer für den Eigner aus sieben gebogenen Glasscheiben, jede 62 Millimeter dick und über eine Tonne schwer. Glas in dieser Spezifikation zu bauen, war eine technische Leistung für sich. Das Merkmal gibt dem Eigner einen Panoramaraum, wie es ihn auf einer traditionellen Yacht nicht gibt. Es fasst die Mischung des ganzen Projekts aus gestalterischem Ehrgeiz und technischer Schwierigkeit.
Das Konzept eines einzelnen Gestalters, fast genau so gebaut, wie es gezeichnet war.
Die Frage der Brennstoffzelle
Nausicaa wurde um ein Brennstoffzellensystem herum gedacht, das Methanol in Wasserstoff umwandeln und Strom erzeugen sollte, eine im Yachtbau noch aufkommende Technik. Auf Wunsch des Eigners wurde das Schiff mit der Vorrüstung für dieses System gebaut. Wie abgeliefert arbeitet sie mit einer dieselelektrischen Anlage aus fünf Generatoren und vollelektrischen Azimut-Podantrieben, gestützt von einer Batteriebank von bis zu zwei Megawatt. Die Berichterstattung zu ihrer Ablieferung hielt fest, dass die Brennstoffzellentechnik noch in Arbeit war und dass das Schiff mit seiner dieselelektrischen Anlage in See stach.
Dieser ehrliche Befund zählt, denn er zeigt sowohl den Appetit auf sauberere Technik auf diesem Niveau als auch die praktischen Grenzen, sie aufs Wasser zu bringen. Die dieselelektrische Anordnung ist selbst modern und effizient, die Pods erlauben leises und präzises Handling. Die Batteriekapazität stützt geräuscharmen Betrieb vor Anker und im Hafen. Die Architektur lässt Raum für die Brennstoffzellenzukunft, die der Eigner wollte.
Leben in einem Gestaltungsobjekt
Das Leben an Bord von Nausicaa spielt sich in Räumen ab, die sich als ein einziges durchgehendes Werk der Gestaltung anfühlen. Zu den berichteten Merkmalen gehören eine maßgefertigte Sushi-Bar und eine Kunstgalerie über zwei Ebenen, beide im Einklang mit Newsons Ästhetik. Ein achtzehn Meter langes offenes Achterdeck trägt einen Swimmingpool, der als tief genug zum Springen beschrieben wird, dazu einen Whirlpool. Das ganze Interieur wurde als eine Idee geformt und nicht aus getrennten Räumen zusammengesetzt.
Ihre Zertifizierung nach Eisklasse 1D bedeutet, dass sie in leichtem Eis und in kälteren Regionen arbeiten kann, was erweitert, wohin der Eigner sie bringen kann. Ein Trockendock und ein Tenderhandhabungssystem erlauben ihr, einen großen Tender aus dem Rumpf heraus mitzuführen und auszusetzen. Entstanden ist eine Yacht, die kunstvolle Wohnräume mit echtem Aktionsradius verbindet. Sie wurde entworfen, um an ungewöhnliche Orte in ungewöhnlichem Stil zu fahren.
Ein experimenteller Auftrag
Wie bei anderen Lurssen-Yachten ist diese Zuordnung berichtet und nicht offiziell bestätigt. Der Auftrag passt zum Muster eines Eigners, der bereit ist, ein wirklich experimentelles Projekt zu finanzieren. Es braucht eine besondere Art von Kunde, um eine Yacht um unerprobte Technik herum zu bauen.
Am Markt belegt Nausicaa eine Kategorie für sich allein. Ihre Urheberschaft durch einen einzigen Gestalter, ihre Brennstoffzellenvorrüstung und ihr kompromissloses Konzept machen sie mit nichts anderem auf dem Wasser vergleichbar. Diese Einzigartigkeit ist zugleich ihr Reiz und für einen künftigen Käufer eine Frage, denn maßgeschneiderte Vorstellungen passen dem nächsten Eigner selten so gut wie dem ersten. Vorerst steht sie als eine der eigenständigsten großen Yachten, die Lurssen je gebaut hat.
Why she trades cabins for engineering
Nausicaa's nine suites for eighteen guests is a strikingly low number for a 114-metre, 6,593 GT hull - most yachts her length carry two or three times as many guest cabins. The reason is where her volume actually goes: a five-engine diesel-electric plant with electric azimuth pods in place of a conventional shaftline, up to 2MW of battery storage, and provision for a methanol-to-hydrogen fuel-cell system that Lurssen itself has never fitted before.
That trade only makes sense for an owner who wanted the engineering and the 56 square metre glass Skydome study more than an extra deck of cabins, and it is consistent with a yacht built to Ice Class 1D for higher-latitude cruising rather than a fixed Mediterranean-Caribbean circuit. Boat International's own delivery report is careful to call the fuel-cell system 'emerging technology', which is the honest way to describe a feature nobody has yet reported using at sea. Peter Lurssen himself framed the project around the yard's long record in structural glasswork rather than the propulsion system, saying innovation in glass has long been a hallmark of the yard and that Nausicaa pushes the boundaries of scale and structural complexity - a reminder that the Skydome, not the fuel cell, is what Lurssen itself chose to lead with at delivery.
Motoren und Technik
| Propulsion | A five-engine diesel-electric plant (two primary, three auxiliary, reported as MTU 16V4000 units) driving fully electric azimuth pods rather than a conventional shaftline - unusual for a Lurssen this size. |
|---|---|
| Battery and fuel cell | Up to 2MW of battery storage, enough to run every hotel system at peak load on electric power alone, plus provision for a methanol-to-hydrogen fuel-cell system - a first for Lurssen and still 'emerging technology' by Boat International's own description, not yet a proven fixture across the fleet. |
| Speed | Reported cruising speed around 14 knots with a top speed over 20 knots - unverified against a second technical source. |
| Hull | Steel displacement hull reinforced to Ice Class 1D, with an aluminium superstructure - built for higher-latitude cruising, not just the Mediterranean and Caribbean circuit. |
| Tenders | A 16-tonne-capacity tender and toy handling system built into the 18-metre aft deck. |
Was Eigner und Crew berichten
Too new for independent owner or crew reports
Nausicaa was delivered in May 2026, a few months before this page was written; no owner, crew or charter guest account has been published yet, and everything here comes from the builder's delivery release and broker listings.
Heart research
Was gut ist und worauf zu achten ist
Stärken
- A genuine engineering first for LurssenThe diesel-electric plant, 2MW battery and methanol fuel-cell provision are a real departure from a conventional shaftline, aimed squarely at cutting fossil-fuel running hours at anchor.
- A one-off centrepiece in the SkydomeThe 56 sq m owner's study built from seven hot-bent glass panes, each 62mm thick and over a tonne in weight, is the kind of single feature that defines a yacht for a generation.
- Built for more than warm-water cruisingAn Ice Class 1D hull and a five-engine diesel-electric plant point to genuine higher-latitude capability, not just a marketing line.
Worauf zu achten ist
- The fuel-cell system is provision, not proofBoat International itself frames the methanol fuel-cell as emerging technology; nothing published yet confirms how much of her at-anchor power the system actually carries in real use.
- Very few cabins for her size9 suites and 18 guests on a 114m, 6,593 GT hull is a low density even for a full-custom flagship, so she trades guest capacity heavily for engineering and public space.
- No independent review exists yetShe was delivered only months before this was written, so every figure here comes from the builder's own release and broker aggregation, not a sea trial or an owner account.
Praktische Angaben
| Reported price | Around $350 million (SuperyachtFan) - a single-source figure, not independently confirmed. |
|---|---|
| Guest and crew capacity | 9 suites for up to 18 guests, with 36 crew - a low guest-to-crew ratio even by superyacht standards, reflecting how much of her volume goes on engineering and the Skydome study rather than extra cabins. |
| Ownership | Reported to belong to the Japanese entrepreneur Yusaku Maezawa; Boat International's own delivery report names only the owner's nationality, not the individual. |
| Delivery history | Built under the yard name Project Cosmos and delivered as Nausicaa in May 2026, only a few months before this page was written. |
Design
| Exterieurdesign | Marc Newson Ltd |
|---|---|
| Konstruktion | Lurssen |
Für wen: Ein gestaltungsgetriebener Eigner, der bereit ist, eine experimentelle, einzigartige Vorstellung zu finanzieren und die Risiken wegweisender maritimer Technik zu tragen.