Mangusta GranSport 34

- Länge über alles: 33,9 m (111 ft 2 in)
- Breite: 7,4 m
- Motoren: 4 x Volvo Penta D13, je etwa 1.000 hp
- Antrieb: 4 x Pod-Antriebe Volvo Penta IPS 1350
- Höchstgeschwindigkeit: etwa 24 Knoten, Marschfahrt etwa 20 Knoten
- Gäste und Crew: bis zu 12 in 5 Kabinen, 5 Crew in 3 Kabinen
- Bauweise: einschaliges Composite, etwa 240 GT
- Design: Alberto Mancini mit Overmarine, erster Rumpf 2026 zu Wasser gelassen
Das Küken der GranSport-Baureihe
Die GranSport 34 kam 2026 als direkte Nachfolgerin der GranSport 33, eines Modells, das ein Dutzend Einheiten verkaufte und eine treue Anhängerschaft aufbaute. Mit 33,9 Metern ist sie das kleinste Boot der Fast-Displacement-Baureihe und steht unter der 38, 45, 50 und 54. Alberto Mancini zeichnete das Exterieur mit Unterstützung aus dem Engineering-Büro von Overmarine und behielt den Familienauftritt bei, während die Plattform erneuert wurde. Der erste Rumpf kam im Frühjahr 2026 in Viareggio ins Wasser.
Die GranSport-Idee ist ein Crossover, ein Boot, das auf reine Höchstgeschwindigkeit verzichtet und dafür weit mehr Reichweite und Komfort bietet als eine offene Sportyacht. Bei der 34 beginnt dieses Denken. Sie ist leicht genug, um lebendig zu wirken, und doch stabil und sparsam, wenn ein Eigner Strecke machen will. Für viele Käufer ist sie die erste Mangusta, die sie mit kleiner Crew betreiben und in engeren Marinas anlegen können.
Sportliche Linien auf kompaktem Rumpf
Die 34 trägt das flache, zweckmäßige Profil, das die ganze GranSport-Linie durchzieht, mit senkrechtem Bug und klarem Aufbau. Breite Verglasung und offene Seitendecks lassen das Boot weit größer wirken, als seine Länge vermuten lässt. Ein großes Achtercockpit und ausklappbare Terrassen bringen die Gäste nah ans Wasser, sobald das Boot steht. Das Sonnendeck oben bietet dem Eigner einen Außensteuerstand und eine Loungefläche mit echter Aussicht.
Weil der Rumpf in einschaligem Composite mit einem Aufbau in Sandwich-Composite gebaut ist, bleibt das Boot leicht und effizient. Dieses geringe Gewicht hilft der 34, sparsam zu fahren und bei bescheidenen 240 GT zu liegen. Der Decksverlauf ist so gearbeitet, dass Gäste vom Beach-Bereich achtern zur Bugliege gelangen, ohne die Arbeitsbereiche des Bootes zu kreuzen. Das gesamte Exterieur ist so gezeichnet, dass es im Stand sportlich und in Fahrt ruhig wirkt.
Die kleinste GranSport, 33,9 Meter auf vier Pod-Antrieben mit Platz für zwölf Gäste in fünf Kabinen.
Zwölf Gäste in fünf Kabinen
Für ein Boot unter 34 Metern trägt die 34 eine beachtliche Gästezahl und schläft bis zu 12 Personen in fünf Kabinen. Eine Eignerkabine über die volle Breite liegt auf dem Unterdeck neben VIP- und Gästekabinen, alle mit gutem Tageslicht aus Rumpffenstern. Der Salon auf dem Hauptdeck öffnet sich zum Cockpit und verbindet bei warmem Wetter Innen und Außen. Fünf Crewmitglieder wohnen in drei Kabinen, sodass der Service im Hintergrund bleibt.
Das Interieur ist ein Semi-Custom-Projekt, geprägt von Alberto Mancini und dem Büro von Overmarine. Eigner wählen Hölzer, Steine, Stoffe und Layout passend zu ihrer Art zu fahren, ob Familienurlaub oder ruhige Törns zu zweit. Helle Oberflächen und klare Tischlerarbeit halten die Stimmung zeitgemäß. Das gebotene Volumen ist es, was die 34 wirklich von offenen Booten ähnlicher Länge abhebt.
Vier Pod-Antriebe und geringer Tiefgang
Die 34 wird von vier Volvo Penta D13 mit je rund 1.000 hp angetrieben, die über vier Pod-Antriebe Volvo Penta IPS 1350 arbeiten. Diese Pod-Anordnung ergibt Höchstgeschwindigkeiten nahe 24 Knoten und eine leichte Marschfahrt um 20 Knoten. Die Pods steuern unabhängig voneinander und ziehen das Boot von vorn, sodass das Manövrieren auf engem Raum präzise ist und das Anlegen per Joystick einfach bleibt. Der geringe Tiefgang, der mit Pods einhergeht, erschließt Ankerplätze, die tiefer gehende Yachten auslassen müssen.
Der Kompromiss der GranSport-Linie ist klar, die 34 erreicht nicht die Höchstgeschwindigkeit eines offenen Bootes, fährt dafür aber länger und komfortabler. Der Verbrauch bleibt bei Verdrängertempo niedrig, was die Reichweite weit über die eines schnellen Sportbootes streckt. Die Anordnung mit vier Motoren und vier Pods bringt zudem Redundanz und damit Ruhe auf See. Für einen Eigner, der gern selbst fährt, machen Joystick und leichter Rumpf die 34 wirklich unterhaltsam im Handling.
Der Eigner, zu dem sie passt
Die 34 zielt auf den Eigner, der eine richtige kleine Superyacht will, die leicht zu betreiben und leicht anzulegen bleibt. Sie passt zu Paaren und Familien, denen fünf echte Kabinen und geringer Tiefgang mehr wert sind als die letzten Knoten Höchstgeschwindigkeit. Die Joystick-Steuerung macht sie zugänglich für einen Eigner, der das Boot führen will, ohne sich für jedes Manöver auf die Crew zu stützen. Küstenfahrt und Inselhüpfen sind ihr liebstes Revier.
Sie dient auch als sauberer Einstieg in die GranSport-Welt für Käufer, die später aufsteigen könnten. Auftritt und Handling tragen sich direkt in der Baureihe nach oben zu den größeren Booten. Betriebskosten, Crewstärke und Liegeplatzgebühren bleiben für einen Privateigner beherrschbar. Für eine erste ernsthafte Yacht, die sich trotzdem besonders anfühlt, ist die 34 ein starker Auftakt.
Für wen: Der Eigner, der eine kompakte Superyacht mit fünf Kabinen, geringem Tiefgang und einem Joystick-Handling sucht, das er selbst beherrscht.