Mangusta GranSport 38

- Länge über alles: 37,58 m (123 ft 3 in)
- Breite: 7,9 m
- Tiefgang: etwa 2,15 m
- Motoren: 4 x Volvo Penta D13, je etwa 1.000 hp, IPS-Pod-Antrieb
- Höchstgeschwindigkeit: etwa 20 Knoten bei halber Beladung, Marschfahrt etwa 18 Knoten
- Reichweite: etwa 600 nm bei schneller Marschfahrt
- Gäste: bis zu 12 in 5 Kabinen
- Design: Alberto Mancini, 2026 vorgestellt mit doppelt asymmetrischem Layout
Ein neuer Schritt in der GranSport-Linie
Die GranSport 38 wurde Anfang 2026 als neuer Eintrag der Mittelklasse zwischen der 34 und der 45 vorgestellt. Mit 37,58 Metern nimmt sie das Crossover-Denken der Linie auf und treibt es mit ihrer Deckgeometrie in eine neue Richtung. Alberto Mancini zeichnete Exterieur und Interieur, die Konstruktion kam aus dem Engineering-Büro von Overmarine. Das Boot löste bei seinem Debüt eine starke Reaktion aus, weil es die Nutzung von Raum neu denkt.
Das Versprechen von GranSport lautet Reichweite und Komfort bei Verdrängerfahrt, mit der Option auf ein beherztes Tempo. Die 38 hält an diesem Auftrag fest und fügt ein Merkmal für die Schlagzeile hinzu, die Art nämlich, wie sie mit Asymmetrie Raum gewinnt. Sie passt zu einem Eigner, der in einem Segment voller ähnlicher Profile etwas anderes sucht. Das Ergebnis ist ein Boot, das am Steg auffällt und den zweiten Blick belohnt.
Asymmetrie über zwei Decks gedacht
Die prägende Idee der 38 ist ein doppelt asymmetrisches Layout. Auf dem Hauptdeck läuft die Steuerbordseite mit großzügiger Verglasung bis an die volle Breite, während die Backbordseite einen klassischen Walkaround behält. Auf dem Oberdeck kehrt sich die Anordnung um, dort bekommt Backbord das Volumen über die volle Breite und Steuerbord den Durchgang. Diese Umkehr gleicht das Boot optisch aus und holt zugleich deutlich mehr Innenraum aus dem Rumpf.
Der Gewinn sind ein Hauptdeck und ein Oberdeck, die beide breiter wirken, als die Zahlen vermuten lassen. Große Glasflächen fluten diese Volumen über die volle Breite mit Tageslicht und geben den Gästen freie Sicht nach außen. Der flache GranSport-Aufbau und der senkrechte Bug sind weiterhin deutlich da, das Boot liest sich also als Teil der Familie. Es ist ein wirklich kluges Stück Entwurfsarbeit, das Eigner entweder auf den ersten Blick lieben oder erklärt haben wollen, und es lohnt die Aufmerksamkeit.
Ein 37,6 Meter langer Crossover, dessen doppelt asymmetrische Decks das Volumen eines weit größeren Bootes gewinnen.
Volumen dort, wo es zählt
Im Inneren setzt die 38 ihren zusätzlichen Raum für bis zu 12 Gäste in fünf Kabinen ein. Die durch die Asymmetrie entstandenen Abschnitte über die volle Breite werden zu großzügigen Salons und zu einem größeren Eignerbereich, als die Länge sonst erlauben würde. Verglasung in Rumpf und Aufbau hält das Interieur vom Unterdeck aufwärts hell. Das Layout ist auf den tatsächlichen Gebrauch gebaut, mit klarer Trennung zwischen Gästebereichen und Crew.
Wie bei jeder GranSport ist das Interieur eine Semi-Custom-Arbeit von Alberto Mancini und dem Büro von Overmarine. Eigner legen Materialien und Details nach eigenem Geschmack fest, von hellen modernen bis zu wärmeren klassischen Konzepten. Die breiteren Volumen geben den Designern mehr Spielraum als ein symmetrisches Boot gleicher Länge. Diese Freiheit macht einen großen Teil des Reizes der 38 aus.
Effizienz durch Pod-Antriebe
Die 38 wird von vier Volvo Penta D13 auf der Pod-Plattform Volvo Penta IPS angetrieben, der ersten Anwendung des Pod-Systems in dieser Größe innerhalb der Linie. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei halber Beladung um 20 Knoten, die bequeme Marschfahrt nahe 18 Knoten. Die Reichweite beträgt bei dieser schnellen Marschfahrt etwa 600 Seemeilen, bei sparsamem Verdrängertempo deutlich mehr. Die Pods halten den Maschinenraum kompakt und die Antriebsanlage dicht unter dem Rumpf.
Pod-Antriebe bringen weniger Vibration, saubereren Lauf und einfaches Joystick-Handling am Steg. Weil jeder Pod einzeln steuerbar ist, lässt sich ein Boot dieser Größe ohne großen Crewaufwand anlegen. Das System senkt außerdem Verbrauch und Emissionen gegenüber älteren Wellenanlagen. Für einen Eigner, der lange, leise Fahrt mit der Option auf eine zügigere Passage will, ist die 38 gut abgestimmt.
Der Eigner, zu dem sie passt
Die 38 ist für den Eigner, der in der Mittelklasse etwas Markantes will und Wohnraum über alles stellt. Das asymmetrische Layout spricht einen Käufer an, dem ein Boot gefällt, das am Steg Gespräche auslöst. Familien und größere Gästegruppen profitieren vom zusätzlichen Volumen auf Hauptdeck und Oberdeck. Sie fährt lange Strecken komfortabel und legt am Ende des Tages leicht an.
Sie passt auch zu einem Eigner, der von einem kleineren Crossover aufsteigt und mehr Raum ohne einen großen Sprung in der Länge sucht. Handling und Effizienz von GranSport tragen sich herüber, das Boot bleibt also zugänglich. Crew und Betriebskosten bleiben gemessen am gebotenen Volumen vernünftig. Für einen Käufer, der klugen Entwurf und echte Nutzbarkeit in einem Rumpf sucht, macht die 38 ein starkes Argument.
Für wen: Der Eigner, der einen markanten Crossover der Mittelklasse mit dem Wohnraum einer größeren Yacht und dem leichten Handling von Pod-Antrieben sucht.