Riva 112' Dolcevita Super

- Länge über alles: 34,37 m (112 ft 10 in)
- Breite: 7,27 m
- Motoren: zwei MTU 16V 2000 M96L, je 2.638 hp
- Höchstgeschwindigkeit: ca. 25 Knoten, Marschfahrt ca. 23 Knoten
- Reichweite: ca. 400 Seemeilen bei Marschfahrt
- Unterbringung: fünf Kabinen, zehn Gäste, Crew von fünf
- Bauweise: Rumpf und Aufbau aus GFK mit Karbonverstärkung
- Stapellauf: 2025, Weiterentwicklung der 110' Dolcevita
Flaggschiff der GFK-Flotte
Die Dolcevita Super krönt die gleitende GFK-Baureihe, die von den kleinen Runabouts bis zu dieser vierunddreißig Meter langen Yacht reicht. Mit 34,37 Metern über alles und 7,27 Metern Breite ist sie die größte Riva aus Komposit in Serienproduktion. Sie löst die 110' Dolcevita ab, nimmt dieselbe Idee auf und treibt sie weiter. Über ihr stehen nur noch die maßgefertigten Aluminium-Superyachten. Innerhalb der GFK-Linie baut Riva nichts Längeres.
Das Kürzel Super steht für eine echte Neubearbeitung und nicht für eine Modellpflege. Riva ergänzte Länge, größere Verglasung und einen Beach Club, der bis ans Wasser reicht. Das Ergebnis ist eine Yacht für längere Fahrten mit einer großen Eigner- und Gästerunde. Sie verankert die Spitze der Volumenbaureihe. Die Super liest sich als natürliches Zuhause für einen Eigner, der den kleineren Dolcevitas entwachsen ist.
Mehr Glas, längere Linien
Officina Italiana Design und das Konstruktionsteam von Ferretti streckten den Rumpf und vergrößerten die Verglasung der Super. Zwei seitliche Balkone klappen vom Hauptdeck aus und weiten den Wohnraum vor Anker. Die Flybridge misst rund 60 Quadratmeter für die Nutzung im Freien. Der Ausdruck bleibt niedrig und waagerecht in der Riva-Tradition. Das zusätzliche Glas lässt das Interieur weit offener wirken als beim auslaufenden Modell.
Das Exterieur trägt die zurückhaltende Palette und die klare Metallarbeit der Marke. Große Fenster in Rumpf und Aufbau führen Licht tief ins Interieur. Das überarbeitete Heck fällt in einen Beach Club nahe dem Meer ab. Die Proportion ist so gelöst, dass die zusätzliche Länge als Eleganz und nicht als Masse gelesen wird. Balkone und Beach Club öffnen das Boot vor Anker deutlich.
Die größte in Serie gebaute Riva und die letzte Station vor einer maßgefertigten Superyacht.
Fünf Kabinen und ein Beach Club
Die Dolcevita Super bietet zehn Gästen in fünf Kabinen Platz, wobei die Eignerunterbringung gegenüber dem Vorgängermodell vergrößert wurde. Ein Beach Club von rund 35 Quadratmetern öffnet sich auf Wasserhöhe zum Schwimmen und Verweilen. Riva führt das Interieur in Leder und Stein aus, wie man es auf diesem Niveau erwartet. Die Gästekabinen sind besser schallgedämmt als zuvor. Das Unterdeck ist so angelegt, dass Gäste auf längeren Reisen ihre Privatsphäre behalten.
Das Hauptdeck fließt von einem hellen Salon in ein breites Cockpit und einen Essbereich. Der Crewbereich nimmt fünf Personen auf und hält den Service auf längeren Reisen diskret. Das Layout ist ebenso um das Empfangen vor Anker gebaut wie um das Zurücklegen von Strecke. Raum und Licht sind die bestimmenden Qualitäten des Interieurs. Die Flybridge ergänzt darüber ein großes offenes Deck zum Essen und Sonnen.
Marschtempo statt Sprintgeschwindigkeit
Zwei MTU 16V 2000 M96L Diesel mit je 2.638 hp treiben die Dolcevita Super an. Riva nennt eine Höchstgeschwindigkeit um 25 Knoten bei einer bequemen Marschfahrt nahe 23 Knoten. Die Reichweite bei Marschfahrt liegt im Bereich von 400 Seemeilen und wächst bei langsameren Verdrängerfahrten. Rumpf und Aufbau bestehen aus GFK mit Karbonverstärkung, um das Gewicht in dieser Größe zu beherrschen. Das Gewicht niedrig zu halten, ist der Grund, warum eine Kompositeinheit dieser Länge überhaupt noch gleitet.
Die Auslegung zielt hier auf entspanntes Küstenfahren statt auf das Sprinttempo der kleineren sportlichen Rivas. Die Yacht legt sich in eine leichte schnelle Marschfahrt und hält sie. Das Leergewicht liegt bei rund 130 Tonnen. Das ist eine Plattform, um Strecke in Komfort zurückzulegen. Sie ist für lange Sommerrouten gebaut und nicht für kurze Sprints.
Der Schritt vor einer Superyacht
Die Dolcevita Super passt zu einem Eigner, der die größte Serien-Riva will, ohne zu einem vollständig maßgefertigten Bau zu wechseln. Sie bietet Superyacht-Raum und Ausstattung aus der Serienfertigung, was die Ablieferung verkürzt und den Preis stabilisiert. Käufer fahren meist mit fester Crew im Mittelmeer und darüber hinaus. Sie funktioniert als Hauptyacht für lange Saisons auf dem Wasser. Die Serienfertigung macht Wartung und Betreuung zudem berechenbarer als bei einem Einzelstück.
Im Markt trifft sie auf Flybridge-Yachten jenseits von dreißig Metern aus den großen italienischen und niederländischen Werften. Riva verkauft sie über den Namen und die Herkunft der Dolcevita-Linie. Der Beach Club auf Wasserhöhe und die Klappbalkone geben ihr ein starkes Argument beim Empfangen. Für viele Eigner ist sie die natürliche Obergrenze der Serienbaureihe. Wer darüber hinausgeht, beauftragt einen maßgefertigten Aluminiumbau.
Design
- Exterieurdesign: Officina Italiana Design (Mauro Micheli / Sergio Beretta)
- Interieurdesign: Officina Italiana Design
- Konstruktion: Ferretti Group Engineering Department
Für wen: Ein Eigner, der beinahe Superyacht-Volumen und einen Beach Club auf Wasserhöhe aus der Serienbaureihe von Riva will, ohne einen maßgefertigten Bau zu beauftragen.