25. Juli 2026 · Yotters, unabhängiger Yacht-Journalismus
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Riva · Superyacht Division

Riva 54Metri

Die Riva 54Metri ist die größte Yacht, die die Werft je gebaut hat, eine Aluminium-Superyacht von fast fünfundfünfzig Metern. Die erste Einheit mit Namen Sairu lief 2025 vom Stapel und steht an der Spitze der Superyacht-Division von Riva. Sie trägt die Marke von schnellen Küstenyachten in echtes Hochseeterrain.
MotorAluminium superyacht54.83 m LOA2025
Foto: Megayacht News

Die größte je gebaute Riva

Über den größten Teil ihrer Geschichte baute Riva kleine schnelle Boote, weshalb eine fünfundfünfzig Meter lange Superyacht eine Wegmarke für die Werft ist. Die 54Metri misst 54,83 Meter über alles bei einer Breite von 9,18 Metern. Ihre erste Einheit, Sairu, lief 2025 vom Stapel und steht ganz oben in der Riva-Baureihe. Die Ferretti Group beschreibt sie als Ausdruck von mehr als 180 Jahren Handwerk der Werft. Die 54 im Namen verweist direkt auf ihre Länge in Metern.

Diese Yacht steht abseits der Serienboote als Semi-Custom-Flaggschiff. Sie wird in Aluminium gebaut statt in dem GFK der kleineren Modelle. Der Schritt zeigt den Ehrgeiz von Riva, mit etablierten Superyachtwerften zu konkurrieren. Er gibt der Marke einen echten hochseetauglichen Glorienschein. Die Yacht lässt Riva erstmals neben den spezialisierten Superyachtwerften stehen.

Riva-Linien im Superyacht-Maßstab

Officina Italiana Design arbeitete mit den Ingenieuren von Ferretti daran, den Riva-Ausdruck auf eine weit größere Leinwand zu tragen. Das Profil bleibt niedrig und waagerecht, mit langen Glasbändern und klarer Metallarbeit. Mehr als 370 Quadratmeter Außendeck öffnen die Yacht zum Meer. Die Aufgabe bestand darin, eine Sportboot-Identität auf einem Verdrängerrumpf zu halten. Das Studio stützte sich auf lange waagerechte Linien, um das Profil erkennbar als Riva zu bewahren.

Der Aufbau ist so gezeichnet, dass er den hohen, kastigen Ausdruck vieler Yachten dieser Größe vermeidet. Glas kommt großzügig zum Einsatz, um das Interieur mit dem Wasser zu verbinden. Die Decksflächen stufen sich nach achtern zu einem großen Bereich nahe der Wasserlinie ab. Der Entwurf hält die Zurückhaltung von Riva in einem Maßstab, den die Werft nie zuvor versucht hatte. Große Decksöffnungen bringen das Meer auf jeder Ebene nah heran.

Fast fünfundfünfzig Meter Aluminium und die größte Riva, die die Werft je zu Wasser gelassen hat.

Zehn Gäste und volle Crew

Die 54Metri nimmt zehn Gäste auf, mit einer Eignersuite auf dem Hauptdeck und vier Kabinen auf dem Unterdeck. Die Crew liegt in fünf Doppelkabinen plus einer Kapitänskabine, genug, um die Yacht auf langen Reisen zu fahren. Die Interieurs nutzen Leder und Stein der weiteren Riva-Welt in Superyacht-Qualität. Die Eignersuite auf dem Hauptdeck ist das Herzstück des Layouts. Dem Eigner das Hauptdeck zu geben, ist ein Kennzeichen von Yachten dieser Klasse.

Die Wohnbereiche sind auf längere Fahrten mit großer Gesellschaft an Bord angelegt. Das Volumen erlaubt großzügige Salons und Lounges im Freien. Verarbeitung und Detail entsprechen den Erwartungen dieser Klasse. Das Interieur zielt auf Komfort für Wochen auf See, nicht auf Tagesnutzung. Pantry und Servicebereiche sind für lange autonome Passagen bemessen.

Für Reichweite gebaut, nicht für den Sprint

Zwei MTU 12V2000 M96L Motoren mit je rund 1.432 Kilowatt treiben die 54Metri an. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei etwa 18 Knoten, die Reichweite bei nahezu 3.600 Seemeilen bei 11 Knoten. Vier Flossenstabilisatoren von Naiad Dynamics beruhigen die Yacht und erlauben einen Tiefgang von 2,25 Metern. Sie bleibt unter 500 GT, was ihre Klassifizierung vereinfacht. Diese Zahl hält auch die erforderliche Crewstärke niedriger als bei einer größer vermessenen Yacht.

Die Auslegung zielt auf Hochseepassagen, nicht auf die hohen Geschwindigkeiten der sportlichen Rivas. Die große Reichweite eröffnet Überquerungen und abgelegene Reviere. Zu den Systemen gehören Starlink-Breitband und eine integrierte Cybersicherheitslösung. Das ist eine Yacht, die zum Reisen und zum Fernbleiben vom Hafen konstruiert ist. Lange Autonomie ist der Sinn eines Rumpfes, der für die Hochsee gebaut wurde.

Eine neue Ebene des Riva-Besitzes

Die 54Metri erreicht einen anderen Eigner als der Rest der Baureihe, einen, der unter Full-Custom- und Semi-Custom-Superyachten sucht. Sie bietet den Namen und die Formensprache von Riva in einer Größe, die die Werft zuvor nicht liefern konnte. Käufer erwarten hier Langstreckenfähigkeit und feste professionelle Crew. Die Yacht ist ein Hauptvermögenswert und kein Sommerspielzeug. Besitz auf dieser Ebene bedeutet ein Management-Team und einen festen Kapitän.

Im Markt konkurriert sie mit fünfzig Meter Yachten aus nordeuropäischen und anderen italienischen Werften. Riva verkauft sie über das Erbe und den Rückhalt der industriellen Basis der Ferretti Group. Als Flaggschiff der Werft verankert sie zugleich die ganze Marke weiter oben. Für ihren Eigner ist sie der hochseetaugliche Gipfel einer Marke, die an einem See geboren wurde. Der Weg von einem Runabout aus Sarnico zu einer fünfundfünfzig Meter langen Superyacht ist die Geschichte, die dieses Boot erzählt.

Design

Für wen: Ein etablierter Superyacht-Eigner, der Namen und Design von Riva im hochseetauglichen Langstreckenmaßstab mit fester Crew an Bord will.

Modellprofil, zusammengestellt von Yotters aus Angaben von Riva und öffentlichen Quellen. Bildnachweis wie angegeben.
Yotters-RedaktionChefredakteur: Leon SolimanRedaktionelle Standards

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