Riva 68' Diable

- Länge über alles: 20,67 m (67 ft 10 in)
- Breite: 5,29 m
- Leerverdrängung: ca. 38 Tonnen
- Motoren: zwei MAN V12, 1.550 bis 1.650 hp
- Höchstgeschwindigkeit: ca. 40 Knoten
- Reichweite: ca. 260 Seemeilen
- Unterbringung: drei Gästekabinen mit eigenem Bad plus Crewkabine
- Typ: offene Sportyacht, entworfen von Officina Italiana Design
Eine offene Yacht in einer Flybridge-Welt
Die meisten Yachten dieser Größe ergänzen eine Flybridge für zusätzliche Decksfläche, und die Diable verzichtet bewusst darauf. Sie behält ein niedriges Profil auf einer Ebene, das sich als vergrößertes Runabout liest. Mit 20,67 Metern über alles und 5,29 Metern Breite hat sie das Volumen eines Fahrtenbootes und die Haltung eines Sportbootes. Diese Entscheidung bestimmt ihren Platz in der Baureihe. Käufer, die eine große Riva ohne hohes Profil wollen, haben in der Flotte wenige Alternativen.
Die Diable rückt zwischen die kompakten Modelle von Riva und die größeren Flybridge-Yachten. Sie passt zu einem Eigner, der Unterbringung für die Nacht will, ohne die Höhe und Masse einer höheren Yacht. Das offene Layout hält die Sichtlinien lang und den Schwerpunkt niedrig. Sie ist eher ein Boot für den Fahrer als für den Gastgeber. Vom Eigner wird erwartet, dass er Zeit am Steuer verbringt und es nicht einfach einem Kapitän überlässt.
Der Teufel steckt im Detail
Officina Italiana Design zeichnete die Diable mit einem langen, motorhaubenartigen Vordeck und einem dunklen Glasband, das an der Rumpfseite entlangläuft. Der Aufbau bleibt niedrig und geneigt, sodass das Boot im Stand schnell aussieht. Ein großes Schiebedach öffnet den größten Teil des Coupe zum Himmel. Das Styling zitiert die klassischen Rivas und arbeitet dabei in weit größerem Maßstab. Von der Seite gesehen sind das lange Vordeck und die niedrige Scheibe reine Riva-Grammatik.
Karbonfaser kommt in Hardtop und Struktur zum Einsatz, um dort Gewicht zu sparen, wo es zählt. Edelstahl und lackierte Flächen tragen das Riva-Finish über das Exterieur. Das Heck klappt zu einer breiten Badeplattform nahe dem Wasser herunter. Jede Fläche ist so bearbeitet, dass sie eher konstruiert als dekoriert wirkt. Die dunkle Verglasung und das helle Deck geben dem Boot eine starke grafische Identität auf dem Wasser.
Eine zwanzig Meter lange offene Yacht, die sich wie ein übergroßes Runabout fährt.
Drei Kabinen unter einem niedrigen Deck
Unter Deck fasst die Diable drei Gästekabinen mit eigenem Bad sowie eine Crewkabine achtern. Die mittige Kabine über die volle Breite dient als Eignersuite, belichtet vom Glasband in der Rumpfseite. Die Materialien folgen der weiteren Riva-Palette aus Holz und Stein. Die Verarbeitung zielt auf Yachtniveau, nicht auf Sportbootniveau. Gäste bekommen echte Kabinen mit eigenen Bädern, was auf einem derart sportlichen Boot ungewöhnlich ist.
Das Hauptdeck bleibt offen und gesellig und fließt vom Steuerstand durch einen Salon ins Cockpit. Glas senkt die Barriere zwischen innen und außen. Pantry und Essbereich bedienen Tagesnutzung ebenso wie längere Aufenthalte. Die eine Ebene lässt das ganze Deck größer wirken als seine Grundfläche. Schiebeglas und ein niedriges Schanzkleid halten das Meer von fast überall an Bord im Blick.
MAN V12 Muskeln
Die Diable wird von zwei MAN V12 Dieseln angetrieben, je nach Ausstattung mit 1.550 bis 1.650 hp. Riva nennt eine Höchstgeschwindigkeit um 40 Knoten, was für eine Yacht dieser Länge und dieses Gewichts schnell ist. Die Leerverdrängung liegt nahe 38 Tonnen, unterstützt vom Karbon im Bau. Die Reichweite ist mit rund 260 Seemeilen ein Küstenwert. Das ist ein Boot für schnelle Sprünge zwischen Häfen und nicht für lange offene Überquerungen.
Der Rumpf ist ein Gleitrumpf in tiefer V-Form, abgestimmt auf Tempo und Grip. Er ist darauf ausgelegt, Küstendistanzen rasch zurückzulegen und am selben Tag zurückzukehren. Das Handling soll sich für ein Boot dieser Größe direkt anfühlen. Die Diable ist eher um Geschwindigkeit als um Sparsamkeit konstruiert. Eigner fahren sie meist hart auf kurzen Etappen und legen jede Nacht an.
Für den Eigner, der die Flybridge auslässt
Die Diable spricht Käufer an, die eine große Riva ohne den hohen Ausdruck einer Flybridge-Yacht wollen. Sie liest sich sportlich und diskret, was zu Mittelmeereignern passt, die Linie über Volumen stellen. Viele werden sie mit leichter Crew für Tagesfahrten und kurze Törns betreiben. Sie spiegelt eine Vorliebe für Form statt für reine Empfangsfläche. Die Diable liest sich innerhalb der Riva-Baureihe als Kennerwahl.
Im Markt konkurriert sie mit offenen Coupes aus anderen italienischen und nordeuropäischen Werften. Riva verkauft sie über das Styling und die Kraft des Namens. Ihr Tempo und ihr niedriges Profil geben ihr unter den Wettbewerbern einen klaren Charakter. Für den richtigen Eigner ist sie die schärfste Art, zwanzig Meter Riva zu besitzen. Ihre relative Seltenheit auf dem Wasser steigert den Reiz für diesen Käufer noch.
Design
- Exterieurdesign: Officina Italiana Design (Mauro Micheli)
- Interieurdesign: Officina Italiana Design
- Konstruktion: Ferretti Group Engineering Department
Für wen: Ein Eigner, der eine große, schnelle Riva mit Kabinen für die Nacht will, aber nichts von der Höhe und Masse einer Flybridge-Yacht.