Riva 88' Folgore

- Länge über alles: 26,92 m (88 ft 4 in)
- Breite: 6,31 m
- Motoren: zwei MTU 16V, 2.435 oder 2.638 hp
- Höchstgeschwindigkeit: ca. 36 bis 39 Knoten
- Verdrängung: ca. 70 Tonnen
- Kraftstoff: ca. 8.000 Liter
- Unterbringung: vier Kabinen, darunter Eignersuite über die volle Breite
- Typ: Sportfly, entworfen von Officina Italiana Design
Ein Blitz im Programm
Riva nannte diese Yacht Folgore, das italienische Wort für Blitz, und baute sie um Geschwindigkeit herum. Mit 26,92 Metern über alles gehört sie zu den größeren Booten der gleitenden GFK-Baureihe unterhalb der Superyachten. Sie teilt ihre Plattform mit der offenen 88' Florida und tauscht etwas Volumen gegen Tempo und eine sportlichere Haltung. Der Name benennt die Absicht. Geschwindigkeit ist die Schlagzeile, die die Folgore in dieser Größe liefern soll.
Die Folgore ist eine Sportfly, das heißt, sie trägt ein kleines Oberdeck anstelle einer vollen Flybridge. Das hält das Profil niedrig und gibt oben dennoch einen Steuerstand im Freien und Liegefläche. Sie zielt auf Eigner, die eine große Riva wollen, die sich noch schnell anfühlt. Sie ist die Athletin unter den größeren Yachten der Werft. Das Oberdeck bringt nutzbaren Raum ohne die Masse eines vollen Flybridge-Turms.
Karbon, Glas und eine niedrige Haltung
Officina Italiana Design hielt den Aufbau niedrig und gestreckt, mit einem langen Vordeck und einer stark geneigten Scheibe. In die Rumpfseiten eingesetztes Rauchglas führt Licht in die Kabinen und verstärkt den dunklen sportlichen Ausdruck. Karbonfaser zieht sich durch die Struktur, um oben Gewicht zu sparen. Der obere Steuerstand ist so eingefügt, dass er die Linie kaum bricht. Der gesamte Aufbau ist als eine einzige durchgehende Form gezeichnet.
Das Exterieur mischt Glas und lackierte Flächen auf die übliche Riva-Weise. Die Farben bleiben zurückhaltend, damit die Form spricht. Eine ausklappbare Terrasse und eine breite Badeplattform öffnen das Heck zum Meer. Die Haltung bleibt selbst am Steg angriffslustig. Die dunkle Verglasung, die sich um den Rumpf legt, ist eine der klarsten Handschriften des Bootes.
Eine siebenundzwanzig Meter lange Riva, nach dem Blitz benannt und gebaut, um sich so anzufühlen.
Vier Kabinen und eine Eignersuite über die volle Breite
Unter Deck bietet die Folgore vier Kabinen, mit einer Eignersuite über die volle Breite mittschiffs als Herzstück. Eine VIP-Kabine liegt vorn, zwei weitere Kabinen vervollständigen die Unterbringung. Riva führt das Interieur in Marmor und lackiertem Holz aus. Die Eignersuite nutzt die dunkle Rumpfverglasung für Licht und einen tiefen Blick aufs Meer. Die Lage mittschiffs hält die Bewegung für den Eigner am geringsten.
Das Hauptdeck läuft offen vom Steuerstand über einen Salon hinaus ins Cockpit. Große Seitenverglasung hält den Raum hell und mit dem Wasser verbunden. Pantry und Essbereich bedienen ebenso schnelle Mittagessen wie längere Aufenthalte. Darüber gibt die Sportbridge einen zweiten Gesellschaftsbereich mit eigenem Steuerstand. Auf diesem Oberdeck sammeln sich die Gäste, wenn das Boot vor Anker liegt.
Doppelte MTU-Feuerkraft
Die Folgore fährt mit zwei MTU 16V Dieseln, angeboten mit 2.435 oder 2.638 hp. Riva nennt eine Höchstgeschwindigkeit von 36 bis 39 Knoten je nach gewähltem Motorpaket. Die Verdrängung liegt bei rund 70 Tonnen, im Zaum gehalten vom Karbon im Bau. Ein Tankinhalt von etwa 8.000 Litern trägt schnelle Küstenpassagen. Die größere Motoroption ist für Eigner da, die den vollen Zug an Tempo wollen.
Der Rumpf ist eine Gleitform, gebaut für Tempo an der Spitze dieser Größenklasse. Er ist darauf ausgelegt, Geschwindigkeit bequem zu halten, statt nur eine Schlagzeilenzahl zu streifen. Das Gewicht der Sportfly ist so beherrscht, dass das Oberdeck die Leistung nicht stumpf macht. Das ist eine Yacht, die hart gefahren werden will. Sie belohnt einen Eigner, der den Steuerstand ebenso genießt wie die Unterbringung.
Der Eigner, der Größe und Tempo will
Die Folgore passt zu einem Eigner, der in der Länge aufsteigt und dabei das sportliche Gefühl einer kleineren Riva nicht aufgeben will. Sie bietet Volumen nahe an einer Superyacht mit dem Tempo eines Sportcruisers. Viele Käufer fahren sie mit kleiner Crew durch die Mittelmeersommer. Sie funktioniert als Hauptyacht für eine Familie, die das Fahren schätzt. Die vier Kabinen machen sie zudem für eine volle Gästerunde praktikabel.
Im Markt trifft sie auf schnelle Flybridge- und Coupe-Yachten anderer Premiumwerften. Riva verkauft sie über das Styling und das Gleichgewicht von Tempo und Raum. Das Rauchglas und das niedrige Deck geben ihr einen Ausdruck, den wenige Wettbewerber erreichen. Für einen bestimmten Käufer ist sie der Punkt, an dem sich eine Riva noch wie ein Sportboot anfühlt. Jenseits dieser Länge wendet sich die Baureihe Komfort und ruhigem Fahren zu.
Design
- Exterieurdesign: Officina Italiana Design (Mauro Micheli / Sergio Beretta)
- Interieurdesign: Officina Italiana Design
- Konstruktion: Ferretti Group Engineering Department
Für wen: Ein Familieneigner, der Raum im Superyacht-Maßstab mit dem Tempo und dem niedrigen sportlichen Profil einer viel kleineren Riva will.