Rivamare

- Länge über alles: 11,88 m (39 ft)
- Breite: 3,5 m
- Tiefgang: ca. 1,2 m
- Motoren: zwei Volvo Penta D6, je 400 hp (Z-Antrieb)
- Höchstgeschwindigkeit: ca. 38 Knoten
- Unterbringung: eine Kabine, Nasszelle mit Dusche, Pantry
- Bauweise: GFK-Rumpf mit Mahagoni- und Edelstahlapplikationen
- Stapellauf: 2016, entworfen von Officina Italiana Design
Ein Runabout, auf dem man ein Wochenende verbringen kann
Die Rivamare beantwortet eine Frage, die die kleinsten Rivas nicht beantworten können, nämlich wie sich der Runabout-Ausdruck halten lässt und dennoch echte Unterbringung hinzukommt. Mit 11,88 Metern hat sie Raum für eine Kabine, eine Nasszelle und eine Pantry, ohne das niedrige sportliche Profil zu verlieren. Riva brachte sie im Juni 2016 als natürlichen Schritt über die Aquariva hinaus. In der Baureihe liest sie sich als das gesellige Wochenendboot. Sie ist das Modell, das die meisten Eigner vor Augen haben, wenn sie sich vorstellen, eine Riva wirklich zu nutzen.
Das Layout hält das offene Cockpit als Schwerpunkt, mit der Kabine vorn unter dem Vordeck. Ein Paar kann über Nacht an Bord bleiben, und das Boot verhält sich dennoch wie ein Tagesfahrtenboot. Die Breite beträgt 3,5 Meter, breit genug für bequeme Sitzplätze ohne Masse. Sie passt zu Eignern, die echte Zeit auf dem Wasser verbringen wollen. Zwei Personen können eine Nacht oder zwei unterwegs sein, ohne sich je beengt zu fühlen.
Klassische Proportionen, modernes Deck
Officina Italiana Design gab der Rivamare das Familiengesicht, mit niedrigem Bug, gewölbter Windschutzscheibe und einem langen sauberen Decksprung. Ein versenkbares Hardtop überdeckt das Cockpit und klappt weg, um das Boot zum Himmel zu öffnen. Das Heck verbirgt eine Garage für einen Tender. Die Details bleiben diszipliniert, damit das Boot nie überladen wirkt. Das Hardtop lässt die Rivamare im Sommer als offenes Boot und bei schlechtem Wetter als geschütztes arbeiten.
Mahagoniapplikationen und Edelstahl ziehen sich in Riva-Manier über das Deck. Der Rumpf ist in den satten Unifarben lackiert, die die Werft bevorzugt. Auf dem Wasser trägt sie dasselbe optische Gewicht wie ihre hölzernen Vorfahren. Die Modernität steckt eher in der Technik als im Styling. Aus der Ferne könnte sie als weit ältere Riva durchgehen, was genau die Absicht ist.
Ein klassisches Riva-Runabout, gerade so weit gestreckt, dass zwei darin schlafen können.
Eine Kabine, die sich lohnt
Unter Deck bietet die Rivamare eine Doppelkabine, eine separate Nasszelle mit Dusche und eine kompakte Pantry. Sie ist klein, aber sauber ausgeführt, mit Leder und lackiertem Holz passend zum Exterieur. Der Raum funktioniert für eine Übernachtung oder ein langes Mittagessen außerhalb der Sonne. Natürliches Licht kommt durch Rumpf- und Decksverglasung. Die Verarbeitung unten entspricht der an Deck, sodass das Boot durchweg aus einem Guss wirkt.
Das Cockpit darüber ist der Hauptwohnbereich, mit Sitzplätzen, die sich zum Sonnen und Essen umbauen lassen. Riva hält den Steuerstand klar und fahrerorientiert. Der Stauraum ist in die Möbel eingearbeitet, damit die Flächen frei bleiben. Das ganze Boot ist für ein Paar mit gelegentlichen Gästen bemessen. Tagesgäste finden leicht Platz, und der Raum funktioniert auch, wenn die Runde wieder nach Hause geht.
Volvo-Kraft und ein leichter Zug an Tempo
Die Rivamare fährt mit zwei Volvo Penta D6 Dieseln zu je 400 hp über Z-Antriebe. Riva nennt eine Höchstgeschwindigkeit nahe 38 Knoten bei einer entspannten Marschfahrt in den unteren Dreißigern. Das ist schnell genug, um sportlich zu wirken, ohne ständige Aufmerksamkeit zu verlangen. Das Z-Antriebspaket hält die Antriebstechnik kompakt und die Fahrt effizient. Die Trimmung ist leicht zu beherrschen, sodass das Boot sauber ins Gleiten kommt und dort bleibt.
Der GFK-Rumpf ist ebenso auf Stabilität in Ruhe wie auf Tempo unter Fahrt abgestimmt. Er beruhigt sich rasch und liegt eben, was auf einem Boot zählt, das zum Schwimmen und Mittagessen gedacht ist. Das Handling ist bei Tempo leicht und berechenbar. Riva hat auf Sicherheit statt auf reine Dramatik gezielt. Die Rivamare ist schnell, ohne je den Eindruck zu machen, dass sie einen Experten am Steuer braucht.
Die zugängliche moderne Riva
Die Rivamare nimmt einen wichtigen kommerziellen Platz als einer der erreichbareren Wege in eine neue Riva ein. Sie zieht Eigner an, die von gängigen Sportbooten aufsteigen und die Marke und die Verarbeitung wollen. Viele halten sie im Sommer am Mittelmeer oder auf großen Seen. Sie ist ein Boot, das gekauft wird, um oft gefahren zu werden. Für viele wird sie das Runabout, das die ganze Saison an einer Mooring liegt.
Gegen Wettbewerber anderer Premiumwerften verkauft sich die Rivamare eher über Namen und Handwerk als über nackte Daten. Ihre Größe macht sie ohne Crew leicht zu handhaben und anzulegen. Diese Praxistauglichkeit weitet ihr Publikum über Sammler hinaus. Für viele Eigner ist sie die erste Riva. Sie führt in die Marke ein, ohne die Betriebskosten einer bemannten Yacht.
Design
- Exterieurdesign: Officina Italiana Design (Mauro Micheli)
- Interieurdesign: Officina Italiana Design
- Konstruktion: Ferretti Group Engineering Department
Für wen: Ein Paar, das eine Riva will, die es selbst fahren kann und auf der es dennoch übernachten kann, ohne zu einer bemannten Yacht aufzusteigen.