Sanlorenzo SL80 Asymmetric

- Länge über alles: 23,97 m
- Breite: 6 m
- Unterbringung: 8 Gäste, 3 Crew
- Motoren: zwei MAN V12, rund 1.800 hp
- Höchstgeschwindigkeit: rund 29 Knoten
- Kraftstoff: rund 5.350 Liter, Frischwasser rund 1.400 Liter
- Layout: einzelnes Seitendeck an Steuerbord, kein Backbord-Seitendeck
- Design: Exterieur von Zuccon International Project, Einstieg in die Baureihe SL Asymmetric
Die kompakteste Asymmetrische
Die SL80 Asymmetric verankert das untere Ende von Sanlorenzos gleitender SL-Baureihe, die heute von diesem Achtzigfüßer bis zur siebenunddreißig Meter langen SL120 reicht. Sie nimmt dasselbe Prinzip, das sich auf den größeren Booten bewährt hat, und wendet es auf einen Rumpf an, der am Steg noch persönlich wirkt. Für einen Eigner, der von einem Sportboot oder einer ersten Flybridge aufsteigt, bietet sie einen echten Sprung an Hauptdecksfläche ohne Gewicht und Kosten einer Superyacht. Die asymmetrische Idee ist es, die sie von den vielen konventionellen Yachten dieser Länge abhebt.
Sanlorenzo baut die SL-Linie in begrenzter Stückzahl nach individuellen Briefings, sodass keine SL80 Ameglia genau wie die andere verlässt. Das Boot gehört zur Yacht Division, der Composite-Seite der Werft, wo die Bauweisen jene sind, die Sanlorenzo am besten beherrscht. Das hält die SL80 fest in der Hauslinie und öffnet das asymmetrische Layout zugleich einer breiteren Käuferschicht.
Ein Gang, neu gezeichnet
Der prägende Schritt ist der Verzicht auf ein Seitendeck. Auf einem normalen Flybridge-Boot geht ein Gast auf beiden Seiten des Aufbaus nach vorn, und diese Gänge stehlen Breite aus den Räumen im Inneren. Indem ein einziger Gang an Steuerbord bleibt, lässt die SL80 den Salon auf dem Hauptdeck an Backbord bis in die vollere Breite laufen. Das Ergebnis ist mehr nutzbarer Innenraum auf einem Rumpf, bei dem jeder Meter zählt.
Das Exterieur kommt von Zuccon International Project, dem Studio, das das asymmetrische Konzept zu einem funktionierenden Boot ausgearbeitet hat. Lange Seitenverglasung sitzt tief an der Backbordseite, sodass der Horizont weit in den Salon reicht und die See vor Anker nah wirkt. Das einzelne Deck bleibt breit genug für sicheres, geschütztes Gehen nach vorn. Eigner können die Flybridge offen oder mit Hardtop ordern, passend zu ihrem Revier.
Die SL80 setzt Sanlorenzos asymmetrisches Hauptdeck auf den kleinsten Rumpf der Gleiterbaureihe.
Breit wohnen
Im Inneren bietet die SL80 acht Gästen Schlafplatz und trägt eine dreiköpfige Crew, eine Balance, die die Betriebskosten für ein privates Familienboot vernünftig hält. Das durch das Layout gewonnene Volumen fließt in den Hauptsalon und die Eignerunterbringung, die beide breiter wirken, als die Länge vermuten lässt. Die Interieurs folgen der ruhigen, materialgeführten Sprache, die Piero Lissoni als Art Director gesetzt hat, mit natürlichen Oberflächen und klaren Linien. Der Auftritt liest sich eher als Wohnung am Wasser denn als klassischer Yachtsalon.
Der Grundriss ist um die Zeit im Stillliegen gebaut. Cockpit und Vordeck erweitern den Wohnbereich, wenn das Boot ruht, und die tiefe Backbordverglasung hält den Blick von innen auf dem Wasser. Eigner können die Ausstattung im Detail festlegen, passend zum Maßanspruch der Werft. Für eine kompakte Yacht ist das Gefühl von Tageslicht und Offenheit die stärkste Karte der SL80.
Tempo im Gleiten
Die SL80 behält den schnellen Gleitrumpf, der die SL-Linie definiert, und verhält sich damit wie eine Sportflybridge und nicht wie ein langsamer Fahrtenkreuzer. Die Kraft kommt von zwei MAN V12 mit rund 1.800 hp, und die berichtete Höchstgeschwindigkeit liegt bei etwa 29 Knoten. Das gibt einem Eigner die Möglichkeit eines schnellen Sprungs zwischen Ankerplätzen, wenn das Wetter mitspielt. Bei sparsamen Drehzahlen öffnet sich die Reichweite für entspannte Küstenfahrt.
Die Asymmetrie rührt die Konstruktion nicht an, denn der Rumpf unter der Wasserlinie bleibt symmetrisch und nur der Decksplan ändert sich. Sanlorenzo hat das Maschinenpaket bewährt und konventionell gehalten, was zu selbstfahrenden Eignern passt, die Verlässlichkeit vor Experiment stellen. Der Treibstoffvorrat liegt bei rund 5.350 Litern, genug für die Tagestörns, für die das Boot gedacht ist. Service und Handling folgen dem Muster der weiteren SL-Baureihe.
Für wen die SL80 passt
Die SL80 Asymmetric ist für den Eigner, der Raum und Tageslicht eines viel größeren Bootes in einem Rumpf will, den er mit kleiner Crew führen kann. Sie passt zu Familientörns im Mittelmeer oder ähnlichen Gewässern, wo der Tag vor Anker verbracht wird und der Salon im Mittelpunkt des Lebens an Bord steht. Ihr Reiz ist das Gefühl von Breite und Licht, geliefert ohne den Aufstieg zu einer Superyacht. Für einen Sanlorenzo-Käufer ist sie die zugängliche Tür in die asymmetrische Welt.
Im Markt steht sie einem dichten Feld von Flybridge-Yachten um achtzig Fuß aus anderen italienischen und nordeuropäischen Werften gegenüber. Ihr Argument sind das neu geordnete Hauptdeck und die Nähe zum Wasser, die das einzelne Seitendeck bringt. Für einen Eigner, der von rund siebzig Fuß aufsteigt, ist sie ein klarer und selbstbewusster Schritt.
Für wen: Ein Eigner, der ein volles, lichtdurchflutetes Hauptdeck auf achtzig Fuß sucht und ein Boot, das eine kleine Crew führen kann.