25. Juli 2026 · Yotters, unabhängiger Yacht-Journalismus
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Sanlorenzo · SD semi-displacement line

SD132

Die SD132 ist das Flaggschiff der Halbgleiter-Linie von Sanlorenzo und mit gut vierzig Metern eine der größten Composite-Yachten, die die Werft baut. Sie verbindet die große Reichweite und das ruhige Seeverhalten eines Verdrängerrumpfs mit mehr Volumen und einer leichteren Bauweise als eine Metall-Superyacht. Hier greift die Yacht Division nach Superyacht-Terrain.
MotorSemi-displacement motor yacht40.7 m LOA2024
Foto: Sanlorenzo, via BOAT International

Das Composite-Flaggschiff

Die SD132 steht an der Spitze der SD-Familie, der Halbgleiter-Baureihe von Sanlorenzo, und zwar in GFK statt in Metall. Das ist von Bedeutung, denn ein Composite-Rumpf dieser Größe hält die Yacht in der Yacht Division und in den Bauverfahren, die die Werft am besten beherrscht. Mit 40,7 Metern und rund 420 GT bietet sie Superyacht-Volumen, ohne dass man zu Stahl oder Aluminium wechseln müsste. Exterieur und Interieur sind beide das Werk von Zuccon International Project.

Für Käufer liegt der Reiz in einer großen, komfortablen Langstreckenyacht, die sich weiterhin wie eine Sanlorenzo anfühlt und nicht wie eine hochskalierte kommerzielle Plattform. Die SD-Linie ist seit langem die Antwort der Werft für Eigner, die Distanz und Seeverhalten über Geschwindigkeit stellen. Die SD132 gibt diesem Denken seinen bislang größten Ausdruck. Sie erlaubt einem Eigner zudem, Superyacht-Volumen zu erreichen und dabei die leichtere Bauweise und das geringere Betriebsgewicht der Composite-Konstruktion zu behalten.

Halbgleiter, erklärt

Ein Halbgleiter-Rumpf liegt zwischen zwei Extremen. Ein Gleiter wie die SL klettert auf die eigene Bugwelle und läuft schnell, verbrennt dafür aber Treibstoff, während ein reiner Verdrängerrumpf mit langsamer, gleichmäßiger Fahrt und großer Effizienz durchs Wasser schiebt. Die SD132 ist zum Verdrängerende hin abgestimmt, weshalb ihre sparsame Marschfahrt und ihre Reichweite ihre hervorstechenden Qualitäten sind. Sie tauscht reines Tempo gegen Komfort und Distanz.

Der Grundriss borgt außerdem beim asymmetrischen Denken, das anderswo in der Flotte zu sehen ist, und nutzt die Deckanordnung, um die Innenvolumina zu verbreitern. Die Konstruktion begünstigt eine weiche, stabile Bewegung im Seegang, und genau das verlangen Langstreckeneigner. Es ist ein Rumpf, der gebaut ist, um Ozeane in Komfort zu queren, und nicht, um am Steg zu beeindrucken. Der Preis dafür ist eine Höchstgeschwindigkeit deutlich unter der eines Gleiters, was Eigner dieses Typs bereitwillig hinnehmen.

Die SD132 misst sich daran, wohin sie einen bringen kann, nicht daran, wie schnell sie ankommt.

Platz für zwölf

Die SD132 nimmt bis zu zwölf Gäste auf, verteilt auf fünf Kabinen mit zusätzlichen Pullman-Kojen, und fährt eine Crew von acht. Diese Gästezahl liegt an der Obergrenze für den privaten Betrieb und spiegelt das gebotene Volumen. Die Innenräume folgen Zuccons architektonischem Ansatz, mit großzügigen Deckenhöhen und großen Fenstern, die zu dem langsamen, panoramischen Törnstil passen, für den das Boot gebaut ist. Eigner können den Grundriss nach eigenen Bedürfnissen abstimmen.

Mit rund 420 GT, mit denen sich arbeiten lässt, konnten die Designer dem Hauptdeck und den unteren Gästebereichen echte Weite geben. Das zusätzliche Volumen zeigt sich in der Größe der gemeinsamen Räume und nicht in einer längeren Liste kleiner Zimmer. Es ist eine Yacht für längere Zeit an Bord mit Familie und Gästen zusammen.

Für Distanz gebaut

Die Kraft kommt von zwei MAN V12 mit jeweils rund 1.650 hp, wobei auch eine CAT C32 Option angeboten wird. Die berichtete Höchstgeschwindigkeit liegt bei rund 17 Knoten, passend zum Halbgleiter-Charakter. Die wichtige Zahl ist die Reichweite, angegeben mit ungefähr 3.200 Seemeilen bei sparsamen 11 Knoten. Das ist echte Transatlantikfähigkeit aus einer Composite-Yacht.

Große Treibstoff- und Wassertanks, berichtet mit rund 42.000 und 8.000 Litern, tragen lange Passagen ohne häufige Stopps. Die technischen Entscheidungen sind bewusst konservativ und erprobt, was Eignern entgegenkommt, die echte Distanzfahrt planen. Die SD132 ist darauf angelegt, weit weg von zu Hause zuverlässig zu sein, statt in Heimatnähe schnell.

Für wen die SD132 gebaut ist

Die SD132 ist für den Eigner, der eine Yacht daran misst, wohin sie ihn bringen kann, und nicht daran, wie schnell. Sie passt zu langen Saisons und Ozeanüberquerungen, mit Platz an Bord für volle Gäste- und Crewzahl. Ihre Composite-Bauweise hält sie in der Sanlorenzo-Familie, für Eigner, denen diese Herkunft wichtig ist. Sie bietet den Schritt in Superyacht-Größe ohne die Kosten und die Komplexität eines Metallbaus.

Im Markt steht sie gegen andere Halbgleiter und Langstreckenyachten in den unteren Vierzigern. Ihr Argument sind großzügiges Volumen und echte Reichweite, geliefert in einem GFK-Paket, das weiterhin die Designhandschrift der Werft trägt. Für einen Eigner, der bereit ist für seine bislang leistungsfähigste Sanlorenzo, ist sie die Spitze der Composite-Baureihe.

Design

Für wen: Ein Eigner, der Ozeanreichweite und ruhiges Seeverhalten über Geschwindigkeit stellt und Superyacht-Volumen will, ohne die Composite-Bauweise zu verlassen.

Modellprofil, zusammengestellt von Yotters aus Angaben von Sanlorenzo und öffentlichen Quellen. Bildnachweis wie angegeben.
Yotters-RedaktionChefredakteur: Leon SolimanRedaktionelle Standards

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